Archive for the ‘Allgemeine Krisen’ Category

Und woran glaubst Du so? (X)

Freitag, Januar 30th, 2015

SurvivorIch glaube an die Überlegenheit. An die Überlegenheit der menschlichen Rasse, um genau zu sein. Es gibt keine andere Spezies auf diesem Planeten, die dem Menschen ebenbürtig wäre. Aus gutem Grund.
„Macht Euch die Erde untertan!“ So steht es sogar schon in der Bibel. Der Mensch ist die Krone der Schöpfung, das steht fest. Dabei sah das anfangs gar nicht danach aus. So sind die äußeren Schutzmechanismen der menschlichen Rasse nicht besonders ausgeprägt, und der frühe Homo Sapiens sah sich dadurch den Unbilden und Gefahren der Elemente und Nahrungskonkurrenten relativ stark ausgesetzt. Er hat kein Fell, keine Reißzähne, keine scharfen Krallen, kann nicht besonders gut schwimmen, kann nicht fliegen, er ist nicht besonders groß, kräftig oder wehrhaft. Aber er ist intelligenter und aggressiver als alles, was sich sonst auf diesem Erdball regt. Dadurch hat der Mensch die Fähigkeit entwickelt, in nahezu allen Klimazonen der Erde Fuß zu fassen, sie bis ins letzte unberührte Fleckchen zu erschließen, zu besiedeln und auszubeuten, und damit andere Arten und Konkurrenten kompromisslos zu verdrängen. Jetzt schickt er sich gar an, den Weltraum auszuloten und für menschliches Leben zu erobern. Er hat Eiszeiten und Katastrophen kosmischen Ausmaßes überlebt, denen andere, scheinbar besser ausgestattete Spezies nicht gewachsen waren. Seither musste eine apokalyptisch anmutende Anzahl an Lebewesen auf diesem Planeten dem Menschen Platz machen. Die Dinosaurier sind ausgestorben, die Mammuts sind ausgestorben, die Säbelzahntiger sind ausgestorben, jeden einzelnen Tag sterben geschätzt weitere 150 Tier- und Pflanzenarten aus. An die 10.000 Arten stehen aktuell an der Schwelle zur Ausrottung. Nur der Mensch lebt weiter. Nein, nicht nur das, er vermehrt sich in ungeahntem Ausmaß. Denn auch das ist eine der unwiderstehlich starken Seiten seiner einmaligen Erfolgsgeschichte. Anders als bei den meisten Warmblütern ist der menschliche Reproduktionszyklus nicht an Brunftzeiten gebunden, und so kann die Vermehrung der menschlichen Rasse praktisch ununterbrochen stattfinden. Aktuell gibt es über 7 Milliarden Menschen, und laut einer UN-Prognose zur Entwicklung der Weltbevölkerung wird diese bis zum Jahr 2100 auf 10,1 Milliarden anwachsen. “Seid fruchtbar und mehret Euch!” Auch diesen biblischen Auftrag hat der Mensch mustergültig erfüllt. Das bedeutet, dass sich unsere Zahl allein in den letzten 100 Jahren nahezu verdreifacht hat! Sieben Milliarden, das ist eine Zahl mit neun Nullen, die für ebenso viele Menschen steht, mit ebensovielen Mäulern, die es zu stopfen gilt, Tag für Tag für Tag. Und sie alle verfügen heute über ausreichend Nahrung und Energie, um sich weiter zu vermehren und auszubreiten. Wenn das kein Beweis unserer absoluten Überlegenheit ist! Charles Darwin hatte recht mit seiner These: Nur die überlegene Spezies wird überleben. Und das ist nun einmal der Mensch. Eine Erfolgsstory der Evolution. Sie wird fortgeschrieben werden, wir werden weiter leben, auch wenn es eines schönen Tages kein anderes Leben mehr geben sollte auf diesem Planeten als das menschliche - es kann ja auch gar nicht anders sein. Das ist mein fester Glaube an die Zukunft. Wir werden es zwar nicht mehr erleben, aber Sie werden sehen, dass ich recht behalte! (frei nach: Ernst Elias Niebergall)

(vorläufiges Ende der Erfolgsstory)

© Siegfried Galter 30. 01. 2015, Bildquelle: Wikipedia

Und woran glaubst Du so? (IX)

