Archive for the ‘Bewaffnete Krisen’ Category

Und woran glaubst Du so? (II)

Dienstag, Januar 20th, 2015

Gesichter des TodesIch glaube an die Erleuchtung. An die Macht des Lichts. An die Wärme und die Leuchtkraft der Liebe. Denn Licht ist Liebe und Liebe ist Macht und Macht ist Gott. Also glaube ich an den Gott des Lichts. Gott ist Licht und er ist die Unschuld und die Reinheit und die Klarheit in Ewigkeit, so ist es. Denn das Licht trennt uns von der Finsternis. Und die ist das Böse.
In wem das Licht leuchtet, der ist wahrhaft erleuchtet, und in wem die Finsternis herrscht, der wird beherrscht von dem Bösen. Deshalb sollten wir danach streben, das Licht zu erschauen, die Erleuchtung zu erlangen, und uns von der Finsternis abzugrenzen. Es ist an uns, das Licht hinaus in die Welt zu tragen, auf dass sie erleuchtet werde! Auf dass die Finsternis vergehe und mit ihr das Böse! Deshalb verhüllt nicht Euer Angesicht, sondern bietet es dem Herrscher dar – immerdar!
Wendet Euch zum Licht, das uns leuchtet aus dem Land der aufgehenden Sonne! Wendet Euch zum Licht, das uns leuchtet aus den Worten der Weisheit und der Erkenntnis! Wendet Euch zum Licht, welches uns dargereicht wird durch die Existenz der Erleuchteten! Wendet Euch zum Licht, das uns Erlösung verspricht! Tretet heraus aus dem Schatten des Bösen, der uns umfängt in der Nacht der Finsternis! Tretet hinaus in das Licht! Tretet hinein in den Kreis der Erleuchteten!
Wer aber sich abwendet, wer sein Haupt verhüllt und seine Sinne böswillig abschottet, wer den Mächten der Finsternis Raum gibt, der ist des Teufels! Sondert Euch ab von jenen, die der Macht der Finsternis huldigen, denn sie sollen in ewiger Dunkelheit verenden.
Ihr aber, die ihr Euch dem Leben, dem Licht und der Leuchtkraft der Liebe geöffnet habt, richtet Euren Strahl hinaus in die Welt, auf dass alle gerichtet werden, welche die Augen böswillig verschließen vor dem ewigen Reich des Lichts!
Wir aber sind angetreten, die Mächte der Finsternis zu bekämpfen, und mit ihnen alle, die sich in der Dunkelheit verbergen. Wir werden sie herauszerren aus ihrem finsteren Versteck, um sie dem Licht der Erkenntnis preiszugeben. Wir werden sie entzünden mit dem göttlichen Funken der Macht und der verzehrenden Kraft allumfassender Liebe. Wir werden sie verbrennen mit dem Leuchtfeuer der Wahrheit. Wir werden das Böse aus ihnen herausbrennen und die Wurzel des Übels ausmerzen. Wir werden ihre ruchlosen Augen blenden, denn das ist das Schicksal der Verblendeten: Sie sollen nur mehr angesichtig werden der Finsterins, die sie verherrlichen. Und so werden sie verharren in ewiger Finsternis, und die Finsternis wird geschieden sein vom Licht. Und es wird sein Licht, und die Schatten des Bösen werden gebändigt sein, ein für alle Mal. Und die Welt wird sein ein Ort des Lichts und der Erleuchtung und des Friedens und der Liebe.
Und wenn wir eines Tages hinübergehen, dann treten wir ins Licht. Und es wird uns umfangen, und wir werden es erschauen und wir werden selbst zum Licht werden, in erleuchteter Seligkeit, in Ewigkeit - Amen.

(wird fortgesetzt)

© Siegfried Galter 20. 01. 2015

Und woran glaubst Du so?

Montag, Januar 19th, 2015

Es lebe der Prophet und seine GüteAlso Ich, Ich glaube ja an das Gute. Also an das Gute im Menschen, und überhaupt – an das Gute in Allem. Das Gute ist ein göttliches Prinzip, das größer und stärker ist als alles andere. Es ist das göttliche Prinzip überhaupt. Deshalb ist alles gut. Auch der Mensch, denn er ist ja Bestandteil, ein ganz besonderer Bestandteil sogar, dieses göttlichen Prinzips. Denn so steht das ja auch schon in der Bibel, im Buch Moses: „ Und Gott sah alles an, was er gemacht hatte; und siehe da, es war sehr gut.“
Das Gute ist in der Welt, es ist in uns, es ist um uns, und es ist an uns, es zu leben und es zu sehen.
Das Gute, es umgibt und umfängt uns allenthalben und auf allen Wegen.
Ja, man muss es nur sehen wollen, dann erkennt man das Gute, und das Böse verschwindet von ganz allein. Und all’ den Böswilligen und Verblendeten, die es nicht sehen wollen oder nicht sehen können, denen müssen wir die Augen öffnen! Wir müssen ihnen zeigen, dass das Gute in allem, in jedem von uns steckt! Diesen Glauben an das Gute müssen wir in die Welt tragen. Das ist unsere Aufgabe und Verantwortung, denn nur so kann die Welt heil werden, nur so kann das Gute schließlich obsiegen. Und das Gute wird obsiegen, ob Ihr es wollt oder nicht! Vor allem wird es obsiegen über alle, die nicht an das Gute glauben, die das Gute verkennen, verleugnen oder gar zu verhindern trachten! Über Diejenigen wird es besonders machtvoll siegen, denn das Gute siegt über das Böse!
Deshalb verschließt Euch nicht, öffnet Eure Herzen, Eure Seelen für das Gute, es ist zu Eurem eigenen Besten! Und natürlich zum Besten der ganzen Welt! Denn wer sich dem Guten verschließt, versündigt sich an ihr, an uns, und an allem, was in der Welt ist, er versündigt sich an Gott selbst!

