Archive for the ‘Gesundheitskrisen’ Category

Sei kein Frosch: Warme Milch ist gut für uns alle!

Dienstag, August 27th, 2013

froschleicheweb„Man gewöhnt sich daran“, sagte der Frosch, sich träge in der körperwarmen Milch räkelnd, nicht gewahr werdend der Tatsache, dass er, Opfer eines ebenso ruchlosen wie erschreckend banalen Experiments, bei lebendigem Leibe gegart wurde, indem man die Temperatur ganz sachte immer weiter erhöhte. Er starb einen stillen, würde- und leider auch nutzlosen Tod.




La Jolie et la bête oder die Schönheit und das Biest

Freitag, Mai 17th, 2013

Angst essen Schönheit aufStets sieht sich die Schönheit durch das Häßliche gefährdet. Ebenso wie die Freiheit durch die Beschränktheit, oder die Ruhe durch den Aufruhr, die Gesundheit durch Krankheit. Der Frieden durch den Krieg. Die Gewissheit durch die Ungewissheit.
Genauso wie das Leben durch den Tod.
Keine Existenz ist denkbar ohne ihre elementare Gefährdung oder Infragestellung.
Und wir leben in unsicheren Zeiten, das ist gewiss. So gewiss wie die Statistiken, mit deren Hilfe wir uns wenigstens dieser Tatsache zahlenmäßig verbrieft versichern können.
Rauchen gefährdet unsere Gesundheit. Ebenso wie falscher oder übermäßiger Konsum nahezu aller anderen körpergängigen Substanzen und Verfahren, sei es Fleisch, Fett, Alkohol, Zucker, Medikamente und Drogen oder auch nur natürliches Sonnenlicht.
Von allen anderen Schadfaktoren, über die wir keine Kenntnis oder noch keine gesicherte Erkenntnis haben, einmal abgesehen.
Hält die statistisch belegte Schädlichkeit oder Gefährdung irgendeinen Nikotin-, Drogen-, Alkohol-, UV-, oder Fressjunkie davon ab, weiter an dieser selbstzerstörerischen Verhaltensweise festzuhalten? Selten genug. Wir verbrüdern uns mit unseren Todfeinden, umarmen sie innig und nehmen fatalistisch ihre statistisch signifikante und millionenfach erprobte Letalität in Kauf.
Gleichzeitig kämpfen wir verzweifelt gegen den sichtbaren Verfall, sei es mit Hilfe von Kleidung, Kosmetik oder Körperoptimierung bis aufs Messer - mit Selbstkasteiung, Chirurgie und und Alchemie.

Depression sei die Krankheit zum Tode, heißt es. Ich glaube, die Krankheit zum Tode heißt Todesangst. Sie lässt uns die aberwitzigsten Dinge tun, um dem Unvermeidlichen nicht ins Auge blicken zu müssen. Der Gegner hat uns längst umzingelt, der Sensenmann ist allgegenwärtig. Der Mensch ist des Menschen erbittertster Feind. Und am gefährlichsten ist der Feind in uns selbst. Ein heimtückischer Schläfer lauert in uns auf die Gelegenheit, uns mit körpereigenen Waffen hinterrücks niederzuringen. Krebs, die beängstigende Fratze jeder Horrorvision vom eigenen Ableben. Und jetzt also auch die eigenen Gene. Heute haben wir endlich die Erkenntnismöglichkeiten, den Beweis, und damit auch die Gewissheit: unsere eigenen Gene arbeiten gegen uns!
Wie es Gerhard Polt einmal so trefflich auf den Punkt brachte:
„Wenn die Gene erstmal versaut sind, helfen auch keine Prügel mehr!“
Aber in der modernen Chirurgie haben wir einen mächtigen Verbündeten! Wenn die statistische Wahrscheinlichkeit, an einer bestimmten Krebsart zu erkranken, genetisch quasi vorprogrammiert ist, dann operieren wir das hinterfotzige Teil einfach heraus, bevor eine entartete Zelle auch nur „Piep!“ sagen kann, und ersetzen es notfalls durch eine optimierte und harmlose Nachbildung.
So eine über 80-prozentige, statistisch abgesicherte Erkrankungswahrscheinlichkeit kann einem natürlich eine Scheißangst einjagen, gar keine Frage. Oh unglückselige Angelina, Dein Engelsgesicht soll den grausen Tod nicht schauen. Da heißt es knallhart kalkuliert handeln. Der Krebs oder ich. Den Feind vernichten, bevor er noch aus den Schützengräben ‘rauskommt. Das Biest muss sterben! Die Schönheit soll leben! Silikon statt Karzinom.

