Archive for the ‘Dauerkrisen’ Category

Und woran glaubst Du so? (X)

Freitag, Januar 30th, 2015

SurvivorIch glaube an die Überlegenheit. An die Überlegenheit der menschlichen Rasse, um genau zu sein. Es gibt keine andere Spezies auf diesem Planeten, die dem Menschen ebenbürtig wäre. Aus gutem Grund.
„Macht Euch die Erde untertan!“ So steht es sogar schon in der Bibel. Der Mensch ist die Krone der Schöpfung, das steht fest. Dabei sah das anfangs gar nicht danach aus. So sind die äußeren Schutzmechanismen der menschlichen Rasse nicht besonders ausgeprägt, und der frühe Homo Sapiens sah sich dadurch den Unbilden und Gefahren der Elemente und Nahrungskonkurrenten relativ stark ausgesetzt. Er hat kein Fell, keine Reißzähne, keine scharfen Krallen, kann nicht besonders gut schwimmen, kann nicht fliegen, er ist nicht besonders groß, kräftig oder wehrhaft. Aber er ist intelligenter und aggressiver als alles, was sich sonst auf diesem Erdball regt. Dadurch hat der Mensch die Fähigkeit entwickelt, in nahezu allen Klimazonen der Erde Fuß zu fassen, sie bis ins letzte unberührte Fleckchen zu erschließen, zu besiedeln und auszubeuten, und damit andere Arten und Konkurrenten kompromisslos zu verdrängen. Jetzt schickt er sich gar an, den Weltraum auszuloten und für menschliches Leben zu erobern. Er hat Eiszeiten und Katastrophen kosmischen Ausmaßes überlebt, denen andere, scheinbar besser ausgestattete Spezies nicht gewachsen waren. Seither musste eine apokalyptisch anmutende Anzahl an Lebewesen auf diesem Planeten dem Menschen Platz machen. Die Dinosaurier sind ausgestorben, die Mammuts sind ausgestorben, die Säbelzahntiger sind ausgestorben, jeden einzelnen Tag sterben geschätzt weitere 150 Tier- und Pflanzenarten aus. An die 10.000 Arten stehen aktuell an der Schwelle zur Ausrottung. Nur der Mensch lebt weiter. Nein, nicht nur das, er vermehrt sich in ungeahntem Ausmaß. Denn auch das ist eine der unwiderstehlich starken Seiten seiner einmaligen Erfolgsgeschichte. Anders als bei den meisten Warmblütern ist der menschliche Reproduktionszyklus nicht an Brunftzeiten gebunden, und so kann die Vermehrung der menschlichen Rasse praktisch ununterbrochen stattfinden. Aktuell gibt es über 7 Milliarden Menschen, und laut einer UN-Prognose zur Entwicklung der Weltbevölkerung wird diese bis zum Jahr 2100 auf 10,1 Milliarden anwachsen. “Seid fruchtbar und mehret Euch!” Auch diesen biblischen Auftrag hat der Mensch mustergültig erfüllt. Das bedeutet, dass sich unsere Zahl allein in den letzten 100 Jahren nahezu verdreifacht hat! Sieben Milliarden, das ist eine Zahl mit neun Nullen, die für ebenso viele Menschen steht, mit ebensovielen Mäulern, die es zu stopfen gilt, Tag für Tag für Tag. Und sie alle verfügen heute über ausreichend Nahrung und Energie, um sich weiter zu vermehren und auszubreiten. Wenn das kein Beweis unserer absoluten Überlegenheit ist! Charles Darwin hatte recht mit seiner These: Nur die überlegene Spezies wird überleben. Und das ist nun einmal der Mensch. Eine Erfolgsstory der Evolution. Sie wird fortgeschrieben werden, wir werden weiter leben, auch wenn es eines schönen Tages kein anderes Leben mehr geben sollte auf diesem Planeten als das menschliche - es kann ja auch gar nicht anders sein. Das ist mein fester Glaube an die Zukunft. Wir werden es zwar nicht mehr erleben, aber Sie werden sehen, dass ich recht behalte! (frei nach: Ernst Elias Niebergall)

(vorläufiges Ende der Erfolgsstory)

© Siegfried Galter 30. 01. 2015, Bildquelle: Wikipedia

Und woran glaubst Du so? (II)