Und unser Gott ist ein Gott der Güte, deshalb hat ER Erbarmen mit allen, die nicht an ihn glauben können. Und er führt seine verirrten Schäflein hin zum Guten, auf dass alles gut werde auf Erden.
Und wie ein gütiger aber strenger Hirte erbarmt er sich und hält seine schützende Hand über alle, die guten Willens sind. Diejenigen aber, die bösen Willens sind, und den Willen des Herrn böswillig missachten, die müssen sich gewärtig sein seines Zorns. Denn Gott lässt sich den Sieg über das Böse nicht nehmen, und straft alle, die dem Guten widerstreben oder zu widerstehen trachten.

Oh ja, mein Glaube an das Gute ist unerschütterlich, und ich bin bereit, Opfer dafür zu bringen in seinem Namen. Deshalb werde ich das Böse bekämpfen, wo und wann immer es mir begegegnet, und damit das Gute vermehren, auf dass sein Siegeszug währet immerdar. Und der Triumpf wird ein endgültiger sein, wenn das Böse schließlich ausgemerzt ist samt seinen falschen Prophezeiungen und Verfechtern. Denn wo das Böse sein ruchloses Haupt erhebt, werden wir es abschlagen, wo es sich dem Guten entgegen stellt, weden wir es niederrennen, wo der Glaube an das Gute in Frage gestellt wird, werden wir antworten! Und unsere Antwort wird endgültig sein!

Deshalb, Ihr Fehlgeleiteten, Ihr Zweifler, Ihr Fremdgläubigen, Ihr Kleingläubigen, hört unsere Botschaft: Schließt Euch der Sache des Guten an oder rennt in Euer Verderben mit dem Bösen!
Ihr habt die Wahl, Euch zu entscheiden: Für das lebendige Gute oder für das Totenreich des Bösen.
Es liegt allein in Eurer Hand, das Gute zu wählen, oder es zu verschmähen und damit Euer eigenes Urteil zu fällen. Ich selbst bin der lebende Beweis, dass der Glaube an das Gute richtig ist und belohnt wird. Denn ich bin am Leben, und Ihr alle, die Ihr Böse seid, gehört zu den Todgeweihten. So belohnt unser guter Gott alle Gläubigen und straft die Ungläubigen. Amen!
(wird fortgesetzt)





© Siegfried Galter 19. 01. 2015

„Mordsrespekt“ - eine Kardinaltugend im Amt des Verteidigungsministers?

Montag, Dezember 16th, 2013

Lady Riefenstahlhelm
Der neue Kopf des bundesdeutschen Verteidigungsministeriums ist blond, weiblich, und trägt, neben scheinbar unerschütterlichem Selbstbewusstsein, seit je eine beunruhigend stabile Helmfrisur zur Schau.
Ex-Familienministerin #Ursula von-der-Leyen führt als designierte Verteidigungsministerin künftig die Stahlhelm-Fraktion, welche die Verteidigung unserer demokratischen Freiheiten am Hindukusch und darüber hinaus sicherstellen soll und wird. Und zwar bis zum letzten Mann.
Furchtlose Flucht nach vorn war schon seit je die Spezialität der forschen Powerfrau, die ihrem politischen Kriegsnamen „Lady of steel“ schon immer streitbar alle Ehre machte.
Die Vorwärtsverteidigung ist ihr Lieblingsmodus, nachgeben ohnehin nur etwas für Weicheier.
Hatte sich die die siebenfache Mutter schon allein auf Grund ihrer respektablen Reproduktionsrate für ihr früheres Amt als Familienministerin hoch qualifiziert, hat sie spätestens jetzt das deutsche Mutterkreuz verdient: sieben wehrhafte Bundesbürger/ und potenzielle Landesverteidiger/innen hat sie der Nation geschenkt, welche sie nun mit dem Lorbeer des obersten Verteidigungsamts belohnt.

In der gestrigen Talkrunde von Günther Jauch hat von-der-Leyen einen, so wörtlich: „Mordsrespekt“ vor ihrer neuen Aufgabe bekundet. Das spricht für sich. Die Dame hat die Dimension ihrer Mission vollauf erfasst. Damit ist auch klargemacht, dass sich dieser Respekt in erster Linie auf das Amt bezieht, und nicht auf mögliche Kriegsgegner oder Kombattanten im Kampf gegen den allgegenwärtigen Terror. Im anderen Fall hätte sie sich womöglich auf einen „Granatenrespekt“ beschränkt, und damit ihre potenzielle ministeriale wie militärische Schlagkraft unnötig geschwächt. Gut gebrüllt, Löwinnenmähne! Lady Riefenstahlhelm, Deutschland steht angesichts Ihrer Respektsbekundung stramm und geschlossen hinter Ihnen!
Wir wünschten nur, auch andere Minister/innen würden sich ein Beispiel nehmen, und eine ähnlich respektable Führung ihrer Ressorts erwarten lassen:

Im Gesundheitsministerium beispielsweise wäre ein Scheißrespekt hinsichtlich der hygienischen und sanitären Verhältnisse in Bundesdeutschland durchaus angezeigt.
Das Landwirtschaftsministerium erfordert einen Schweinerespekt vor der Kreatur – welcher allerdings leider nicht immer die Erzeuger/ und Verbraucher/innen mit einschließt.
Als Innenminister braucht man einen Höllen-, mindestens aber einen Heidenrespekt für die Anders-, Fremd- und Ungläubigen wie -denkenden.
Das Energie- und Umweltministerium wäre gut beraten mit einem apokalyptischen Respekt vor der Schöpfung, der Natur und den Gefahren der Nuklearenergie…

Wie wär’s zur Abwechslung mit etwas Wähler/innen-Respekt, verehrte Damen und Herren von der Politikerfront? Helm ab zum Gebet!