Unsere Todeswahrscheinlichkeit beträgt exakt 100 %. Massenhafte Präventiv-Selbstentleibung wäre angesichts dieser überwältigenden und statistisch unleugbaren Gewissheit das aktuelle Gebot der Stunde.
Wem das zu radikal ist, der kann ja, sozusagen als sorgsam abgestimmte „flexible response“ auf die statistisch vorliegende individuelle Gefährdungslage, nach und nach die Gefahrenherde eliminieren, indem er sich peu à peu von den in Frage kommenden Organen und Körperteilen trennt. Auf chirurgischem Wege, versteht sich, und unter begleitender Obhut von Spezialisten des Vertrauens. Heute die Prostata, morgen die Leber, dann später vielleicht noch Teile des Magens, suspekte Brüste, ein Fötus mit einer minderwertigen Gen-Disposition – alles muss ‘raus! Je nachdem könnte auch das Gehirn dran glauben müssen. Prävention tut Not – nichts wie weg damit, bevor es zu spät ist! Bei der Mehrheit sollte der Gewinn an potenzieller Lebensqualität den Verlust an Denkvermögen mehr als wettmachen. Bei nicht Wenigen wird sich dieser finale Eingriff mangels Masse ohnehin erübrigen. Und für unser marodes Gesundheitswesen tun sich langfristig völlig neue Perspektiven auf. Radikalprävention auf höchstem Level. Entledigt Euch! © Mai 2013 Siegfried Galter

Zum Wiehern - wir werden ‘mal wieder im ganz großen Maßstab veräppelt.

Montag, Februar 25th, 2013

Der Zweck heiligt die Lebensmittel
Das höchste Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde, heißt es. Und der höchste Profit lässt sich halt immer auf und hinter dem Rücken der Verbraucher herausschlagen.
Zum Wiehern - wieder einmal werden wir im ganz großen Maßstab veräppelt. Wie so oft, will man uns seitens der Lebensmittelindustrie einen vom Pferd erzählen.
Oder eher ganz im Gegenteil wollte man uns gerade nichts vom Pferd erzählen, das man versucht hat, den unbedarften Verbrauchern da unterzujubeln. Andererseits: Ein Etikettenschwindel mehr oder weniger, kommt es darauf wirklich noch an? Hauptsache, der Gaul ist gesund, oder? Bio-Eier, mit denen eindeutig ‘was faul ist. Und weiter? Kräht da wirklich irgendein Hahn danach? Hat sich da vorher irgendwer beschwert? Wer die Welt nur mit Hühneraugen betrachtet, dem hilft auch keine Brille weiter. Höchstens die Klobrille, durch die letzten Endes sowieso alles seinen unvermeidlichen Gang geht. Überhaupt sollten wir vielleicht endlich damit aufhören, das Pferd vom Schwanz her aufzuzäumen. Sehen wir’s statt dessen doch einfach positiv: Je weniger Rind im Rindfleisch enthalten ist, desto geringer die Gefahr, am Rinderwahnsinn zu erkranken. Und das Bio-Label wirkt sowieso in erster Linie psychologisch-sedierend auf überkritische Konsumenten. Das Huhn versteht nichts von Psychologie und hat folglich nichts davon. So wird ein Schuh d’raus.

