Archive for the ‘Versorgungskrisen’ Category

Und woran glaubst Du so? (X)

Freitag, Januar 30th, 2015

SurvivorIch glaube an die Überlegenheit. An die Überlegenheit der menschlichen Rasse, um genau zu sein. Es gibt keine andere Spezies auf diesem Planeten, die dem Menschen ebenbürtig wäre. Aus gutem Grund.
„Macht Euch die Erde untertan!“ So steht es sogar schon in der Bibel. Der Mensch ist die Krone der Schöpfung, das steht fest. Dabei sah das anfangs gar nicht danach aus. So sind die äußeren Schutzmechanismen der menschlichen Rasse nicht besonders ausgeprägt, und der frühe Homo Sapiens sah sich dadurch den Unbilden und Gefahren der Elemente und Nahrungskonkurrenten relativ stark ausgesetzt. Er hat kein Fell, keine Reißzähne, keine scharfen Krallen, kann nicht besonders gut schwimmen, kann nicht fliegen, er ist nicht besonders groß, kräftig oder wehrhaft. Aber er ist intelligenter und aggressiver als alles, was sich sonst auf diesem Erdball regt. Dadurch hat der Mensch die Fähigkeit entwickelt, in nahezu allen Klimazonen der Erde Fuß zu fassen, sie bis ins letzte unberührte Fleckchen zu erschließen, zu besiedeln und auszubeuten, und damit andere Arten und Konkurrenten kompromisslos zu verdrängen. Jetzt schickt er sich gar an, den Weltraum auszuloten und für menschliches Leben zu erobern. Er hat Eiszeiten und Katastrophen kosmischen Ausmaßes überlebt, denen andere, scheinbar besser ausgestattete Spezies nicht gewachsen waren. Seither musste eine apokalyptisch anmutende Anzahl an Lebewesen auf diesem Planeten dem Menschen Platz machen. Die Dinosaurier sind ausgestorben, die Mammuts sind ausgestorben, die Säbelzahntiger sind ausgestorben, jeden einzelnen Tag sterben geschätzt weitere 150 Tier- und Pflanzenarten aus. An die 10.000 Arten stehen aktuell an der Schwelle zur Ausrottung. Nur der Mensch lebt weiter. Nein, nicht nur das, er vermehrt sich in ungeahntem Ausmaß. Denn auch das ist eine der unwiderstehlich starken Seiten seiner einmaligen Erfolgsgeschichte. Anders als bei den meisten Warmblütern ist der menschliche Reproduktionszyklus nicht an Brunftzeiten gebunden, und so kann die Vermehrung der menschlichen Rasse praktisch ununterbrochen stattfinden. Aktuell gibt es über 7 Milliarden Menschen, und laut einer UN-Prognose zur Entwicklung der Weltbevölkerung wird diese bis zum Jahr 2100 auf 10,1 Milliarden anwachsen. “Seid fruchtbar und mehret Euch!” Auch diesen biblischen Auftrag hat der Mensch mustergültig erfüllt. Das bedeutet, dass sich unsere Zahl allein in den letzten 100 Jahren nahezu verdreifacht hat! Sieben Milliarden, das ist eine Zahl mit neun Nullen, die für ebenso viele Menschen steht, mit ebensovielen Mäulern, die es zu stopfen gilt, Tag für Tag für Tag. Und sie alle verfügen heute über ausreichend Nahrung und Energie, um sich weiter zu vermehren und auszubreiten. Wenn das kein Beweis unserer absoluten Überlegenheit ist! Charles Darwin hatte recht mit seiner These: Nur die überlegene Spezies wird überleben. Und das ist nun einmal der Mensch. Eine Erfolgsstory der Evolution. Sie wird fortgeschrieben werden, wir werden weiter leben, auch wenn es eines schönen Tages kein anderes Leben mehr geben sollte auf diesem Planeten als das menschliche - es kann ja auch gar nicht anders sein. Das ist mein fester Glaube an die Zukunft. Wir werden es zwar nicht mehr erleben, aber Sie werden sehen, dass ich recht behalte! (frei nach: Ernst Elias Niebergall)

(vorläufiges Ende der Erfolgsstory)

© Siegfried Galter 30. 01. 2015, Bildquelle: Wikipedia

Und woran glaubst Du so? (III)