Dienstag, Januar 20th, 2015

Gesichter des TodesIch glaube an die Erleuchtung. An die Macht des Lichts. An die Wärme und die Leuchtkraft der Liebe. Denn Licht ist Liebe und Liebe ist Macht und Macht ist Gott. Also glaube ich an den Gott des Lichts. Gott ist Licht und er ist die Unschuld und die Reinheit und die Klarheit in Ewigkeit, so ist es. Denn das Licht trennt uns von der Finsternis. Und die ist das Böse.
In wem das Licht leuchtet, der ist wahrhaft erleuchtet, und in wem die Finsternis herrscht, der wird beherrscht von dem Bösen. Deshalb sollten wir danach streben, das Licht zu erschauen, die Erleuchtung zu erlangen, und uns von der Finsternis abzugrenzen. Es ist an uns, das Licht hinaus in die Welt zu tragen, auf dass sie erleuchtet werde! Auf dass die Finsternis vergehe und mit ihr das Böse! Deshalb verhüllt nicht Euer Angesicht, sondern bietet es dem Herrscher dar – immerdar!
Wendet Euch zum Licht, das uns leuchtet aus dem Land der aufgehenden Sonne! Wendet Euch zum Licht, das uns leuchtet aus den Worten der Weisheit und der Erkenntnis! Wendet Euch zum Licht, welches uns dargereicht wird durch die Existenz der Erleuchteten! Wendet Euch zum Licht, das uns Erlösung verspricht! Tretet heraus aus dem Schatten des Bösen, der uns umfängt in der Nacht der Finsternis! Tretet hinaus in das Licht! Tretet hinein in den Kreis der Erleuchteten!
Wer aber sich abwendet, wer sein Haupt verhüllt und seine Sinne böswillig abschottet, wer den Mächten der Finsternis Raum gibt, der ist des Teufels! Sondert Euch ab von jenen, die der Macht der Finsternis huldigen, denn sie sollen in ewiger Dunkelheit verenden.
Ihr aber, die ihr Euch dem Leben, dem Licht und der Leuchtkraft der Liebe geöffnet habt, richtet Euren Strahl hinaus in die Welt, auf dass alle gerichtet werden, welche die Augen böswillig verschließen vor dem ewigen Reich des Lichts!
Wir aber sind angetreten, die Mächte der Finsternis zu bekämpfen, und mit ihnen alle, die sich in der Dunkelheit verbergen. Wir werden sie herauszerren aus ihrem finsteren Versteck, um sie dem Licht der Erkenntnis preiszugeben. Wir werden sie entzünden mit dem göttlichen Funken der Macht und der verzehrenden Kraft allumfassender Liebe. Wir werden sie verbrennen mit dem Leuchtfeuer der Wahrheit. Wir werden das Böse aus ihnen herausbrennen und die Wurzel des Übels ausmerzen. Wir werden ihre ruchlosen Augen blenden, denn das ist das Schicksal der Verblendeten: Sie sollen nur mehr angesichtig werden der Finsterins, die sie verherrlichen. Und so werden sie verharren in ewiger Finsternis, und die Finsternis wird geschieden sein vom Licht. Und es wird sein Licht, und die Schatten des Bösen werden gebändigt sein, ein für alle Mal. Und die Welt wird sein ein Ort des Lichts und der Erleuchtung und des Friedens und der Liebe.
Und wenn wir eines Tages hinübergehen, dann treten wir ins Licht. Und es wird uns umfangen, und wir werden es erschauen und wir werden selbst zum Licht werden, in erleuchteter Seligkeit, in Ewigkeit - Amen.

(wird fortgesetzt)

© Siegfried Galter 20. 01. 2015

Und woran glaubst Du so?

Montag, Januar 19th, 2015

Es lebe der Prophet und seine GüteAlso Ich, Ich glaube ja an das Gute. Also an das Gute im Menschen, und überhaupt – an das Gute in Allem. Das Gute ist ein göttliches Prinzip, das größer und stärker ist als alles andere. Es ist das göttliche Prinzip überhaupt. Deshalb ist alles gut. Auch der Mensch, denn er ist ja Bestandteil, ein ganz besonderer Bestandteil sogar, dieses göttlichen Prinzips. Denn so steht das ja auch schon in der Bibel, im Buch Moses: „ Und Gott sah alles an, was er gemacht hatte; und siehe da, es war sehr gut.“
Das Gute ist in der Welt, es ist in uns, es ist um uns, und es ist an uns, es zu leben und es zu sehen.
Das Gute, es umgibt und umfängt uns allenthalben und auf allen Wegen.
Ja, man muss es nur sehen wollen, dann erkennt man das Gute, und das Böse verschwindet von ganz allein. Und all’ den Böswilligen und Verblendeten, die es nicht sehen wollen oder nicht sehen können, denen müssen wir die Augen öffnen! Wir müssen ihnen zeigen, dass das Gute in allem, in jedem von uns steckt! Diesen Glauben an das Gute müssen wir in die Welt tragen. Das ist unsere Aufgabe und Verantwortung, denn nur so kann die Welt heil werden, nur so kann das Gute schließlich obsiegen. Und das Gute wird obsiegen, ob Ihr es wollt oder nicht! Vor allem wird es obsiegen über alle, die nicht an das Gute glauben, die das Gute verkennen, verleugnen oder gar zu verhindern trachten! Über Diejenigen wird es besonders machtvoll siegen, denn das Gute siegt über das Böse!
Deshalb verschließt Euch nicht, öffnet Eure Herzen, Eure Seelen für das Gute, es ist zu Eurem eigenen Besten! Und natürlich zum Besten der ganzen Welt! Denn wer sich dem Guten verschließt, versündigt sich an ihr, an uns, und an allem, was in der Welt ist, er versündigt sich an Gott selbst!