© Siegfried Galter, 16.12.2013

Schlechte Nachrichten über den Nachrichtendienst

Dienstag, Juli 16th, 2013

Snowden oder Showdown?
Es gab einmal den ddp. Und es gibt die dpa. Und es gibt den BND. Alle drei haben im weitesten Sinne etwas mit Nachrichten zu tun. Die beiden Erstgenannten in dem Auftrag, die Menschen im Lande informiert und auf dem Laufenden zu halten. Der Letztgenannte verfolgt exakt gegenteilige Ziele. Wo der Deutsche Depeschen Dienst und die Deutsche Presse Agentur die Idee von Aufklärung, Transparenz und Selbstbestimmung einer freien Gesellschaft mit mündigen, informierten Bürgern verkörpern, ist der BundesNachrichtenDienst ein fast schon zynisch anmutender Euphemismus in Sachen Desinformation, Verschleierung und Ausspähung. Analog seinem ebenso undurchsichtigen und unkontrollierbaren Big Brother Verfassungsschutz beruft sich der BND darauf, dem Schutz unserer Gesellschaft zu dienen, der Abwehr von äußeren wie inneren Feinden und Gefahren, von denen die Repräsentanten unseres Systems dieses allenthalben umstellt und bedroht sehen. Besonders auch im Innern, von seinen potenziell höchst verdächtigen eigenen Bürgern.
Und wenn gar nichts mehr hilft, dann immer noch das Zauberwort „Terrorabwehr“!
Und so schmarotzern sich unsere bundesdeutschen Staatsschützer durch das Daten-Schlaraffenland, das ihnen übermächtige Freunde und Verbündete freigiebigst zugänglich machen.
Da kann man sich schon ‘mal kooperativ zeigen, so unter Brüdern, eine Hand wäscht die andere.
Und so guckt man halt ‘mal großzügig weg, wenn z.B. Bundesbürger verschleppt und gefoltert werden, wie im Fall el Masri, oder man nutzt die Gunst der Stunde, und schickt zwei Agenten (inkognito, versteht sich!) nach Guantanamo, die dort - ganz privatim - den Murat Kurnaz interviewen – sind eh’ alles Terroristen, die Brüder!
Zu allem Überfluss gibt es zu unser aller Sicherheit ja auch noch den MAD, dessen Kürzel allein schon Programm sein dürfte, wenn wir uns seine Protagonisten als die uniformierte Steigerungsform des BND vorstellen.
Und weil ja eine Nebelkrähe der anderen kein Auge aushackt, glucken sie auch international immer schön zusammen, und hacken sich statt dessen lieber in die Systeme und Staatswesen ihrer Freunde und Mitgenossen ein. Streng geheim, versteht sich. Denn sonst würden sie ja nicht Geheimdienste heißen. Achso, heißen sie ja auch gar nicht! Ob Zentrale Intelligenz-Agentur (CIA – auch so ein granaten-narzisstischer Selbstirrtum), ob Nationale Sicherheits-Agentur (NSA - Sicherheit, doch für wen?), ob BundesNachrichtenDienst (BND), das hört sich doch alles, zu Recht, nur nach höchst kompetenter und diskreter Dienstleistung an!
Nein, wirklich, Nachrichten sind doch nun echt etwas total Unverfängliches. Selbst wenn es so schlechte Nachrichten sind, dass es unserer Bundesregierung glatt die Sprache verschlägt, sowohl gegenüber ihren mehr als zweifelhaften Freunden, als auch gegenüber den ihr anvertrauten Bürgern dieses Landes. Aber es hat auch gute alte Tradition in unserem Lande, von Dingen lieber zu schweigen, von denen man vorgeblich nichts gewusst hat. Und wenn’s dann ganz dumm läuft, hat man im Zweifelsfalle immer nur auf höheren Befehl gehandelt, und somit keine andere Wahl gehabt.

Es gab eine Zeit, da wurden die Überbringer schlechter Nachrichten sang- und klanglos abgemurkst. Heute bezieht sich das wohl eher auf die wenigen Unerschrockenen, die die Stirn haben, die Wahrheit zu verbreiten, wie derzeit Edward Snowden.
Wohl auch deshalb hält sich unsere Regierung so schamhaft bedeckt, wenn es darum geht, die Bürger über das wahre Ausmaß von Bespitzelung, Ausspionierung und Verrat der grundgesetzlich und verfassungsseitig unveräußerlichen Rechte zu informieren: Reden ist Selbstmord. Schweigen ist es nicht minder. Aber es nimmt darüber hinaus den schleichenden Tod der Demokratie billigend in Kauf. Schweigend. Denn die Wahrheit ist lebensbedrohlich, vor allem für die, welche sie fortgesetzt unterdrücken, verschleiern, verbiegen und verheimlichen. Aber es wird ihnen nichts nützen.





© 15. Juli 2013 Siegfried Galter

Verschwörungstheorie und -praxis für Dummies

Samstag, Juli 6th, 2013

Das Übel ist immer und überallEs ist schon seltsam: Politiker, Verantwortliche, sogenannte Leistungsträger und überhaupt alle, die uns Tag für Tag aufs Trefflichste verarschen, schwören jederzeit jeden Meineid, dass alles immer ganz anders ist, als die hysterischen Minderheiten und einige übereifrige Medien sich das in ihrem kranken Wahn so zurechtbasteln.
Natürlich gab und gibt es keine sinistren Mächte und Drahtzieher, wie sie manche Unverbesserliche hinter den wachsenden Zumutungen und Ungeheuerlichkeiten lauern sehen, mit denen wir alle permanent konfrontiert werden. Selbstverständlich sind das alles nur irre Hirngespinste von wenigen Fehlgeleiteten, die der einfachen, transparenten und klar verständlich kommunizierten Realität einfach nicht gewachsen sind. Diese Verschwörungstheoretiker stellen eine Gefahr für sich selbst und natürlich für die Allgemeinheit dar. Deshalb muss und kann solchen armen Menschen sofort und konsequent geholfen werden, sei es durch einfache polizeiliche Maßnahmen, psychiatrische Zwangsunterbringung, durch zielgerichtete Rufschädigung oder am besten gleich durch massive Diskriminierung bzw. Kriminalisierung mit Entzug aller Bürgerrechte.

Denn wer wollte schon ernsthaft behaupten oder gar beweisen, an der weltweit andauernden grassierenden Finanzkrise seien ausgerechnet die rechtschaffenen Bankinstitute und wagemutigen Finanzjongleure schuld? Eine zynische Weltverschwörung gar des Weltkapitals zur Ausplünderung der arbeitenden Massen? Das ist doch Kindergarten, Leute! Gedankengut aus dem sozialistischen Sandkasten! Geht woanders spielen, und lasst die Großen in Ruhe ihr Geschäft verrichten!