Wir wollen ja nicht dauernd darauf herumreiten, aber wäre es nicht wirklich angezeigt, Ross und Reiter zu benennen? Wir sollten die Verantwortlichen in ihren Ministerien, Stabsstellen, Kontrollgremien und Behörden endlich ordentlich auf Trab bringen, oder!
Der Pferdefuß an der Sache ist nur: Da kann man sich leicht einmal vergaloppieren, gerade als Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz sollte man schon sattelfest sein in seiner/ihrer Materie. Nicht immer nur „Hü!“ und „Hott!“, sondern klare Ansagen sind hier gefordert.
Da lässt sich aber noch einer draufsatteln: Man sollte endlich einfach die Kennzeichnungspflicht für Lebensmittel den tatsächlichen Gegebenheiten entsprechend modifizieren, Vorschläge: „Kann Spuren von Rindfleisch (Pferde-, Schweine-, Hühner-, Fremdfleisch…) enthalten.“ „Entspricht einwandfrei biologisch nachweisbarer Erzeugung.“ „So weit nicht anders vermerkt, wurden zur Herstellung dieses Lebensmittels Organismen biologischer Herkunft verwendet.“ „Frei von eindeutig rückverfolgbaren genetischen Rohstoffen“ Der Fantasie sind hier kaum Grenzen gesetzt, bei entsprechend kreativer Auslegung sollte selbst der europäische Amtsschimmel diese Hürden nehmen können. Wenn nicht, wird er halt notgeschlachtet und seiner Zweitverwertung zugeführt. Der Zweck heiligt schließlich die Lebensmittel!
Ob Adam und Eva sich seinerzeit auch von einem Pferdeapfel hätten in Versuchung führen lassen?
Aus heutiger Verbrauchersicht wohl in erster Linie eine Preisfrage. Einem geschenkten Gaul schaut man halt nicht ins Maul. Man hat schon Pferde kotzen sehen. Allein der Verbraucher ist genügsam wie ein Ackergaul und frisst klaglos alles, was man ihm so vorsetzt. Nur Kosten darf es nix. Zum Kotzen!

© Siegfried Galter, Bild: Wikipedia

Winkewinke! Der Papst hat seine Schuldigkeit getan, der Papst kann gehen?

Montag, Februar 11th, 2013

Zum Wohl der Kirche

Habemus Papam? Fehlanzeige! Wir sind Papst? Es war einmal!
Der Papst schmeißt hin! Benediktus macht’s nicht mehr. Da haben wir’s. Die von Kardinal Meisner erst jüngst beklagte „Pogromstimmung gegen die katholische Kirche“ fordert ihr erstes und prominentestes Opfer. Das gab’s noch nie, oder? Naja, fast noch nie jedenfalls. In der wechselvollen Kirchengeschichte ist dies zwar kein singuläres, aber zumindest ein spektakuläres Ereignis: So etwa alle 1000 Jahre kann sowas schonmal vorkommen.
Aber wie stehen wir jetzt da? Wo sein Vorgänger Woytila noch tapfer durchhielt bis zum würdigen Ende, und spätestens damit zum Pontifex der Herzen avancierte, macht Benedikt jetzt altersbedingte Abnutzungserscheinungen geltend, um dem Vatikan einfach so von der Fahne zu gehen. Geht’s noch? Darf der das überhaupt? Einfach so zurücktreten? Die Mitra einfach so den Nagel hängen, den päpstlichen Ornat an der Garderobe abgeben, das Papamobil parken, und das war’s dann? Ist er etwa vom reinen Glauben abgefallen, heimlich? Oder gab es da womöglich doch eine Direktive von höherer Warte? Irgendwelche Unregelmäßigkeiten womöglich? Steht Benedikt etwa auch auf der Abschussliste der unbarmherzigen Rechercheure von „Pontiplag“ und Co.??
Das haben wir jetzt davon. Wie soll der gebeutelte Katholik, die angefochtene Katholikin, an seinem/ihrem Glauben, an seiner/ihrer Kirche festhalten, wenn der oberste Hirte sie so schnöde im Stich lässt in diesen schweren Zeiten? Was soll aus den krisengebeutelten verirrten Schäfchen werden?
Und was sagt der Fahnenflüchtige selbst? “Ich gehe zum Wohl der Kirche.”
Ach, wären nur auch andere Führerfiguren so weitblickend:
Wann hätte man z.B. aus dem Munde eine Konzernlenkers gehört: „Ich gehe zu Wohle des Unternehmens!“ Wann haben wir einen selbstkritischen Politiker je sagen hören: „Ich gehe zum Wohl des Volkes!“
Ein Beispiel, das Schule machen sollte, oder? So mancher würde drei Kreuze schlagen und spontan ein herzhaftes „Halleluja“ oder ein inniges „Hosiannah!“ anstimmen.
Jedoch, wir leben in närrischen Zeiten, und da heißt es wohl eher „Hossa“ statt „Hosiannah“!
Alaaf und Helau, der Papst sagt ciao! Am Aschermittwoch ist alles vorbei? Noch nicht ganz, aber am 28. Februar ist es dann soweit. Das müssen wir dann wohl so zur Kenntnis nehmen, und sagen: Winkewinke!