Und unser Gott ist ein Gott der Güte, deshalb hat ER Erbarmen mit allen, die nicht an ihn glauben können. Und er führt seine verirrten Schäflein hin zum Guten, auf dass alles gut werde auf Erden.
Und wie ein gütiger aber strenger Hirte erbarmt er sich und hält seine schützende Hand über alle, die guten Willens sind. Diejenigen aber, die bösen Willens sind, und den Willen des Herrn böswillig missachten, die müssen sich gewärtig sein seines Zorns. Denn Gott lässt sich den Sieg über das Böse nicht nehmen, und straft alle, die dem Guten widerstreben oder zu widerstehen trachten.

Oh ja, mein Glaube an das Gute ist unerschütterlich, und ich bin bereit, Opfer dafür zu bringen in seinem Namen. Deshalb werde ich das Böse bekämpfen, wo und wann immer es mir begegegnet, und damit das Gute vermehren, auf dass sein Siegeszug währet immerdar. Und der Triumpf wird ein endgültiger sein, wenn das Böse schließlich ausgemerzt ist samt seinen falschen Prophezeiungen und Verfechtern. Denn wo das Böse sein ruchloses Haupt erhebt, werden wir es abschlagen, wo es sich dem Guten entgegen stellt, weden wir es niederrennen, wo der Glaube an das Gute in Frage gestellt wird, werden wir antworten! Und unsere Antwort wird endgültig sein!

Deshalb, Ihr Fehlgeleiteten, Ihr Zweifler, Ihr Fremdgläubigen, Ihr Kleingläubigen, hört unsere Botschaft: Schließt Euch der Sache des Guten an oder rennt in Euer Verderben mit dem Bösen!
Ihr habt die Wahl, Euch zu entscheiden: Für das lebendige Gute oder für das Totenreich des Bösen.
Es liegt allein in Eurer Hand, das Gute zu wählen, oder es zu verschmähen und damit Euer eigenes Urteil zu fällen. Ich selbst bin der lebende Beweis, dass der Glaube an das Gute richtig ist und belohnt wird. Denn ich bin am Leben, und Ihr alle, die Ihr Böse seid, gehört zu den Todgeweihten. So belohnt unser guter Gott alle Gläubigen und straft die Ungläubigen. Amen!
(wird fortgesetzt)





© Siegfried Galter 19. 01. 2015

Mindestlohn: Politik der Nahles-Stiche

Mittwoch, Dezember 18th, 2013

Andrea Nahles sieht rot-schwarzEs wird doch nichts so heiß gegessen, wie es zubereitet wird, deshalb brauchen sich die unterbezahlten Arbeitskolonnen in bundesdeutscher Kapitalistenfron auch nicht nicht allzu gierig die Lippen zu lecken. Einem aktuellen Zeitungsbericht zufolge hat die frisch gebackene Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles zugesichert, dass der #Mindestlohn spätestens 2017 bundesweit gilt.
Das muss man der Nahles lassen: diese äußerst ehrgeizige Vorgabe ist gewiss nicht mit der heißen Nadel genäht. Die erbärmlichen Löcher in den Taschen der chronisch unterbezahlten Arbeitnehmerschaft wird diese Politik der kleinen Stiche kaum stopfen können. Die Nahles legt aber Wert auf die Feststellung, dass es ohne die Festlegung auf einen gesetzlichen Mindestlohn keine Große Koalition gegeben hätte.
Es ist wie im Horizontalen Gewerbe: ohne Hurenlohn keine Kopulation, ohne Mindestlohn keine Große Koalition. Wenn schon, denn schon. Ein Hurensohn, wer Böses dabei denkt. Nur wann, das kann dann doch noch etwas dauern, vor allem, wenn der Partner Ladehemmung hat. Da helfen dann auch kleine Nahles-Sticheleien wenig.
“Ausnahmen wird es nicht geben - trotz aller Fluchtphantasien in Teilen der Union”, so ließ Nahles sich weiter vernehmen.
Wie lamentierte doch einst die eiserne Jungfrau nach dem Verlust ihres wertvollsten Körperteils:
„Wenn Du mir nicht versprochen hättest, mich irgendwann einmal zu heiraten, wäre ich nie und nimmer mit Dir ins Bett gegangen!“
Nur die Wählerschaft ist offenbar nicht so wählerisch, wenn es darum geht, mit wem sie sich leichtfertig einlässt, um sich über die nächste Legislaturperiode die Zeit und jede Lust am tugendhaften Bundesbürgertum vertreiben zu lassen.
Merke:
Wenn Politiker Absichtserklärungen abgeben, dann meist in der Absicht, ihre wahren Absichten zu verschleiern. Das ist doch eine Aussage, auf die man sich getrost einlassen kann - als freier Wähler wie als Freier.

© Siegfried Galter, 18. 12. 2013

Hört, hört! Auch Mutti wird schon abgehört?!