Auch das ominöse Kartell der Energieriesen zur Verhinderung einer monopolfreien, flächendeckenden Energieversorgung und einer echten, nachhaltigen und umweltverträglichen Energiewende ist ein immer wieder aufgewärmter, labberiger Mikrowellen-Leberkäse, der seine Halbwertzeit schon zehnmal überschritten hat. Wacht endlich auf da draußen! Die Energien, die Ressourcen sind nun einmal endlich, gerade deswegen müssen sie ja adäquat bereitgestellt und verteilt werden! Und zwar von Spezialisten, die sich darauf verstehen, unterstützt von Politikern, die ihren Mann stehen, wenn es drauf ankommt, so wie Mappus, Altmayer und Kollegen. Kriegen wir das vielleicht ir-gend-wann in Eure verdammten Wutbürger-Schädel hineingeprügelt?

Wären da noch die armen Irren, die hinter jedem lauen Sommerregen eine ausgewachsene Wissenschaftsverschwörung der Leugner von Erderwärmung und Klimaveränderung vermuten.
Hallo? Es gab denkendes Leben auf diesem Planeten, bis Ihr aus Euren Erdlöchern hervorgekrochen kamt! Diese Erde ist schon mit ganz anderen Sachen fertig geworden, als ausgerechnet mit Euren Wahnvorstellungen vom menschengemachten Untergang. Erderwärmung, lachhaft! Die Sommer werden immer kälter, und der letzte Winter war einer der längsten in der Geschichte! Steigende Meeresspiegel? Im großen geohistorischen Zusammenhang ist das doch der reine Killefitz! Auch früher gab es schon große Überschwemmungen, schonmal was von der Arche Noah gehört oder gelesen?! Und, ist die Menschheit deshalb vielleicht ausgestorben? Klar, um Euch Ökoterroristen wär’ es ja nun wirklich nicht schade…

Und wie steht es mit dem viel beschrieenen Komplott der biochemischen Industrie zur Monopolisierung von Saatgut und zur weltweiten Manipulation von Genmaterial? Haben nicht gewissenlose Chemieriesen wie Monsanto und Konsorten längst ganze Kontinente verseucht und in die Abhängigkeit getrieben, mit unumkehrbaren Folgen? Immer langsam mit den jungen Saaten, ja? In Wirklichkeit verfolgen diese selbstlosen Pioniere den historischen Auftrag, endlich den Welthunger zu beseitigen – mit allerneuesten wissenschaftlichen Mitteln und Erkenntnissen. Die investieren Unsummen in die Weltgesundheit und in den Weltfrieden! Zum Wohle der Menschheit, und Ihr wollt das alles kaputtmachen, mit Eurem kleinlich-egoistischen Unverstand! Aber auch Ihr werdet noch winseln um jedes Körnchen Saatgut, das man Euch gnadenhalber zugestehen und zuteilen wird, verlasst Euch drauf!

Das ruchlose Kartell der Lebensmittelindustrie zur Verfälschung, Vergiftung, Verknappung und Verteuerung von Nahrungsmitteln ist auch so eine krude Erfindung von Weltverbesserwissern, die immer nur alles schlechtreden können. Stellt Euch doch mal selbst ans Abfüllband, in eins unserer Labore, oder an die Kette in der Schlachtfabrik, dann wisst Ihr, unter welcher Mühsal Euer Billigfraß hergestellt wird, mit dem Ihr Euch Tag um Tag mästet! Oder schaut Euch einfach mal den veterinärmedizinischen und chemietechnischen Aufwand an, den die Firmen in Landwirtschaft und Industrie betreiben müssen, um all’ die Massen an Lebensmitteln halbwegs preisverträglich zu produzieren, das würde Euch schon Euer vorlautes Maul stopfen! Von den bürokratischen EU-Vorgaben und Fallstricken wollen wir gar nicht erst anfangen – aber Ihr könnt natürlich gerne Eure Futter selbst anpflanzen und auslöffeln, Ihr verdammten Öko-Extremisten, Lohas, Slow-Food-Mampfer, und wie Ihr alle Euch noch gerne so schimpft!

Und wer immer sich die kranke Mär von den höchst verdächtigen Verstrickungen der Pharmaindustrie mit unserem Wissenschafts- und Politikbetrieb aus dem weichen Hirn gewrungen hat, der hat sich ganz sicher ein paar Pillen zuviel reingepfiffen. An unserem Gesundheitswesen sind schon ganz andere genesen, das ist so kerngesund wie unsere Bilanzen! Und Ihr könnt Euch todsicher sein: auch für Euch hoffnungslose Fälle haben wir 100 % eine passende Therapie, die Euch ein-für-alle-Male von Euren Hirngespinsten kurieren wird!

Das undurchdringliche, undurchsichtige und mächtige Lobbyisten-Netzwerk, das unsere demokratische Grundordnung mit ihren Mechanismen zur politischen und gesellschaftlichen Willensbildung systematisch aushebelt, zählt ja sowieso zu den perfidesten Verleumdungen, denen sich unsere blütenreine Demokratie je ausgesetzt sah. Diese beispiellose Schmutzkampagne grenzt an Sabotage, und geht ganz sicher auf das Konto völlig gewissenloser Anarchisten, denen wir mit allen legalen Mitteln der Terrorbekämpfung (Stichwort: Drohnentod) zu Leibe rücken werden.