Mittwoch, Januar 21st, 2015

Reich werden, ohne rot zu werdenGanz klar: Ich glaube an die Macht des Geldes. Geld ist alles, und ohne Geld ist alles nichts.
Wer das Geld hat, hat die Macht, so ist das nun einmal. Also kann man sich ganz einfach entscheiden: will ich mit den Mächtigen sein oder bei den Ohnmächtigen. Ich habe meine Entscheidung getroffen. Die richtige Entscheidung. Eine gute Entscheidung. Denn um Anderen Gutes zu tun, braucht man schließlich auch Geld, oder. Ohne Geld kann man noch nicht einmal für sich selbst etwas Gutes tun. Das wird oft vergessen – gerade auch von den Gutmenschen, die uns unser Geld so gerne missgönnen oder sogar wegnehmen wollen. Aber den Glauben an das Geld kann man mir nicht so einfach wegnehmen. Dafür ist das Geld viel zu mächtig. Das zeigt sich ja auch, sobald einmal einer zu Geld gekommen ist. Sogar einer von denen, von den vermeintlichen Antikapitalisten. Das sind dann die glühendsten Konvertiten und Verfechter des Reichtums, das sage ich Ihnen! Die verteidigen ihren neu gewonnenen Glauben mit Zähnen und Klauen!
Ist ja auch klar: Alle, die nichts zu verlieren haben, glauben an ‘was Anderes. Weil sie kein Geld gewinnen können, fehlt ihnen auch der Glaube daran. Also müssen die sich natürlich an ‘was anderes anklammern – etwas, das nichts kostet. Selig sind die geistig Armen. Je weniger die haben, desto fanatischer der Glaube. Das ist schonmal der erste Fehler, den die machen. Weil nur etwas, an das ich glaube, mir auch widerfahren kann. Das heißt, das Problem der Armen ist nicht ihre Armut, sondern ihr fehlender oder fehlgeleiteter Glaube. Natürlich gibt es immer auch ein paar Reiche, die nebenbei auch an Gott glauben oder an Allah oder von mir aus auch an die Sterne. Aber wenn Sie mich fragen, sind das nur die Angsthasen, die fürchten, ihr Geld wieder verlieren zu können. Halbgläubige sozusagen. Die brauchen halt ein Sicherheitsnetz.

Wirklich schlimm dran sind für mich ja die Spinner, die nichts haben, ohne Chance, jemals zu etwas zu kommen, und die doch ans Geld glauben. Aber ohne die hätten wir wohl alle kein Geld, weil die sich ja besonders hart anstrengen, um noch ein Bröckchen vom fetten Kuchen abzukriegen. Insofern sind die gut fürs System und gut fürs Geschäft – nützliche Idioten halt. Genauso macht es doch die Kirche seit Jahrtausenden: lockt die Gläubigen mit Heilsversprechen auf ein besseres Jenseits, und presst ihnen dabei noch den letzten Tropfen Erspartes aus den Rippen. Ja, ich glaube fest an das Geld und trage seine Heilsbotschaft hinaus in die Welt, indem ich ihr meinen Reichtum zur Schau stelle.
Und all’ die armen Schweine, Gläubige wie Ungläubige, schließe ich ein in mein bescheidenes Tischgebet:

Dollar unser
geheiligt werde Dein Name
Dein Reich komme
Dein Wille geschehe
und beschere uns den Himmel
schon hier auf dieser Erden
und mehre die Zahl unserer Schuldiger
wie auch wir deren Schuld vermehren
und erlöse uns von der Versuchung
indem wir dem Besitz huldigen
denn Dein ist der Reichtum
und die Macht und die Herrlichkeit
in Ewigkeit
- Amen.

(wird fortgesetzt)

© Siegfried Galter 21. 01. 2015

Vorsorge tut weh!

Freitag, September 6th, 2013

Gut versorgt in RenteMinijobbern droht Altersarmut??
Mitnichten! Lächerlich:
Minijobber können ihre Altersarmut schon jetzt in vollen Zügen genießen, nämlich dann, wenn sie ihre kümmerliche Altersrente schon heute mit noch kümmerlicheren Jobs „aufbessern“ müssen, um überhaupt existieren zu können.
Und diejenigen unter den bedauernswerten Minijobbern, die heute das reguläre Rentenalter noch nicht erreicht haben, und denen zusätzlich noch zwangsweise Rentenbeiträge von ihrem üppigen Minijobber-Lohn abgeknöpft werden, können sich auch nicht beklagen: Denn sie kommen in den Genuss des besonderen, wenn auch beileibe nicht seltenen Privilegs der vorgezogenen Altersarmut! Gut so! Da können sie sich wenigstens schon ‘mal beizeiten ‘dran gewöhnen, wie ihre weitere Zukunft sich so gestaltet. Von der Leyen, wir danken Dir!