Donnerstag, Oktober 24th, 2013

NSA is everywhereVölker, hört die Signale: Sicherheit geht vor! Das weiß auch unsere Bundeskanzlerin, treu verschworene Mitkombattantin im „Krieg gegen den Terror“, welchen die USA weltweit an allen Fronten führen. Insofern nimmt man ein wenig Kollateralschaden auch seitens unserer Bundesregierung widerspruchslos und billigend in Kauf. Was kümmert uns das leere Geschwätz von Grundrechten, Datenschutz und unverletzlicher Privatsphäre im Angesicht des nackten Terrors? Welches Rechtsgut ist höher einzuschätzen – die Sicherheit oder die überwachte Sicherheit?
„Die Renten sind sicher!“ Das hat uns einst Norbert Blüm als unvergängliche Blüte hinterlassen.
Falschgeld wird im Jargon übrigens auch als „Blüten“ bezeichnet, was wir in diesem Zusammenhang durchaus bezeichnend finden dürfen. Ganz unverblümt werden von den USA weltweit Daten abgegriffen und Telefonate abgehört. Wenn die Inhalte nicht gefallen, oder wenn’s nicht anders geht, werden die dazugehörigen Menschen, darunter Staatsbürger sogenannter „befreundeter Nationen“, auch ‘mal diskret zu einem Spontanverhör verschleppt und ein wenig gefoltert, siehe Beispiele Khaled el Masri oder Murat Kurnaz. So viel ist definitiv sicher.
Aber aufgemerkt: Beim Lieblingsspielzeug unserer Kanzlerin hört der Spaß ebenso definitiv auf, Leute! Wo man beim Fußvolk gerne einfach wegsieht und -hört, wenn in allergrößtem Maßstab ausspioniert und abgehört wird, da gibt es ab einer bestimmten Entscheiderebene doch gewisse Grenzen und Tabus. Sollte man jedenfalls meinen. Weit gefehlt. Die Ohren von NSA und Co. reichen bis ins letzte Hinterzimmer vom Kanzleramt und sogar bis in den diskreten Sakko-Saum von Frau Merkel. Skandalös. Vor diesem Hintergrund bekommt die NSA-Abhöraffäre urplötzlich einen ganz neuen Stellenwert. Ist doch klar. Ist ja absolutes „Neuland“ für unsere Staatslenkerin. Ab heute muss die Geschichte neu bewertet werden.
Schließlich sitzt einem das eigene Sakko enger als die sträflichen Versäumnisse saumseliger Staatsschützer, deren vornehmste Aufgabe der Schutz des Staates vor den eigenen Bürgern ist. Aber wir wollen gerecht bleiben: Immerhin haben unsere hochverdienten Dienste es überhaupt gemerkt, Frau Merkel. Das ist doch auch schon ‘was wert, oder? Außerdem, wer weiß? Vielleicht können sich die Amis von der subtilen Regierungskunst unserer Kanzlerin noch etwas Entscheidendes abschauen – nein, -hören. Nämlich, wie man sehenden Auges stocktaub sein kann für die politischen Realitäten und die Rechte der anvertrauten Bevölkerung.





© Siegfried Galter 24.10. 2013

NSA – Nutrition, Sex and Anarchy - die dunklen Seiten von David Beckham

Freitag, September 13th, 2013

/The world of David Beckham
Do it like Beckham: Nicht viele sind talentiert, nur wenige sind berufen, und wenn es wirklich ans Eingemachte geht, trennt sich die Spreu vom Weizen. Das wird jedem klar, der sich auf den teils bizarren und stets von fleischlichem Witz durchdrungenen Kosmos des Comic-Illustrators David Beckham einlässt: Der Mann kennt keine Tabus, bzw. kennt er sie nur zu gut, und serviert sie uns, sauber ausgearbeitet, auf dem Präsentierteller. All you can eat: „Friss auf, was Dich auffrisst“ - and have fun!
Dagegen schaut der gleichnamige englische Mode-Kicker ziemlich blass aus, und die Skandälchen um den abgehalfterten Fußballstar und sein Modepüppchen Victoria sind nur ein lauwarmer Furz gegen den anarchischen Witz der Comics und Figuren seines amerikanischen Namensvetters.
Ein Vorkämpfer im Krieg gegen die krampfhaft übersteigerte Correctness unserer Tage, der subversiv den Radar der allgegenwärtigen Selbstzensur unterfliegt. Beckham, grüß’ mir die Sterne!

Rechte bei: David Beckham, http://www.davidbeckham-comics.com

Vorsorge tut weh!