Gerade zum Thema eklatantes und höchst anrüchiges Versagen staatstragender Institutionen und Behörden, wie insbesondere des Verfassungsschutzes, hat es ja in jüngerer Zeit unfassbar subversive Lügenpropaganda gegeben. Wie andere Weltdemokratien (vor allem die der U.S.A.) sieht sich unser vollkommen unbestechlicher Rechtsstaat fortgesetzt subversiven Angriffen verblendeter Verleumder ausgesetzt, die ihm willkürliche Bespitzelung, Ausspähung und Ausgrenzung rechtschaffener Bürger unterstellen.
Hier werden böswillig Staats- und Justizverschwörungen nach amerikanischem Vorbild konstruiert, die sich vorgeblich systematisch gegen Unbequeme und Whistleblower (z.B. Bradley Manning, Julian Assange, Edward Snowden, Fall Mollath, Dunkelziffer: unbekannt) richten sollen – ein Skandal!
Aber gerade darin beweist sich ein funktionierender Rechtsstaat, der gefeit ist gegen solches Gesockse: der Tatbestand der Subversion wie der vorsätzlichen Staatszersetzung ist längst erfüllt, die Beweise sind geführt, die Konsequenzen hat sich ein Jeder selbst zuzuschreiben. Unsere verschworene Gemeinschaft weiß sich zu wehren, Herrschaften, dass Ihr Euch da bloß nicht täuscht!

An Absurdität jedoch kaum mehr zu überbieten sind jene perversen Gedankenkonstrukte, die ausgerechnet der größten Demokratie der Welt fortgesetzte staatstotalitäre Verschwörungen gegen sogenannte Terrorverdächtige, gegen die eigene Bevölkerung, wie auch gegen befreundete Staaten auf der ganzen Welt unterstellen wollen.
Als ob die U.S.A. jemals weltweit und ungestraft gegen jedes geltende Völkerrecht Kriege vom Zaun gebrochen, Menschen willkürlich zu Vogelfreien erklärt, Unschuldige entführt, gefoltert, eingekerkert und hinterrücks ermordet hätten! Das Land ist im Krieg, Mann! Und im Krieg ist nunmal alles erlaubt, so ist das. Erst recht im Krieg gegen den Terror. Schonmal was von Waffengleichheit gehört, Ihr weicheierigen Friedenswichser? Als ob die U.S.A. jemals die größte Spionageverschwörung aller Zeiten angezettelt hätten, einen Abhörskandal beispiellosen Ausmaßes, der nichts weniger zum Ziel hat als die Kontrolle der gesamten Welt? Wer zur Hölle denkt sich nur solch einen Dünnpfiff aus? Als ob der Arm dieser Mächte so weit reichen würde, den Luftraum europaweit zu sperren, und ein Flugzeug mit Boliviens Staatspräsident Morales an Bord in Wien festzuhalten und durchsuchen zu lassen – auf den bloßen Verdacht hin, ein von den U.S.A. gesuchter Terrorverdächtiger (eben jener bereits erwähnte Whistleblower Edward Snowden) könnte mit an Bord sein? Welchen Film haben die denn gesehen? Als ob die europäischen Regierungsvertreter, allen voran unsere stets zu allem entschlossene Bundeskanzlerin, eine derart eklatante Luft- und Bodenpiraterie auf europäischem Souveränitätsgebiet nicht nur widerspruchslos hinnähmen, sondern willfährig mittrügen?
Das ist so abgrundtief absurd lächerlich, das spottet jeder Beschreibung. Jeder, der das glaubt oder verbreitet, sollte sich zu seinem eigenen Besten umgehend in Behandlung begeben: http://web.de/magazine/nachrichten/ausland/17590108-suche-snowden-boliviens-praesident-wien-landen.html#.A1000145
Dass ich nicht LOLLE! LOL! LOL! Doppel-LOL!

Die große Weltverschwörung gegen uns alle ist längst in vollem Gange, und die Tatsache, dass du geneigt bist, genau das hinter all’ diesen objektiv bestehenden und nachweisbaren Skandalen und Ereignissen zu vermuten, macht Dich, lieber Leser, automatisch zum Terrorverdächtigen! Das heißt, jeder Verschwörungstheoretiker ist eigentlich schon so gut wie der Verschwörung gegen diesen Staat, nein, gegen die über jeden Zweifel erhabene Wertewelt der westlichen Demokratien an sich, überführt.
Und: Auch die Tatsache, dass Du vielleicht unter Verfolgungswahn leidest, bedeutet noch lange nicht, dass sie in Wirklichkeit nicht längst hinter dir her sind.
Jedoch: Eigene Ängstlichkeit, Dummheit, Trägheit und/oder Gleichgültigkeit sind keine Entschuldigung für die schafsgleiche Duldung dessen, was gerade mit uns passiert.
Auf dem Sterbebett zu röcheln und zu jammern: „Ich habe mich geirrt, vergebt mir!“ ist kein Zeichen von Größe, sondern eine Bankrotterklärung des eigenen Lebens. Und was viel schwerer wiegt: es kann den Bankrott der Hinterbliebenen bedeuten. © Siegfried Galter, 06.07. 2013

Die Killerbienen kommen! US-Todesschwa-drohnen - ein Mordkomplott von deutschem Boden?

Freitag, Mai 31st, 2013

„Von deutschem Boden darf nie wieder ein Krieg ausgehen.“
Historische Worte eines Geschichtsbewussten, vom Winde verweht.

Das Land, in dem die Drohnen droh''n...

„In die gezielten Tötungen von Terrorverdächtigen in Afrika durch Drohnen sind US-Standorte in Deutschland maßgeblich eingebunden. Das haben Recherchen des NDR-Politikmagazins „Panorama“ und der „Süddeutschen Zeitung“ (SZ) ergeben.“ (Zitat aus der Hannoverschen Allgemeinen vom heutigen Tage)