© Siegfried Galter, 06.09. 2013, Foto: Fotolia.com, © roman023 #50014391

Zum Wiehern - wir werden ‘mal wieder im ganz großen Maßstab veräppelt.

Montag, Februar 25th, 2013

Der Zweck heiligt die Lebensmittel
Das höchste Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde, heißt es. Und der höchste Profit lässt sich halt immer auf und hinter dem Rücken der Verbraucher herausschlagen.
Zum Wiehern - wieder einmal werden wir im ganz großen Maßstab veräppelt. Wie so oft, will man uns seitens der Lebensmittelindustrie einen vom Pferd erzählen.
Oder eher ganz im Gegenteil wollte man uns gerade nichts vom Pferd erzählen, das man versucht hat, den unbedarften Verbrauchern da unterzujubeln. Andererseits: Ein Etikettenschwindel mehr oder weniger, kommt es darauf wirklich noch an? Hauptsache, der Gaul ist gesund, oder? Bio-Eier, mit denen eindeutig ‘was faul ist. Und weiter? Kräht da wirklich irgendein Hahn danach? Hat sich da vorher irgendwer beschwert? Wer die Welt nur mit Hühneraugen betrachtet, dem hilft auch keine Brille weiter. Höchstens die Klobrille, durch die letzten Endes sowieso alles seinen unvermeidlichen Gang geht. Überhaupt sollten wir vielleicht endlich damit aufhören, das Pferd vom Schwanz her aufzuzäumen. Sehen wir’s statt dessen doch einfach positiv: Je weniger Rind im Rindfleisch enthalten ist, desto geringer die Gefahr, am Rinderwahnsinn zu erkranken. Und das Bio-Label wirkt sowieso in erster Linie psychologisch-sedierend auf überkritische Konsumenten. Das Huhn versteht nichts von Psychologie und hat folglich nichts davon. So wird ein Schuh d’raus.

Wir wollen ja nicht dauernd darauf herumreiten, aber wäre es nicht wirklich angezeigt, Ross und Reiter zu benennen? Wir sollten die Verantwortlichen in ihren Ministerien, Stabsstellen, Kontrollgremien und Behörden endlich ordentlich auf Trab bringen, oder!
Der Pferdefuß an der Sache ist nur: Da kann man sich leicht einmal vergaloppieren, gerade als Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz sollte man schon sattelfest sein in seiner/ihrer Materie. Nicht immer nur „Hü!“ und „Hott!“, sondern klare Ansagen sind hier gefordert.
Da lässt sich aber noch einer draufsatteln: Man sollte endlich einfach die Kennzeichnungspflicht für Lebensmittel den tatsächlichen Gegebenheiten entsprechend modifizieren, Vorschläge: „Kann Spuren von Rindfleisch (Pferde-, Schweine-, Hühner-, Fremdfleisch…) enthalten.“ „Entspricht einwandfrei biologisch nachweisbarer Erzeugung.“ „So weit nicht anders vermerkt, wurden zur Herstellung dieses Lebensmittels Organismen biologischer Herkunft verwendet.“ „Frei von eindeutig rückverfolgbaren genetischen Rohstoffen“ Der Fantasie sind hier kaum Grenzen gesetzt, bei entsprechend kreativer Auslegung sollte selbst der europäische Amtsschimmel diese Hürden nehmen können. Wenn nicht, wird er halt notgeschlachtet und seiner Zweitverwertung zugeführt. Der Zweck heiligt schließlich die Lebensmittel!
Ob Adam und Eva sich seinerzeit auch von einem Pferdeapfel hätten in Versuchung führen lassen?
Aus heutiger Verbrauchersicht wohl in erster Linie eine Preisfrage. Einem geschenkten Gaul schaut man halt nicht ins Maul. Man hat schon Pferde kotzen sehen. Allein der Verbraucher ist genügsam wie ein Ackergaul und frisst klaglos alles, was man ihm so vorsetzt. Nur Kosten darf es nix. Zum Kotzen!

