Krisengeflüster

myself“Irgendwas geht immer!” Das ist der stereotype Krisenbewältigungsspruch, mit dem sich auch der letzte Sozialverlierer noch seine kümmerliche Restzuversicht zusammenkratzt. Richtig: Irgendwas geht immer - und zwar meistens schief. Erst kommt der Mist, dann kommt der Bockmist, und dann kommt, zu allem Überfluss, auch noch der Zweckoptimist daher und gibt seinen Quark dazu.
Denn der zwanghafte Optimist ist meist ein Verfechter von optimiertem Mist, daher auch der Begriff. Sein unerquicklichster Wegbegleiter ist übrigens der Konformist, welcher, Sie ahnten es bereits, sich auf dem Kompost des Konform-Mists bedient.
Das wissen nur die Wenigsten, am allerwenigsten selbstredend die chronisch aufdringlichen Verbreiter von Zweckoptimismus.
Von diesem Mist haben wir nach unserer Auffassung (Vorsicht: Pluralis Majestatis!) nun schon lange mehr als genug. Deshalb verbreiten wir hier in diesem Krisentagebuch nun regelmäßig den Zweckpessimismus, den die Zeit, und vor allem die Menschheit so dringend braucht: Wenn schon alles Mist ist, dann wenigstens richtig. Denn nur daraus wird ein richtig guter Dünger.