Freitag, September 6th, 2013

Gut versorgt in RenteMinijobbern droht Altersarmut??
Mitnichten! Lächerlich:
Minijobber können ihre Altersarmut schon jetzt in vollen Zügen genießen, nämlich dann, wenn sie ihre kümmerliche Altersrente schon heute mit noch kümmerlicheren Jobs „aufbessern“ müssen, um überhaupt existieren zu können.
Und diejenigen unter den bedauernswerten Minijobbern, die heute das reguläre Rentenalter noch nicht erreicht haben, und denen zusätzlich noch zwangsweise Rentenbeiträge von ihrem üppigen Minijobber-Lohn abgeknöpft werden, können sich auch nicht beklagen: Denn sie kommen in den Genuss des besonderen, wenn auch beileibe nicht seltenen Privilegs der vorgezogenen Altersarmut! Gut so! Da können sie sich wenigstens schon ‘mal beizeiten ‘dran gewöhnen, wie ihre weitere Zukunft sich so gestaltet. Von der Leyen, wir danken Dir!





© Siegfried Galter, 06.09. 2013, Foto: Fotolia.com, © roman023 #50014391

Ronald Pofalla - Wer kennt diesen Mann?

Montag, Juli 29th, 2013

Germany''s least wanted politician

Dürfen wir vorstellen: Ronald Pofalla, Kanzleramtschef und seines Zeichens
„Bundesminister für besondere Aufgaben“

Diese Aufgaben sind so geheim, dass der Bundesminister sie selbst nicht kennt.
Dass man auch sonst nichts von ihm sieht oder hört, ist nachgerade ein Segen für die Menschheit.
Vor allem in seiner Funktion als Geheimdienstkoordinator macht Pofalla sich unsichtbar.
So unsichtbar, dass sogar das ZDF ihn als „Phantom“ bezeichnete!

Allah ist groß
Allah ist mächtig
Pofalla ist dagegen
eher schmächtig

Allah ist mächtig
Allah ist groß
doch was ist da los,
wie kann es sein,
wie geht das bloß

dass CIA und NSA und BND
mit uns machen, was sie wollen
und unser Ronald , oh, lala!
findet alles prima, gut & richtig
was er unterlässt und auch nicht sagt,
es tut ja keinem wirklich weh?

Die Wahrheit, sie ist längst verschollen
in unserer Bananen-BRD
und das Phantom Pofallas
ist wohl eine Strafe Allahs
dem es in seiner Größe wohl gefiel
uns diesen Ungeist zu bescheren:

Wir sollten uns -
höheren Orts -
massiv beschweren
Ansonsten bleibt uns ohnehin nicht viel
als einen Mords-
spaß uns d’raus
zu machen
und die üblen Clowns
in diesem falschen Spiel
schlicht aus
zu lachen

Und so sprach
der weise
Allah, streng geheim:
lachet eher laut
als leise
über Pofalla
und bedenkt den Reim
auf BallaBalla.

© Siegfried Galter 29.07. 2013

Schlechte Nachrichten über den Nachrichtendienst

Dienstag, Juli 16th, 2013

Snowden oder Showdown?
Es gab einmal den ddp. Und es gibt die dpa. Und es gibt den BND. Alle drei haben im weitesten Sinne etwas mit Nachrichten zu tun. Die beiden Erstgenannten in dem Auftrag, die Menschen im Lande informiert und auf dem Laufenden zu halten. Der Letztgenannte verfolgt exakt gegenteilige Ziele. Wo der Deutsche Depeschen Dienst und die Deutsche Presse Agentur die Idee von Aufklärung, Transparenz und Selbstbestimmung einer freien Gesellschaft mit mündigen, informierten Bürgern verkörpern, ist der BundesNachrichtenDienst ein fast schon zynisch anmutender Euphemismus in Sachen Desinformation, Verschleierung und Ausspähung. Analog seinem ebenso undurchsichtigen und unkontrollierbaren Big Brother Verfassungsschutz beruft sich der BND darauf, dem Schutz unserer Gesellschaft zu dienen, der Abwehr von äußeren wie inneren Feinden und Gefahren, von denen die Repräsentanten unseres Systems dieses allenthalben umstellt und bedroht sehen. Besonders auch im Innern, von seinen potenziell höchst verdächtigen eigenen Bürgern.
Und wenn gar nichts mehr hilft, dann immer noch das Zauberwort „Terrorabwehr“!
Und so schmarotzern sich unsere bundesdeutschen Staatsschützer durch das Daten-Schlaraffenland, das ihnen übermächtige Freunde und Verbündete freigiebigst zugänglich machen.
Da kann man sich schon ‘mal kooperativ zeigen, so unter Brüdern, eine Hand wäscht die andere.
Und so guckt man halt ‘mal großzügig weg, wenn z.B. Bundesbürger verschleppt und gefoltert werden, wie im Fall el Masri, oder man nutzt die Gunst der Stunde, und schickt zwei Agenten (inkognito, versteht sich!) nach Guantanamo, die dort - ganz privatim - den Murat Kurnaz interviewen – sind eh’ alles Terroristen, die Brüder!
Zu allem Überfluss gibt es zu unser aller Sicherheit ja auch noch den MAD, dessen Kürzel allein schon Programm sein dürfte, wenn wir uns seine Protagonisten als die uniformierte Steigerungsform des BND vorstellen.
Und weil ja eine Nebelkrähe der anderen kein Auge aushackt, glucken sie auch international immer schön zusammen, und hacken sich statt dessen lieber in die Systeme und Staatswesen ihrer Freunde und Mitgenossen ein. Streng geheim, versteht sich. Denn sonst würden sie ja nicht Geheimdienste heißen. Achso, heißen sie ja auch gar nicht! Ob Zentrale Intelligenz-Agentur (CIA – auch so ein granaten-narzisstischer Selbstirrtum), ob Nationale Sicherheits-Agentur (NSA - Sicherheit, doch für wen?), ob BundesNachrichtenDienst (BND), das hört sich doch alles, zu Recht, nur nach höchst kompetenter und diskreter Dienstleistung an!
Nein, wirklich, Nachrichten sind doch nun echt etwas total Unverfängliches. Selbst wenn es so schlechte Nachrichten sind, dass es unserer Bundesregierung glatt die Sprache verschlägt, sowohl gegenüber ihren mehr als zweifelhaften Freunden, als auch gegenüber den ihr anvertrauten Bürgern dieses Landes. Aber es hat auch gute alte Tradition in unserem Lande, von Dingen lieber zu schweigen, von denen man vorgeblich nichts gewusst hat. Und wenn’s dann ganz dumm läuft, hat man im Zweifelsfalle immer nur auf höheren Befehl gehandelt, und somit keine andere Wahl gehabt.