Der MAHLSTROM

Donnerstag, August 2nd, 2012

Absaufen werdet Ihr!

„Wer wagt es, Rittersmann oder Knapp,
Zu tauchen in diesen Schlund?
Einen goldnen Becher werf ich hinab,
Verschlungen schon hat ihn der schwarze Mund.
Wer mir den Becher kann wieder zeigen,
Er mag ihn behalten, er ist sein eigen.“

(Aus: Friedrich Schiller DER TAUCHER 1797)

Es geht den Bach ‘runter, machen wir uns nichts vor. Vor lauter Krisengetaumel schafft man es kaum noch, jeder einzelnen hinterherzuschreiben, wozu auch? Findet auch so statt, und ohne, dass man sie noch extra herbeizuschreiben bräuchte. Zu kommentieren gibt’s eh’ kaum noch was. Gesetze werden nicht mehr vom Bundestag gemacht, sondern vom Innenausschuss. Schön, das auch einmal erfahren zu haben. Elementare Grundrechte werden nicht mehr á priori gewährt, sondern nur noch auf Antrag, will heißen ihre Inversion zum Nachteil des Bürgers wird nur noch auf ausdrücklichen Antrag der Betroffenen aufgehoben, ansonsten heißt es: Pech gehabt! Bleibt im Zweifelsfalle immer noch der Weg zum Bundesverfassungsgericht, wir sind ja schließlich ein freies Land. A propos Verfassung. In welcher sich der gleichnamige -schutz befindet, will man lieber nicht wirklich wissen. Ebenso die anderen Organe dieses Staates, die unserer inneren wie äußeren Sicherheit dienen (schon ‘mal gehört, dieses Verb?) sollen.
Die BKA-Spitze wurde komplett im Handstreich ausgetauscht - findet offenbar keiner groß merkwürdig, was ein Bundesinnenminister Friedrich da für einen Putsch von oben durchzieht. A propos Organe: Die Beschneidung unserer Grundrechte kann einem schon echt aufs Skrotum gehen. Aber was uns wirklich unter die Vorhaut geht, ist doch die Beschneidung, nein: Verstümmelung hilf- und wehrloser Minderjähriger! Das geht ja gar nicht, sondern greift unsere fundamentalistischen Vorstellungen einer demokratischen Grund- und Weltordnung an, besonders, wenn religiös motiviert.
Thema Organe und Geld: Auch da wird künftig wohl jeder großzügig spenden müssen, damit der Nachschub für der Oberen Zehntausend abgewrackte Lebern, zerrüttete Herzen, saure Nieren etc. nicht zusammenbricht. Spendenbescheinigung gibt’s dann vom Gesundheitsministerium. A propos Finanzen: Die EZB fordert (und bekommt) jetzt demnächst carte blanche in Form von unbegrenztem Kredit! Wenn schon Pleite, dann aber richtig, Freunde! Wir gehen doch nicht mit ein paar lumpigen Billionen Bankrott? Nein, dann schreddern wir nicht nur ein paar belastende Nazi-Aktienbestände (wen die wohl noch so alles belastet haben, äh hätten, ätschebätsche?!), sondern gleich die gesamten Geldvorräte der EU. Und unser aller Zukunft gleich mit. Ist das wenigstens auch gleich mit erledigt. Haben wir irgendwas wichtiges vergessen? Zum Beispiel den milliardenschweren Panzerdeal mit den Wächtern der demokratischen Grundwerte, den Saudis? War da nicht noch ‘was im Vatikan? Das EM-Debakel unserer Fußball-Elf haben wir vorsichtshalber gleich komplett dem dunklen Schlund des Vergessens und Verdrängens übereignet. Ach ja, und unser Wahlrecht ist auch Makulatur. Brauchen wir eigentlich eh’ nicht mehr so richtig, mangels Gebrauch, sprich: stetig schwindender Wahlbeteiligung. Unsere Kanzlerin weilt derweil im Urlaub und unser Land taumelt führer(innen)los am Rande des schwarzen Abgrunds. Besser bekannt auch als das alles verschlingende, dräuende SOMMERLOCH. Ach so vieles, was man besser vergisst noch bevor man’s weiß, und zuverlässig vergisst die Öffentlichkeit, was Sie eh’ nie wissen wollte, macht aber nix, jetzt ist nämlich gerade SOMMERPAUSE!
So kann man eine Demokratie auch in Grund und Boden regieren, oder eben auch: nicht regieren. Den güldnen Becher? Kannste behalten, König von Deutschland.