Von US-Militärbasen in Deutschland, konkret wurde Ramstein benannt, werden also Killerdrohnen gestartet und gesteuert, die in Zielgebieten im arabischen und afrikanischen Luftraum ihre ruchlose Tötungsmission ausüben. Von mittlerweile 29 Opfern ist die Rede, denen man auf diese chirurgisch sterile Art das Lebenslicht ausgeblasen hat.
Nach Schätzungen internationaler Menscherechtsorganisationen fielen allein bis März 2009 mindestens 600 Zivilisten den Angriffen amerikanischer Killerdrohnen zum Opfer. Heimtückischer Mord per Fernsteuerung von deutschem Boden aus? Womöglich mit Wissen und stillschweigender Duldung unserer demokratisch legitimierten Regierung? Deutschland, das Land, in dem die Drohnen droh’n….
Aber was soll die ganze Aufregung? Die Todesdrohnen operieren doch aus der Luft, auch starten sie nicht von deutschem Boden, sondern von exterritorialem US-Militärgebiet, auf dem wir ohnehin nichts zu melden haben.
Außerdem: im „Krieg gegen den Terror“ ist ohnehin längst jedes Tabu gebrochen, jedes menschliche Maß verkommen. Existenzvernichtende und menschenrechtsverachtende Praktiken und Völkerrechtsverletzungen, die jeder einstmals getroffenen Humankonvention Hohn sprechen, sind heute an der Tagesordnung.
Willkürliche Verfolgung, Festsetzung und Gefangennahme, Entführung und Folter, gezielte Tötung von Terrorverdächtigen, also Mord, alles legitimiert, geduldet, unterstützt, gerechtfertigt und fortgesetzt euphemisiert von den sogenannten Demokratien dieser Welt. Die selbsternannte größte unter ihnen gibt die Erstschlagszahl vor: zum Schutze derselben und ihrer hehren Grundwerte, versteht sich. Das nennt man dann wohl präventive Vorwärtsverteidigung, oder wollt Ihr etwa unter der Scharia leben wie die verblendeten Kameltreiber? Und unser Verteidigungsminister ist ganz vorne mit dabei, schwadroniert in vorderster Front diensteifrigst mit. Killerdrohnen sollen es jetzt werden, nachdem ihm die unsägliche Bruchlandung von Eurohawk doch eigentlich ein unüberhörbarer Warnschuss hätte sein sollen. Durchstarten statt Denkpause, recht so. Wer zaudert, ist schon so gut wie tot, denn der Feind schläft nicht, ist längst auch am Drücker.
„Gnade“! Das ist das Wort, mit dem der Koran beginnt.
„Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde“. Damit beginnt die Überlieferung der christlichen Schöpfungsgeschichte. Von Drohnen und Drohungen steht da kein Sterbenswörtchen.
Und doch handelt es sich hierbei um die Grundlagen der Werte, um die hier vorgeblich Krieg geführt wird.
Aber unsere Administration wäscht einmal mehr ihre Hände in Unschuld, nochmals Zitat aus der Hannoverschen: „Die Bundesregierung betonte auf Nachfrage, sie habe keinerlei Anhaltspunkte, dass Drohnenangriffe über Deutschland geplant oder durchgeführt werden.“
Ist ja auch sonnenklar, denn die Drohnen sind doch für das menschliche Auge unsichtbar, Ihr Dummies! Erst recht, wenn es sich um das getrübte Sehorgan eines rechtschaffenen Politikers handelt.
Außerdem achte man auf die verräterische Wortwahl: „Drohnenangriffe über Deutschland“ waren hier ja (noch) überhaupt nicht Bestandteil der Debatte. Angesichts dieser fast schon mutwillig anmutenden verbalen Verschleierung wird umso klarer: die Gefahr lauert vor allem in dem, was man nicht sieht oder hört. Und erst recht in dem, was man nicht sehen und hören will.




© Siegfried Galter, 31.05.2013

Grass-Geflüster: Was untersagt werden muss.

Montag, April 16th, 2012

Grass lesen - oder besser: Gras rauchen?

Erschlaffte Erkenntnislyrik
Nobelpreisungs-Bonus
Eigenes Fremdverschulden
Erdichtete Wahrheit
Stammtisch-Gestammel
Aufrüstungs-Schiebereien
U-Boot-Kriegstreiberei
Wiedergutmachungs-Heuchelei
Altmänner-Geseiber
Pfeifengezündel im Walde
Weltfriedens-Geschwafel
Abrüstungs-Entrüstung
Vergangenheits-Überwältigung
Antisemitismus-Fetischismus
Unmenschliche Feindlichkeit
Atommachts-Umnachtung
Politische Hohlheit
Correctness-Gefasel
Vereinigte Einseitigkeit
Totalitarismus-Verblendung
Menschenrechts-Zersetzung
Erstschlags-Irrsinn
Gesinnungseitelkeiten
Wahrheitsvereitelung
Unsägliche Besserwisserei.

Sag’ ich doch!

© Siegfried Galter, Montag, 16. April 2012




Die SÜDDEUTSCHE deckt auf: Nazis im Westen sollen Terror-Trio geholfen haben!

Freitag, Dezember 9th, 2011

Wo fängt der Todesstreifen des Nazi-Terrors an? Im Westen ist keiner mehr sicher!

Wo fängt der Todesstreifen des Nazi-Terrors an? Im Westen ist keiner mehr sicher!

Wie jetzt: Hier bei uns, HIER IM WESTEN gibt es etwa auch Nazis? Seit wann denn das? Steht denn der antifaschistische Schutzwall nicht mehr, der die braunen Horden im finsteren Osten von uns fern hält? Wenn das `mal kein ganz abgefeimter Trick der berüchtigten OST-Propaganda-Maschinerie ist?
Laut Exklusivbericht in der SÜDDEUTSCHEN (!) von heute früh, 06.09 h Ortszeit, habe ein Rechtsradikaler zugegeben, „dass das Trio aus dem Osten bei der harten rechtsextremistischen Szene in Westdeutschland bekannt gewesen sei. In einem Fall will er mit Kameraden Örtlichkeiten für einen Mord des Terror-Trios ausspioniert haben.“
Wie ist so etwas möglich, gerade einmal 20 Jahre nachdem wir uns mühsam an der Mauer und an der Vergangenheitsbewältigung abgearbeitet haben? Warum kann der Bundesgrenzschutz seinen Aufgaben nur so ungenügend gerecht werden? Und wo bleibt, bitte schön, der Verfaschungsschutz, oder ist der etwa auch schon von den roten, ääh braunen Terror-Faschisten aus dem Osten unterwandert?! Wie lange schon sickern die braunen Banden heimlich bei uns ein, und bilden hier eine unheimliche „harte rechtsextremistische Szene“, von der man vorher noch nie gehört hat?! Wie können diese ostischen Killerschwadronen hier ungestört ihr teuflisches Terrorhandwerk ausüben, und den westlichen Sektor systematisch in einen Todesstreifen verwandeln?
Kann ich mich als westdeutscher Staatsbürger denn nicht einmal mehr auf unserem ureigenen Territorium sicher fühlen vor dieser imperialistischen Fascho-Bedrohung aus dem Osten? Das sollte allen Wiedervereinigungs-Träumern und Blümchen-Sozen endgültig die Augen öffnen! Und dafür zahlt man jetzt seit Jahr`und Tag brav seinen Solidarbeitrag!
Herr SZ-Redakteur Hans Leyendecker, bitte klären Sie uns auf!