© Siegfried Galter, Bild: Wikipedia

Pferdeäpfel frei: Die E10-Gebote

Freitag, August 26th, 2011

Wer veräppelt wird, sollte sich mit Pferdeäpfeln bewaffnen!

Wer veräppelt wird, sollte sich mit Pferdeäpfeln bewaffnen!


Oh holdseliges Mittelalter! Da gab es noch Zünfte, einen wirklich freien Markt, echte Qualitätsprodukte, und es gab auf jedem Marktplatz einen Pranger. An dem wurde jeder öffentlich geschmäht, verhöhnt und angespuckt, der sich gegen die Zunftordnung oder sonstige geltende Sitten, Gebräuche und Übereinkünfte vergangen hatte. Besonders gern sah man dort jene Lumpen und Betrüger, die dem Volke minderwertige Waren für überteuertes Geld aufzunötigen trachteten. Tempi passati.
Wir sehen uns dagegen heute konfrontiert mit allmächtigen Konzernen, die uns, dank tatkräftiger staatlicher Unterstützung oder zumindest politischer und juristischer Duldung, beliebig das letzte Hemd ausziehen dürfen. Jüngstes Skandalbeispiel ist das E10-Debakel, welches nun einen grotesk anmutenden Ausgang nimmt:
Mangels Nachfrage (freier Markt!!!) wurde die Versorgung mit der „Öko“-Plörre nun nach und nach wieder eingestellt. Die Mineralölkonzerne, von der Regierung genötigt, blieben zwar auf ihrem zweifelhaften Produkt sitzen, auf den Kosten werden sie jedoch erklärter Maßen nicht sitzen bleiben. Sowohl die Belastungen für die Bereitstellung, als auch die von der Regierung wegen Nichterfüllung der Verkaufsquote (freier Markt!!!) verhängte Konventionalstrafe werden die „Versorger“ natürlich an uns Verbraucher weitergeben (durch erhöhte Preise ihrer anderen Produkte), so die heute verlautbarte Erklärung.
Was genau so zu erwarten war. Schließlich leben wir nicht mehr im Mittelalter, wo jeder kaufen konnte, was ihm gerade in den Kram passt!
Das folgt mit unerbittlicher Konsequenz der nämlichen kruden Logik, nach der wir den Ausstieg aus der Atomkraft mit zusätzlichen Milliarden zu bezahlen haben, die wir den Energiekonzernen kompensatorisch dafür schulden, dass Sie unseren Planeten auf Jahrtausende hinaus verseucht haben.

Ich wünsche mir die selige Zeit der Pferdegespanne zurück. Nicht nur, dass man den braven und sparsamen Kleppern zu Fressen geben konnte, was man wollte – nein, auch höchst vortreffliche, umweltverträgliche und wachstumsfördernde Wurfgeschosse lieferten sie uns frei Hand. Pferdeäpfel – Feuer frei!

Hier zur Vergewisserung der berechtigten Empörung nochmals die gültige Gesetzeslage. Widerstand ist das Gebot der Stunde!

“Und es begab sich aber, dass ein Gebot vom Obersten Rate ausging, umfassend die E10-Gebote, als da lauten:”

Die E10-Gebote

1. Du sollst nicht denken
2. Du sollst nicht tanken:
- Anderen Sprit, als man Dir vorsetzt
- Billigeren Sprit, den man Dir anbietet
(vor allem nicht im benachbarten Ausland!)
- Besseren Sprit, der die Umwelt, Dein Auto und Dein Budget weniger belastet
3. Du sollst mehr E10 tanken, und dadurch:
- mehr Steuern zahlen
- die Volkswirtschaft ankurbeln, indem Du Dein Auto ruinierst
- die verfehlte Regierungspolitik sanktionieren
4. Du sollst nicht Infragestellen die Kompetenz von Experten, Spezialisten, Monopolisten und Lobbyisten im Auftrage und in Diensten der allwissenden Regierung
5. Du sollst nicht begehren Deines Nächsten Jeep, SUV, Benzinkanister, Beifahrerin, noch alles, was Sein ist
6. Du solltst den Namen Deiner Volksvertreter ehren und lobpreisen in alle Ewigkeit, Amen
7. Du sollst eigentlich jeden Sprit schlucken, der Dir vorgesetzt wird, und dafür froh und dankbar sein
8. Du sollst nicht Preisbrechen
9. Du sollst gefälligst jeden geforderten Spritpreis mit jeder noch so hanebüchenen Steuer-Erklärung akzeptieren und bezahlen, gestern, heute und in alle Ewigkeit, Amen
10. Du sollst nicht aufmucken (siehe 1. bis 9.)