© Siegfried Galter, 2. August 2012

Alles Alzheimer, oder was? Oder wann? Oder wer? Oder wie?

Mittwoch, September 14th, 2011

Auf der T-online webseite am gestrigen 13.09.2011 gab es unter dem Themenblock „Lifestyle“ einen besonders differenzierten und aufschlussreichen Beitrag zum Thema Demenz (vulgo: Alzheimer) und deren Früherkennung zu lesen.

Das Gesicht politischer Demenz? Sowohl alz auch!

Das Gesicht politischer Demenz? Sowohl alz auch!

Demnach gibt es alarmierende Warnsignale dafür, dass Großteile unseres politischen und administrativen Overheads schon massive Anzeichen dieser mentalen Verfallserscheinung aufweisen, hier aufgeschlüsselt nach den

Acht Anzeichen für Alzheimer

1. Eingeschränktes Urteilsvermögen
„Führen Fehleinschätzungen – beispielsweise in finanziellen Dingen - auffällig häufig zu falschen Entscheidungen, kann das ein Hinweis auf Alzheimer sein.“
Dazu nur folgende Stichworte: Staatsüberschuldung, Bankenkrise, Börsenkrach, Euro-Pleite, Finanzlöcher, krasse Fehlkalkulationen bei fast allen öffentlichen Planungs-und Bauvorhaben … (ad infinitum fortsetzbar)

2. Nachlassendes Interesse an Hobbys

„Alzheimer-Patienten verlieren allmählich ihr Interesse an Hobbys und Aktivitäten. Hat dieses Interesse bei einem Menschen stark nachgelassen, steckt möglicherweise die Alzheimer-Krankheit dahinter.“
Wir wissen nicht, was der/die gemeine Volksvertreter/in, Entscheider/in, Lobbyist/in in seiner/ihrer knappen Freizeit so tut und lässt. Tatsache ist, dass das Gros der Hinterbänkler in Parlamenten und Administration doch nur sein Mandat aussitzt, falls Er oder Sie überhaupt durch Anwesenheit glänzt. Die Übrigen können auf Grund ihrer engmaschigen Verflechtung in Staats-, Wirtschafts- und Personalmachenschaften rein zeitmäßig überhaupt kein Hobby oder gar anderweitige Interessen pflegen als die des Machterhalts und der Vetternwirtschaft. Von Volks- oder Mandatsinteresse jedenfalls keine Spur – mit weiter zunehmender Demenz-Tendenz.

3. Wiederholung von Fragen und Geschichten

„Ältere Menschen erzählen gerne die gleichen Geschichten. Doch wenn auch Fragen und einzelne Sätze auffällig häufig wiederholt werden, kann dies ein Frühsymptom von Alzheimer sein.“
Gebetsmühlenhaft vorgetragene Leerfloskeln, immergleiche Formulierungen, Binsenweisheiten und Appelle bis hin zu wortgleich wiederholten Parteiphrasen (Westerwelle und Co.) sind doch geradezu prototypisch für unsere Politik-Schranzen und Wirtschaftsvertreter. Diagnose: Fortgeschreitende Demenz, und zwar quer durch alle Altersschichten.