© Siegfried Galter, 09.12. 2011

Heer und Stahl und Blut und Boden: Von fatalen Namenskonstellationen mit unguten Assoziationen.

Mittwoch, November 30th, 2011

Michel, mach´die Augen auf - es stinkt in D!

Michel, mach´die Augen auf - es stinkt in D!

Der vielzitierte „Deutsche Michel“ - wie kommt er eigentlich zu seinem Namen?
Zitat Brockhaus: „Die spöttische Bezeichnung für den Deutschen, meist gemünzt auf den biederen, unpolitischen, etwas schlafmützigen Bürger, findet sich erstmals 1541 in der »Sprichwörtersammlung« des deutschen Dichters Sebastian Franck (1499 bis 1542 oder 1543). …“
Nun, jene spezifischen „Michel“-Attribute ließen sich wohl auch heute noch auf die tumbe Mehrheit fast jedes europäischen Staatswesens anwenden.
In seiner bräsig-behaglichen Selbstbeschränkung gefiel sich jedenfalls der deutsche Michel in den letzten 50 Jahren darin, eine möglichst unbefleckte Weste zur Schau zu stellen, was seine braune Vergangenheit betrifft (nicht nur sauber, sondern rein!). Gelegentliche olfaktorische Irritationen von Kloakengeruch mit eindeutiger Naziherkunft wedelte er stets, mit machtvoller staatlicher Duldung und gutbürgerlicher Geste, von rechts nach links hinweg. Jüngst jedoch war der Gestank nicht mehr zu ignorieren, und geschockt musste der deutsche Michel zur Kenntnis nehmen, dass er ihn die ganzen Jahrzehnte mit sich herumgeschleppt hatte: Die nazibraune Kacke klebte unter seinem rechten Schuh und stank zum Himmel. Nun gut, könnte man einwenden, auf Grund einer sehbedingten Schwäche auf dem rechten Auge konnte der Ärmste das einfach nicht früher bemerkt haben – geschenkt. Ist halt nur ein armer Michel, und die Welt, Deutschland im besonderen, hat doch genug andere Probleme - im Moment sowieso. Da kommt unserem Staat und seinen hochorganisierten Ordnungsorganen so eine kleine isolierte Nazi-Mörderbande doch sehr ungelegen. Zum Glück und in weiser Voraussicht haben zwei dieser unglückseligen, verblendeten Minderheit sich schon freiwillig von eigener Hand aus ihrem todbringenden Leben entfernt (das möchte man zumindest den unbedarften Michel glauben machen). So verbleibt ein recht überschaubarer Aufklärungsbedarf, wie gesagt, es kann sich ja nur um eine kleine isolierte Terrorzelle handeln, da ja über zehn Jahre keinerlei Hinweise auf ihre Existenz hingedeutet haben. Lassen wir also den ganzen braunen Sumpf und die mehr als suspekt anmutenden Versäumnisse des Verfaschungsschutzes also einfach rechts hinter uns liegen, und verweisen an dieser Stelle auf eine kleine, aber dennoch bemerkenswerte Koinzidenz im aktuellen Verlauf dieser Geschichte:

Bereits in einem früheren Beitrag hatte ich mich mit den zuweilen ominös anmutenden Zusammenhängen von Namen, Namensgebung und ihrer kontextuellen Einordnung befasst. Eigentlich ganz harmlose Begriffe wie „Blut“ oder „Boden“, die in ihren ursprünglichen Bedeutungszusammenhängen rein sachlich verwendet werden können, ohne eine Gänsehaut zu verursachen, entwickeln in anderen Kontexten plötzlich eine geradezu dämonische Dimension, man denke nur an Horrorfilme oder die Machenschaften von Bodenspekulanten(!). Ein ganz ähnliches Schicksal erleiden die Träger prinzipiell unverfänglicher Nachnamen wie „Heer“ oder „Stahl“, die es in Deutschland sicher tausendfach gibt. Auch dass die Namensinhaber den prinzipell mehrheitlich ehrbaren Beruf des Juristen ausüben, stellt keinerlei Beeinträchtigung oder Bedenklichkeit dar. Ein Chirurg namens „Fleischhauer“ oder ein Bankier, der sich „Offergeld“ nennt, gerät da schon viel eher in ein ominöses Licht. Dennoch kann es einen zumindest merkwürdig berühren, wenn die beiden Juristen, welche jetzt die Verteidigung von Beate Zschäpe (der Dritten im Bunde des Nazi-Mördertrios) übernommen haben, ausgerechnet auf die Namen „Heer“ und „Stahl“ hören.
Unbenommen, dass es sich bei diesen Beiden um offenbar unbescholtene und kompetente Vertreter ihres Standes handelt, hat diese Konstellation für mich eindeutig Gänsehautpotenzial. Hätten die sich nicht jemand anderen suchen können, den sie verteidigen wollen? Mensch, da draußen rennen soooo viele schöne und vielversprechende Verbrecher und Straftäter herum, aber nein, ausgerechnet die verqueren Nachläufer der hirnkranken “Blut-und-Boden”-Ideologie müssen die verteidigen. Mene, mene Tekel, bei Nazis siegt – der Ekel. Da helfen weder Stahl noch Heer. (N)amen.
© Siegfried Galter, 30.11.2011




55-plus – von der unbezahlbaren Weisheit des Alters

Montag, Oktober 31st, 2011

Der Horror vacui - er lauert hinter der großen Zahl...