Donnerstag, Januar 29th, 2015

Brave new worldDarauf gibt es nur eine sinnvolle Antwort: Die Vernunft. Ich glaube an die Macht der Vernunft. Der Mensch ist ein vernunftbegabtes Wesen, so viel steht fest. Und es gibt heute schon viele Menschen wie mich, die den anschaulichen Beweis dafür liefern, dass ein vernunftgesteuertes Leben nicht nur möglich, sondern die einzig sinnvolle humane Existenzform ist. Denn was das Beste für alle ist, das ist auch das Beste für das Individuum, so einfach ist das. Das behaupten auch die Religionen, ich weiß. Aber die Religion, jede Art von Religion, basiert auf dem Glauben, also der reinen Unvernunft. Deshalb glaube ich nicht nur an die Vernunft, sondern ich weiß, dass sie der einzige Weg ist.

Denn sie ist die einzige Kraft, die ihre Macht aus der Überlegenheit des Intellekts über den impulsgesteuerten Instinkt, den blinden Reflex, den tumben Trieb schöpft. Diese Reste einer überkommenen archaischen Lebensform müssen wir endgültig überwinden, ja, restlos ausmerzen, damit wir endlich in das segensreiche Zeitalter der ultimativen Vernunft vorstoßen können.
Gefühle sind schädlich, aber eliminierbar. Bedürfnisse sind vorhanden, aber einzuschränken. Fantasien sind gefährlich, aber steuerbar. Ängste sind kontraproduktiv, aber beherrschbar (die Erzeugnisse der modernen Pharmazie bieten hier unendliche Möglichkeiten). Wissen ist essenziell, und daher streng zu überwachen. Information ist kostbar, und daher verantwortungsvoll zu selektieren. Ressourcen sind knapp, und daher streng zu rationieren. Gewalt ist keine Option, ausgenommen natürlich als Erziehungsmittel aus Staatsräson. Freiheit ist eine Bedrohung, und deshalb abzuschaffen. Besitz ist kollektiv, und damit in Treuhand. Das Individuum ist ersetzbar, und somit kollektivierbar. Humanismus ist sentimental, und deshalb überflüssig. Schmerzen jedoch sind notwendig, und deshalb vernünftig. Sie zeigen uns, wo es noch knirscht im Apparat, wo noch Handlungsbedarf besteht, und Erziehungsbedarf: bei allen, die sich der Vernunft widersetzen – sei es aus schierer Dummheit, Böswilligkeit oder aus purer Ignoranz. Wir werden sie mit den Mitteln der Vernunft zur Vernunft zu bringen wissen. Glück ist eine Illusion, aber es wird eine Funktion der Vernunft sein.

Es ist unsere menschliche Pflicht, die unkontrollierten Kräfte des Chaos in eine sinnvolle und geordnete Struktur zu zwingen. Denn alles sonst auf und außerhalb unseres Erdballs ist doch dem Chaos unterworfen: die Natur, die Elemente, der gesamte Kosmos. Nur der Mensch hat die Fähigkeit, dieser verstörenden und verheerenden Unordnung entschlossen entgegen zu treten. Dafür verfügt er über das Geschenk der Erkenntnis. Das ist sein wahres Humankapital. Nicht umsonst steht er an der Spitze der Evolution. Genau daraus erwächst ihm seine Verantwortung für das Große Ganze. Dafür schafft der Mensch Regeln, dafür hat er Instrumente wie die Mathematik, die Physik, die Medizin, die Technologie usw. entwickelt und auf höchstes Niveau gebracht. Alles lässt sich mit Vernunft regeln, mit Vernunft lösen, der Vernunft unterwerfen, daran glaube ich. Wir werden sein ein einig Volk von Brüdern und Schwestern. Vereint unter der alles zwingenden Macht der Vernunft, die wir zum allgemeingültigen, ultimativ einzuhaltenden Gesetz erheben werden. Es wird ein langer schmerzhafter Prozess werden, alle Menschen zu ihrem Glück zu bekehren. Schließlich regiert die Unvernunft schon zu lange ungehemmt auf unserem Planeten - schauen Sie sich nur einmal um! Dennoch wird die Vernunft obsiegen, das ist meine feste Überzeugung. Geschichte ist unumkehrbar, deshalb ist die Perspektive im erleuchteten Zeitalter der Vernunft ausschließlich in die Zukunft gerichtet. Es wird womöglich noch lange dauern, und es wird nicht ohne Opfer abgehen, aber den Gesetzen der Vernunft werden wir uns nicht entziehen können. So viel ist gewiss.