Es gab eine Zeit, da wurden die Überbringer schlechter Nachrichten sang- und klanglos abgemurkst. Heute bezieht sich das wohl eher auf die wenigen Unerschrockenen, die die Stirn haben, die Wahrheit zu verbreiten, wie derzeit Edward Snowden.
Wohl auch deshalb hält sich unsere Regierung so schamhaft bedeckt, wenn es darum geht, die Bürger über das wahre Ausmaß von Bespitzelung, Ausspionierung und Verrat der grundgesetzlich und verfassungsseitig unveräußerlichen Rechte zu informieren: Reden ist Selbstmord. Schweigen ist es nicht minder. Aber es nimmt darüber hinaus den schleichenden Tod der Demokratie billigend in Kauf. Schweigend. Denn die Wahrheit ist lebensbedrohlich, vor allem für die, welche sie fortgesetzt unterdrücken, verschleiern, verbiegen und verheimlichen. Aber es wird ihnen nichts nützen.





© 15. Juli 2013 Siegfried Galter

Verschwörungstheorie und -praxis für Dummies

Samstag, Juli 6th, 2013

Das Übel ist immer und überallEs ist schon seltsam: Politiker, Verantwortliche, sogenannte Leistungsträger und überhaupt alle, die uns Tag für Tag aufs Trefflichste verarschen, schwören jederzeit jeden Meineid, dass alles immer ganz anders ist, als die hysterischen Minderheiten und einige übereifrige Medien sich das in ihrem kranken Wahn so zurechtbasteln.
Natürlich gab und gibt es keine sinistren Mächte und Drahtzieher, wie sie manche Unverbesserliche hinter den wachsenden Zumutungen und Ungeheuerlichkeiten lauern sehen, mit denen wir alle permanent konfrontiert werden. Selbstverständlich sind das alles nur irre Hirngespinste von wenigen Fehlgeleiteten, die der einfachen, transparenten und klar verständlich kommunizierten Realität einfach nicht gewachsen sind. Diese Verschwörungstheoretiker stellen eine Gefahr für sich selbst und natürlich für die Allgemeinheit dar. Deshalb muss und kann solchen armen Menschen sofort und konsequent geholfen werden, sei es durch einfache polizeiliche Maßnahmen, psychiatrische Zwangsunterbringung, durch zielgerichtete Rufschädigung oder am besten gleich durch massive Diskriminierung bzw. Kriminalisierung mit Entzug aller Bürgerrechte.

Denn wer wollte schon ernsthaft behaupten oder gar beweisen, an der weltweit andauernden grassierenden Finanzkrise seien ausgerechnet die rechtschaffenen Bankinstitute und wagemutigen Finanzjongleure schuld? Eine zynische Weltverschwörung gar des Weltkapitals zur Ausplünderung der arbeitenden Massen? Das ist doch Kindergarten, Leute! Gedankengut aus dem sozialistischen Sandkasten! Geht woanders spielen, und lasst die Großen in Ruhe ihr Geschäft verrichten!

Auch das ominöse Kartell der Energieriesen zur Verhinderung einer monopolfreien, flächendeckenden Energieversorgung und einer echten, nachhaltigen und umweltverträglichen Energiewende ist ein immer wieder aufgewärmter, labberiger Mikrowellen-Leberkäse, der seine Halbwertzeit schon zehnmal überschritten hat. Wacht endlich auf da draußen! Die Energien, die Ressourcen sind nun einmal endlich, gerade deswegen müssen sie ja adäquat bereitgestellt und verteilt werden! Und zwar von Spezialisten, die sich darauf verstehen, unterstützt von Politikern, die ihren Mann stehen, wenn es drauf ankommt, so wie Mappus, Altmayer und Kollegen. Kriegen wir das vielleicht ir-gend-wann in Eure verdammten Wutbürger-Schädel hineingeprügelt?