Der Horror vacui - er lauert hinter der großen Zahl...

„Mit dem Alter kommt die Weisheit“, heißt es doch immer so schön. Nun, wenn wir Weisheit mit Erkenntnis gleichsetzen wollten, und die Spruchweisheit auch umgekehrt gilt, dann wären wir wohl innerhalb der letzten fünf Jahre mit Lichtgeschwindigkeit gealtert. So viel Erkenntnis war nie!

Aber der Reihe nach:
Vor gefühlt hundert Jahren, also ungefähr noch im letzten Jahrtausend, waren Banken und der Staat Institutionen, denen man mit gewisser ehrfürchtiger Scheu begegnete, galten sie doch weit gehend als unfehlbar. Jedenfalls waren ihre Machenschaften für uns Normalsterbliche seit je so undurchschaubar, dass man lieber an ihre Unfehlbarkeit glauben mochte, als an ihre Unfähigkeit.
Dann wurden wir aber sehr schnell des Schlechteren belehrt, nämlich, dass auch sie sich durchaus verkalkulieren können, und zwar in nicht ganz unerheblichem Ausmaß. Nun gut, man lernte hinzu, auch diese Institutionen werden nur von Menschen geführt, und die machen nun einmal ganz menschliche Fehler. Geschenkt. Nach 2008 gewann man ein, zwei Jahre, und gleichzeitig die Erkenntnis ganzer Dekaden hinzu. Auch `was wert.
Dann war jedoch zu hören, dass im Finanzwesen mittlerweile Maschinen wesentliche Teile der Entscheidungsprozesse übernommen hätten. Die Rede ist von den weltweit vernetzten Börsencomputern und deren Softwareprogrammen, welche heute weitgehend selbsttätig das Börsengeschehen bestimmen, und damit, wie bereits mehrfach erlebt, unaufhaltsam(!) gewisse fatale Entwicklungen auslösen können. Ein außer Kontrolle geratenes AKW löst gegen so einen Amok laufenden Geldreaktor nur einen leisen Ionenschauer aus.
Auch die Politik schien machtlos, aber das musste ja noch nicht der Weisheit letzter Schluss sein, wenn auch fürderhin immer öfter das magische Adjektiv „alternativlos“ zu hören war. Mangels Alternativen sah man sich weniger geneigt als genötigt, das angeschlagene Vertrauen durch immer weitere und ewigkeitsfeste Vertrauensbeweise zu unterfüttern.
Denn Panik ist das Gegenteil von Weisheit. Wenn aber Weisheit auf Erkenntnis beruht, und diese erst mit dem Alter kommt, dann sind wir womöglich einfach schon zu alt, um noch zu reagieren oder gar zu fliehen? Rein gefühlt könnte das stimmen: Eine Bankrotterklärung jagt die nächste. Jeder Kredit jedenfalls ist spätestens seit vorgestern vollends verspielt, das Vertrauen endgültig futsch. Pünktlich zu Halloween kennt der Horror keine Grenzen mehr.
Es war ja mit allem zu rechnen, aber nicht damit, dass diejenigen, denen man sein sauer verdientes Geld, seine Steuern, seine Zukunft und seine Rente anvertraut, noch nicht einmal die fundamentalen Grundrechenarten beherrschen, und Plus und Minus verwechseln.
Da kommen dann schnell `mal ein paar €uro zusammen, ehe man sich”’’s versieht womöglich gar 550500000000,- PLUS!
Dabei könnte alles so schön sein! Mit 55-plus fängt doch das gute Leben erst so richtig an? Speziell, wenn einem das gnädige Schicksal gerade unverhofft 55 Millärdchen plus ein paar hundert Milliönchen in den Schoß geworfen hat?
Wie hieß doch noch diese schöne Ereigniskarte bei Monopoly? „Bankirrtum zu Deinen Gunsten, ziehe 200 Mark ein!“ Juhuu! Da war die Freude immer groß über diesen schönen blauen Spielgeld-Lappen. Und jetzt, in Zeiten der weltweit grassierenden Hyperinflation, können wir uns kaum über diese läppische Summe freuen? Kein Wunder, mildert sie doch unser Staatsdefizit gerade einmal um ein lumpiges Prozent.
55,5 Milliarden €uro, das ist gerade einmal die Hälfte des saarländischen Jahresprodukts.
Und bekannter Maßen gehört das Saarland nicht zu den strukturstarken Säulen unserer Republik. Auch die italienische Mafia lacht über solche Peanuts, pro Jahr erwirtschaftet diese tüchtige Organisation locker mehr als das Doppelte dieser Summe!
Es liegt in der Magie der großen Zahl, dass wir uns über solche Schicksalsgeschenke im fortgeschrittenen Menscheitsalter einfach nicht mehr angemessen freuen können.
Denn, wie bereits in einem früheren Beitrag (vor gefühlt 50 Jahren) festgestellt, rechnet man heute einfach in anderen Dimensionen, nämlich in Billionen.
Allerdings hat ein kluger Mensch festgestellt, dass es ca. 1500 Jahre dauern würde, wollte man laut von Eins bis 55,5 Milliarden zählen. Grob gerechnet jetzt, also plus/minus X Jahre. So viel Spielraum muss sein.
Vielleicht rechnet ein anderer kluger Mensch ja einmal aus, wie lange es wohl dauern würde, die Gesamtschuldensumme dieser Welt Zahl für Zahl nur auszusprechen, geschweige denn, zu tilgen?
So alt kann die Menscheit gar nicht mehr werden, um das noch zu erleben.
Aber so alt aussehen tun wir heute schon. Happy Halloweeeeen!

P.S.: Auf die derzeit sieben Milliarden Menschen verteilt, würde jeder immerhin € 7,85 von dem 55,5 Milliarden-Segen abkriegen. Davon kann man sich bei Old Mac D schon ein ganzes Menü leisten!

© 31. 10. 2011 Siegfried Galter. Bild: Collage/Fotolia