4. Schwierigkeiten, mit Geräten umzugehen
„Senioren haben manchmal Schwierigkeiten mit technischen Neuerungen. Gelingt einem Menschen auch die Bedienung einfachster Geräte nicht, ist dies ein Warnzeichen.“
Dabei wollen wir es wiederum bei einem Zitat Guido Westerwelles belassen: „… ein Computer ist für mich ein ganz einfaches Instrument, so wie ein Hammer oder ein Nagel.“
Aber Westerwelle ist da natürlich nicht repräsentativ, und außerdem schon ein echter Senior. Ebenso wie Christian Ströbele, der, befragt, ob er denn einen Computer besitze, antwortete: „Leider ja!“ (Immerhin konnte er sich noch daran erinnern…)

5. Verlust des Zeitgefühls
„Vergesslichkeit muss nicht gleich Demenz bedeuten. Wenn ein Mensch jedoch vergisst, in welchem Monat oder Jahr er sich befindet, kann dies ein Hinweis auf Alzheimer sein.“
Die meisten Enscheidungsträger in diesem unserem Lande, wie übrigens auch anderswo, befinden sich entweder ein einer Endlos-Zeitschleife der Vergangenheit, oder ergehen sich in Zukunftsvisionen ohne jeden Realitätsbezug. Von einer realistischen Wahrnehmung der Gegenwart oder wenigstens einem konsistenten Zeithorizont kaum eine Spur. Höchste Alzheimer-Alarmstufe!

6. Schwierigkeiten mit den Finanzen
„Wenn Menschen den Überblick über ihre Finanzen verlieren, sollten Angehörige hellhörig werden.“
Siehe Punkt 1. oder auch hier bei youtube oder wars doch eher hier?

7. Termine und Verabredungen vergessen
„Eine Verabredung kann jeder mal verschwitzen. Doch wenn wichtige Termine immer wieder vergessen werden, ist das ein Warnzeichen.“
Pflichtvergessenheit und vor allem chronische Vergesslichkeit, was voreilige Wahlversprechen und -zusagen betrifft, kennzeichnen das flüchtige Leben in der Scheinwelt der Politik. Abreden und Koalitionszusagen haben oft nur eine Halbwertzeit von einem Wahlabend – wenn das kein alarmierendes Warnsignal ist?


8. Bestehende Probleme beim Denken und Erinnern

„Wenn Probleme mit dem Denken und Erinnern über längere Zeit bestehen bleiben oder sich sogar verstärken, kann dies ein Hinweis auf Alzheimer sein.“
Auch hier sei es bei einer kleinen Auswahl prominenter Stichworte und Namen belassen:
„Amigo“-Affäre, CDU-Parteispendenskandal, Bayern-LB, Spiegel-Affäre, Flick-Affäre, Zwick-Affäre, Heinrich Lübke, Hans Filbinger, Otto Graf Lambsdorff, Wolfgang Schäuble, Uwe Barschel, Jürgen Möllemann, Klaus Landowsky, Otto Wiesheu, Karlheinz Schreiber, Theodor von und zu Guttenberg, Bill Clinton, George W. Bush, Horst Seehofer, Edmund Stoiber, Muammar al-Gaddafi, Robert Mugabe, Idi Amin, Roland Koch, Manfred Kanther, Erich Honecker, ….and whom ever else it may concern ….

© Siegfried Galter, 14.09. 2011

AUSGEHECKT! Was wirklich hinter EHEC steckt…

Dienstag, Juni 7th, 2011

„Ich bin ja so verschossen – in Deine Sojasprossen“ Das war einmal. Ade Du schöne heile Welt des Vegetarismus. Jetzt haben wir den Salat: eiskalte Killertomaten, vergiftete Schlangengurken, tückische Trieblinge jagen uns angstvolle Schauer durch den zusammengekrampften Magen und trachten dem arglosen Verbraucher nach dem Leben.

Es grünt so grün, wenn die Phobien blüh''n ...

Es grünt so grün, wenn die Phobien blüh`n ...