© Anus Dei 26.08.2011 Siegfried Galter

Scheisse im Kanonenrohr ….

Donnerstag, Juli 7th, 2011

„… is good for peace and not for war!“

Platzt womöglich der Panzer-Deal mit den Saudis?

Platzt womöglich der Panzer-Deal mit den Saudis?

Das ganze große Geschäft mit den Waffen hat bisweilen doch ein Gerüchlein, man könnte auch sagen: Es stinkt zum Himmel.
Andererseits weiß doch jedes Schulkind: Wenn WIR den Saudis keine Panzer liefern, dann eben der Franzos`, die Amis oder noch schlimmer: die Russen! Also: Scheiss was drauf!

Zumal unsere Exportwirtschaft händeringend auf Geschäfte dieser Art angewiesen ist!
Schließlich müssen wir unseren Status als Europameister im Bereich der Rüstungsexporte sichern! Es geht da immerhin um Größenordnungen von ca. 10 Mrd. € - jährlich.
(Mit genauen Zahlen hält sich unsere Regierung da sauber bedeckt).
Dafür muss eine alte Frau ganz schon viele Klopapierrollenumhüllungen nebenher häkeln, Herrschaften!
Aber es hat ja auch `was Gutes. Schließlich stehen wir doch alle Seit` an Seit` im Kampfe gegen den allgegenwärtigen Terror, oder? Wie jeder weiß, ist da unten in Arabien jeder Demonstrant ein potenzieller Terrorist. Mehr noch als hier bei uns! Hat man sehr schön gerade in Ägypten wieder gesehen. Nicht zu vernachlässigen ist auch die Erkenntnis:
„Scheisse in der Golfregion passierte leider öfter schon!“
Insofern sind die Leos für die Saudis nichts anderes als Friedensschafe im Leopardenfell. Und der Saudi revanchiert sich natürlich im Gegenzug mit der Sicherung der Deutschen Ölreserven. Ist ja auch net nix, gerade angesichts des bevorstehenden Energiekollaps durch den unbedachten und völlig übereilten Atomausstieg.
Außerdem ist es ja überhaupt so, dass man nur Dinge verkauft, die man selbst nicht braucht. Wenn wir die ganzen Waffen im ganz großen Maßstab exportieren, dann also nur, damit sie weg sind aus Deutschland. Hier will die keiner haben, so ist das nämlich! Da kommt hier schon keiner auf blöde Gedanken damit. Mit jedem von uns exportierten Waffensystem oder verschacherten Panzer, der heute über die deutsche Grenze Richtung Ausland rollt, braucht die Welt weniger Angst vor den „bösen Deutschen“ zu haben, gelle? Auch das wirkt stabilisierend und friedenssichernd.

Also: Schluss mit den Latrinenparolen! Alles andere wäre doch der reine Defätismus.
Ansonsten gilt nach wie vor der alte Lateinerspruch: „Si vis pacem, para bellum“ („Wenn Du Frieden willst, sei bereit zum Krieg“). Insofern spitzen sich die Debatten im Deutschen Bundestag jetzt dramatisch zu, und ungeachtet der verhängten Informationssperre der Bundesregierung, welche den braven Bürger davor bewahren soll, womöglich die Nase zu rümpfen, setzt sich die Erkenntnis durch:
„Scheisse in der Politik kommt erstens dünn und zweitens dick!“

© 07.07. 2011 Siegfried Galter

AUSGEHECKT! Was wirklich hinter EHEC steckt…

Dienstag, Juni 7th, 2011

„Ich bin ja so verschossen – in Deine Sojasprossen“ Das war einmal. Ade Du schöne heile Welt des Vegetarismus. Jetzt haben wir den Salat: eiskalte Killertomaten, vergiftete Schlangengurken, tückische Trieblinge jagen uns angstvolle Schauer durch den zusammengekrampften Magen und trachten dem arglosen Verbraucher nach dem Leben.

Es grünt so grün, wenn die Phobien blüh''n ...

Es grünt so grün, wenn die Phobien blüh`n ...