Wären da noch die armen Irren, die hinter jedem lauen Sommerregen eine ausgewachsene Wissenschaftsverschwörung der Leugner von Erderwärmung und Klimaveränderung vermuten.
Hallo? Es gab denkendes Leben auf diesem Planeten, bis Ihr aus Euren Erdlöchern hervorgekrochen kamt! Diese Erde ist schon mit ganz anderen Sachen fertig geworden, als ausgerechnet mit Euren Wahnvorstellungen vom menschengemachten Untergang. Erderwärmung, lachhaft! Die Sommer werden immer kälter, und der letzte Winter war einer der längsten in der Geschichte! Steigende Meeresspiegel? Im großen geohistorischen Zusammenhang ist das doch der reine Killefitz! Auch früher gab es schon große Überschwemmungen, schonmal was von der Arche Noah gehört oder gelesen?! Und, ist die Menschheit deshalb vielleicht ausgestorben? Klar, um Euch Ökoterroristen wär’ es ja nun wirklich nicht schade…

Und wie steht es mit dem viel beschrieenen Komplott der biochemischen Industrie zur Monopolisierung von Saatgut und zur weltweiten Manipulation von Genmaterial? Haben nicht gewissenlose Chemieriesen wie Monsanto und Konsorten längst ganze Kontinente verseucht und in die Abhängigkeit getrieben, mit unumkehrbaren Folgen? Immer langsam mit den jungen Saaten, ja? In Wirklichkeit verfolgen diese selbstlosen Pioniere den historischen Auftrag, endlich den Welthunger zu beseitigen – mit allerneuesten wissenschaftlichen Mitteln und Erkenntnissen. Die investieren Unsummen in die Weltgesundheit und in den Weltfrieden! Zum Wohle der Menschheit, und Ihr wollt das alles kaputtmachen, mit Eurem kleinlich-egoistischen Unverstand! Aber auch Ihr werdet noch winseln um jedes Körnchen Saatgut, das man Euch gnadenhalber zugestehen und zuteilen wird, verlasst Euch drauf!

Das ruchlose Kartell der Lebensmittelindustrie zur Verfälschung, Vergiftung, Verknappung und Verteuerung von Nahrungsmitteln ist auch so eine krude Erfindung von Weltverbesserwissern, die immer nur alles schlechtreden können. Stellt Euch doch mal selbst ans Abfüllband, in eins unserer Labore, oder an die Kette in der Schlachtfabrik, dann wisst Ihr, unter welcher Mühsal Euer Billigfraß hergestellt wird, mit dem Ihr Euch Tag um Tag mästet! Oder schaut Euch einfach mal den veterinärmedizinischen und chemietechnischen Aufwand an, den die Firmen in Landwirtschaft und Industrie betreiben müssen, um all’ die Massen an Lebensmitteln halbwegs preisverträglich zu produzieren, das würde Euch schon Euer vorlautes Maul stopfen! Von den bürokratischen EU-Vorgaben und Fallstricken wollen wir gar nicht erst anfangen – aber Ihr könnt natürlich gerne Eure Futter selbst anpflanzen und auslöffeln, Ihr verdammten Öko-Extremisten, Lohas, Slow-Food-Mampfer, und wie Ihr alle Euch noch gerne so schimpft!

Und wer immer sich die kranke Mär von den höchst verdächtigen Verstrickungen der Pharmaindustrie mit unserem Wissenschafts- und Politikbetrieb aus dem weichen Hirn gewrungen hat, der hat sich ganz sicher ein paar Pillen zuviel reingepfiffen. An unserem Gesundheitswesen sind schon ganz andere genesen, das ist so kerngesund wie unsere Bilanzen! Und Ihr könnt Euch todsicher sein: auch für Euch hoffnungslose Fälle haben wir 100 % eine passende Therapie, die Euch ein-für-alle-Male von Euren Hirngespinsten kurieren wird!

Das undurchdringliche, undurchsichtige und mächtige Lobbyisten-Netzwerk, das unsere demokratische Grundordnung mit ihren Mechanismen zur politischen und gesellschaftlichen Willensbildung systematisch aushebelt, zählt ja sowieso zu den perfidesten Verleumdungen, denen sich unsere blütenreine Demokratie je ausgesetzt sah. Diese beispiellose Schmutzkampagne grenzt an Sabotage, und geht ganz sicher auf das Konto völlig gewissenloser Anarchisten, denen wir mit allen legalen Mitteln der Terrorbekämpfung (Stichwort: Drohnentod) zu Leibe rücken werden.