EHEC erhebt sein mörderisches Haupt. Schon ranken sich die wildesten Gerüchte, und verwegenste Verschwörungstheorien treiben ihre obskuren Blüten: Schlichte Hygieneschlamperei, Gülle-Terroristen oder neueste Biowaffen aus dem undichten Genlabor? In dem zusehends dichter werdenden Dschungel aus Vermutungen, Verdächtigungen und Fehlinformationen wird es immer schwieriger, das Offensichtliche wahrzunehmen. Denn wie bei jeder menschengemachten Krise stellt sich doch zuallererst die Frage: Wem nutzt es? Nun, sicher nicht den bereits festzustellenden Opfern und Todesfällen, die es beklagenswerter Weise schon gibt und noch geben wird.
Dabei gibt es doch, bei einigem Nachdenken, nur eine sinnvolle Erklärung für den gerade grassierenden EHECTIZISMUS. Aber warum checkt das denn keiner? Oder haben hier alle Tomaten auf den Augen?
Also, dann ganz langsam zum Mitdenken: Gerade erst hat die ökobeseelte Bürgerbewegung der Atomlobby den Saft abgedreht, oder zumindest kräftig die Rendite verwässert. Grün ist allenthalben auf dem Vormarsch, und wird womöglich noch andere Lobbyistenbranchen empfindlich treffen. Na, schon eine Idee? Wie wär´s denn z.B. mit der Chemieindustrie. Oder Pharma? Oder Verpackungsindustrie? Oder Lebensmittelindustrie? Oder? Oder? Denen geht doch jetzt der Allerwerteste so richtig auf Grundeis, oder? Wenn hier erst einmal die grüne Revolution ins Rollen kommt, bleibt denen doch in diesem Lande kein Schein mehr in der Tasche. Oder? Davor haben die jetzt so richtig Angst. Oder? Deshalb gibt’s jetzt die EHEC-Phobie, jawohl. Die erwischt die Grünzeugfresser dort, wo es ihnen am wehesten tut: An Ihrer kerngesunden und ideologiegesättigten Öko-Plauze nämlich. Vielleicht ist einigen ja aufgefallen, dass es vor allem Bio-Erzeuger und -Produkte waren, die (wenn auch bisher unbewiesener Maßen und fahrlässig voreilig) als mögliche EHEC-Verbrecher oder -Verteiler gebrandmarkt wurden?
Bio-psychologische Kriegführung nennt sich das: Erst wird die Grün-Phobie implantiert, dann wird sie epidemieartig auf die Grünen-Phobie ausgeweitet. So läuft die Chose, liebe Leute.
Indem sie die Grundwerte und die Moral der Öks fundamental erschüttert, genau dort, wo sie sich tagtäglich ihre Saubermannsmoral auffrischen: IM REFORMHAUS.
Aber wenn das Reformhaus erst verseucht ist, gibt’s auch keine Reformen mehr, so einfach ist die Rechnung.
Grün = Bio = Gefährlich! Gülle = Bio = Pfui! Chemie = Sauber = Gesund! Pharma = Sicher = Gut! Usw.usf.
Da soll mal kein unheimlicher Verdacht aufkeimen oder die Fantasie ins Kraut schießen?

„Erst kommt das Fressen, und dann kommt die Moral.“ Soweit die ewiggültige Erkenntnis des alten Berthold Brecht. Und nach der werden die Grünen und ihre sauberen Sympathisanten jetzt fraktionsweise vom Glauben abfallen, wetten dass? Und sie werden endlich die unleugbaren Vorteile von industriellem Fast- und Fertigfood, antibiotischer Massenprophylaxe, keimfrei in Plastik verschweißter Massennahrung und gentechnisch einwandfrei unbedenklicher Nahrungsmittel schätzen lernen.
Nur: was macht der Normalo, der einfach nur seinen Vitaminhaushalt auf herkömmliche und natürliche Art im Gleichgewicht halten will? Da müssen wir jetzt durch! Jede Revolution fordert ihre Opfer, und die Gegenrevolution noch viel mehr!
Bis dahin gilt die alte Regel; „An apple a day keeps the doctor away!“ Warum? Ganz einfach: Äpfel wachsen auf dem Baum, und kein Rindvieh scheißt so hoch, noch nicht einmal mit Dünnpfiff. Vom Verzehr von Fallobst wird allerdings nachdrücklich abgeraten. Ebenso wie von halbgaren Rindviechern.

(c) Siegfried Galter, 07.06. 2011