EHEC erhebt sein mörderisches Haupt. Schon ranken sich die wildesten Gerüchte, und verwegenste Verschwörungstheorien treiben ihre obskuren Blüten: Schlichte Hygieneschlamperei, Gülle-Terroristen oder neueste Biowaffen aus dem undichten Genlabor? In dem zusehends dichter werdenden Dschungel aus Vermutungen, Verdächtigungen und Fehlinformationen wird es immer schwieriger, das Offensichtliche wahrzunehmen. Denn wie bei jeder menschengemachten Krise stellt sich doch zuallererst die Frage: Wem nutzt es? Nun, sicher nicht den bereits festzustellenden Opfern und Todesfällen, die es beklagenswerter Weise schon gibt und noch geben wird.
Dabei gibt es doch, bei einigem Nachdenken, nur eine sinnvolle Erklärung für den gerade grassierenden EHECTIZISMUS. Aber warum checkt das denn keiner? Oder haben hier alle Tomaten auf den Augen?
Also, dann ganz langsam zum Mitdenken: Gerade erst hat die ökobeseelte Bürgerbewegung der Atomlobby den Saft abgedreht, oder zumindest kräftig die Rendite verwässert. Grün ist allenthalben auf dem Vormarsch, und wird womöglich noch andere Lobbyistenbranchen empfindlich treffen. Na, schon eine Idee? Wie wär´s denn z.B. mit der Chemieindustrie. Oder Pharma? Oder Verpackungsindustrie? Oder Lebensmittelindustrie? Oder? Oder? Denen geht doch jetzt der Allerwerteste so richtig auf Grundeis, oder? Wenn hier erst einmal die grüne Revolution ins Rollen kommt, bleibt denen doch in diesem Lande kein Schein mehr in der Tasche. Oder? Davor haben die jetzt so richtig Angst. Oder? Deshalb gibt’s jetzt die EHEC-Phobie, jawohl. Die erwischt die Grünzeugfresser dort, wo es ihnen am wehesten tut: An Ihrer kerngesunden und ideologiegesättigten Öko-Plauze nämlich. Vielleicht ist einigen ja aufgefallen, dass es vor allem Bio-Erzeuger und -Produkte waren, die (wenn auch bisher unbewiesener Maßen und fahrlässig voreilig) als mögliche EHEC-Verbrecher oder -Verteiler gebrandmarkt wurden?
Bio-psychologische Kriegführung nennt sich das: Erst wird die Grün-Phobie implantiert, dann wird sie epidemieartig auf die Grünen-Phobie ausgeweitet. So läuft die Chose, liebe Leute.
Indem sie die Grundwerte und die Moral der Öks fundamental erschüttert, genau dort, wo sie sich tagtäglich ihre Saubermannsmoral auffrischen: IM REFORMHAUS.
Aber wenn das Reformhaus erst verseucht ist, gibt’s auch keine Reformen mehr, so einfach ist die Rechnung.
Grün = Bio = Gefährlich! Gülle = Bio = Pfui! Chemie = Sauber = Gesund! Pharma = Sicher = Gut! Usw.usf.
Da soll mal kein unheimlicher Verdacht aufkeimen oder die Fantasie ins Kraut schießen?

„Erst kommt das Fressen, und dann kommt die Moral.“ Soweit die ewiggültige Erkenntnis des alten Berthold Brecht. Und nach der werden die Grünen und ihre sauberen Sympathisanten jetzt fraktionsweise vom Glauben abfallen, wetten dass? Und sie werden endlich die unleugbaren Vorteile von industriellem Fast- und Fertigfood, antibiotischer Massenprophylaxe, keimfrei in Plastik verschweißter Massennahrung und gentechnisch einwandfrei unbedenklicher Nahrungsmittel schätzen lernen.
Nur: was macht der Normalo, der einfach nur seinen Vitaminhaushalt auf herkömmliche und natürliche Art im Gleichgewicht halten will? Da müssen wir jetzt durch! Jede Revolution fordert ihre Opfer, und die Gegenrevolution noch viel mehr!
Bis dahin gilt die alte Regel; „An apple a day keeps the doctor away!“ Warum? Ganz einfach: Äpfel wachsen auf dem Baum, und kein Rindvieh scheißt so hoch, noch nicht einmal mit Dünnpfiff. Vom Verzehr von Fallobst wird allerdings nachdrücklich abgeraten. Ebenso wie von halbgaren Rindviechern.

(c) Siegfried Galter, 07.06. 2011