Gerade zum Thema eklatantes und höchst anrüchiges Versagen staatstragender Institutionen und Behörden, wie insbesondere des Verfassungsschutzes, hat es ja in jüngerer Zeit unfassbar subversive Lügenpropaganda gegeben. Wie andere Weltdemokratien (vor allem die der U.S.A.) sieht sich unser vollkommen unbestechlicher Rechtsstaat fortgesetzt subversiven Angriffen verblendeter Verleumder ausgesetzt, die ihm willkürliche Bespitzelung, Ausspähung und Ausgrenzung rechtschaffener Bürger unterstellen.
Hier werden böswillig Staats- und Justizverschwörungen nach amerikanischem Vorbild konstruiert, die sich vorgeblich systematisch gegen Unbequeme und Whistleblower (z.B. Bradley Manning, Julian Assange, Edward Snowden, Fall Mollath, Dunkelziffer: unbekannt) richten sollen – ein Skandal!
Aber gerade darin beweist sich ein funktionierender Rechtsstaat, der gefeit ist gegen solches Gesockse: der Tatbestand der Subversion wie der vorsätzlichen Staatszersetzung ist längst erfüllt, die Beweise sind geführt, die Konsequenzen hat sich ein Jeder selbst zuzuschreiben. Unsere verschworene Gemeinschaft weiß sich zu wehren, Herrschaften, dass Ihr Euch da bloß nicht täuscht!

An Absurdität jedoch kaum mehr zu überbieten sind jene perversen Gedankenkonstrukte, die ausgerechnet der größten Demokratie der Welt fortgesetzte staatstotalitäre Verschwörungen gegen sogenannte Terrorverdächtige, gegen die eigene Bevölkerung, wie auch gegen befreundete Staaten auf der ganzen Welt unterstellen wollen.
Als ob die U.S.A. jemals weltweit und ungestraft gegen jedes geltende Völkerrecht Kriege vom Zaun gebrochen, Menschen willkürlich zu Vogelfreien erklärt, Unschuldige entführt, gefoltert, eingekerkert und hinterrücks ermordet hätten! Das Land ist im Krieg, Mann! Und im Krieg ist nunmal alles erlaubt, so ist das. Erst recht im Krieg gegen den Terror. Schonmal was von Waffengleichheit gehört, Ihr weicheierigen Friedenswichser? Als ob die U.S.A. jemals die größte Spionageverschwörung aller Zeiten angezettelt hätten, einen Abhörskandal beispiellosen Ausmaßes, der nichts weniger zum Ziel hat als die Kontrolle der gesamten Welt? Wer zur Hölle denkt sich nur solch einen Dünnpfiff aus? Als ob der Arm dieser Mächte so weit reichen würde, den Luftraum europaweit zu sperren, und ein Flugzeug mit Boliviens Staatspräsident Morales an Bord in Wien festzuhalten und durchsuchen zu lassen – auf den bloßen Verdacht hin, ein von den U.S.A. gesuchter Terrorverdächtiger (eben jener bereits erwähnte Whistleblower Edward Snowden) könnte mit an Bord sein? Welchen Film haben die denn gesehen? Als ob die europäischen Regierungsvertreter, allen voran unsere stets zu allem entschlossene Bundeskanzlerin, eine derart eklatante Luft- und Bodenpiraterie auf europäischem Souveränitätsgebiet nicht nur widerspruchslos hinnähmen, sondern willfährig mittrügen?
Das ist so abgrundtief absurd lächerlich, das spottet jeder Beschreibung. Jeder, der das glaubt oder verbreitet, sollte sich zu seinem eigenen Besten umgehend in Behandlung begeben: http://web.de/magazine/nachrichten/ausland/17590108-suche-snowden-boliviens-praesident-wien-landen.html#.A1000145
Dass ich nicht LOLLE! LOL! LOL! Doppel-LOL!

Die große Weltverschwörung gegen uns alle ist längst in vollem Gange, und die Tatsache, dass du geneigt bist, genau das hinter all’ diesen objektiv bestehenden und nachweisbaren Skandalen und Ereignissen zu vermuten, macht Dich, lieber Leser, automatisch zum Terrorverdächtigen! Das heißt, jeder Verschwörungstheoretiker ist eigentlich schon so gut wie der Verschwörung gegen diesen Staat, nein, gegen die über jeden Zweifel erhabene Wertewelt der westlichen Demokratien an sich, überführt.
Und: Auch die Tatsache, dass Du vielleicht unter Verfolgungswahn leidest, bedeutet noch lange nicht, dass sie in Wirklichkeit nicht längst hinter dir her sind.
Jedoch: Eigene Ängstlichkeit, Dummheit, Trägheit und/oder Gleichgültigkeit sind keine Entschuldigung für die schafsgleiche Duldung dessen, was gerade mit uns passiert.
Auf dem Sterbebett zu röcheln und zu jammern: „Ich habe mich geirrt, vergebt mir!“ ist kein Zeichen von Größe, sondern eine Bankrotterklärung des eigenen Lebens. Und was viel schwerer wiegt: es kann den Bankrott der Hinterbliebenen bedeuten. © Siegfried Galter, 06.07. 2013