(wird fortgesetzt)

© Siegfried Galter 29. 01. 2015

Und woran glaubst Du so? (VIII)

Mittwoch, Januar 28th, 2015

DatentodWas für eine Frage! In welcher Epoche leben denn Sie! Jeder Mensch, der nur einen Funken Verstand in seinen verkümmerten biologischen Schaltkreisen hat, dem muss doch eigentlich klar sein, dass die Daten unsere Welt bestimmen.
Und das nicht erst seit gestern. Jeder, der das nicht begreift, ist für mich von Vorvorgestern. Ja, ich glaube absolut an die Allmacht der Daten. Sie sind überall und jederzeit. Und sie werden überall und jederzeit erhoben, ausgewertet und optimiert. Über alles und jeden. Wer die Daten hat, hat die Macht! Aber so einfach ist es natürlich nicht. Denn wir alle, jeder von uns, und das betrifft auch die Allermächtigsten - wir sind letztlich nichts anderes als eine Ansammlung verwertbarer Daten, naja, die meisten von uns jedenfalls. So mancher Datensatz ist auch reiner Müll, das stimmt schon. Aber auch deshalb ist der Glaube an Daten für mich nichts anderes als Pantheismus, auf zeitgemäße Art, versteht sich. Sie sind in uns, sie sind um uns, und sie bestimmen unser aller Leben, ob wir das wollen, ob wir daran glauben oder nicht. Insofern ist es natürlich intelligenter, daran zu glauben, denn sonst ergeht es einem wie einst dem ungläubigen Thomas aus der Bibel: Unglaube schützt vor Bekehrung nicht! Und die kann manchmal schmerzhaft sein.

Seien wir doch ‘mal realistisch. Wir sind doch alle längst bekehrt! Ja selbst die wahnsinnigen Fundamentalisten Allahs sind in Wahrheit doch schon längst konvertierte Datenjünger! Die haben’s bloß noch nicht begriffen, aber was will man auch erwarten, nachdem man die sozusagen vom Nomadenzelt in die Neuzeit bombardiert hat. Brave New World war ein lauwarmer Furz dagegen. Und was machen die? Die haben die unwiderstehliche Macht der wahren Daten-Gottheit erkannt, selbst wenn sie sich jetzt noch nicht wirklich zu ihr bekennen können. Die leben ihren neu gewonnenen Glauben hemmungslos aus, indem sie ihren alten als Vehikel und Rechtfertigung benutzen. Sie glauben daran, dass die datengestützte Welt eine Welt nach Allahs Wille ist, sonst würden sie ja nicht das Internet, modernstes Kriegsgerät, westliche Waffentechnik und digitale Kommunikationsmittel für ihren verwerflichen Feldzug benutzen. Und gleichzeitig fürchten sie den Datengott, ja, das tun sie, denn natürlich sind die über Daten auch identifizierbar und können im digital gestützten Drohnenkrieg ruckzuck dingfest und unschädlich gemacht werden. Das hat schon etwas von einem göttlichen Strafgericht, wenn aus heiterem Morgenland-Himmel urplötzlich der tödlich strafende Finger Gottes auftaucht. Game over! Dass es dabei auch eine gewisse Unschärferelation gibt, der immer wieder harmlose Hochzeitsgesellschaften und massenweise unbescholtene Zivilisten zum Opfer fallen, liegt hauptsächlich in deren eigener Schuld. Wenn die sich freiwillig identifizierbar gemacht und brav ihre Lebensdaten abgeliefert hätten, so wie wir alle das längst bei Fakebook, guuckstDu und Konsorten machen, dann wäre denen sicher überhaupt nichts passiert! Denn Gott ist groß, und Zuckerberg, Gates und Jobs sind seine wahren Propheten. Aber der Datengott ist zwar allmächtig, aber er ist, wie alle Götter, auch gnadenlos neutral – und das wird nicht allen und jedem jederzeit gerecht. Und so können zwischen den Myriaden von Einsen und Nullen des Digitalcodes auch ein paar Irrläufer oder Dubletten zu fatalen Fehlschaltungen und Irrtümern im allgewaltigen Big Data-Datengericht führen. Deshalb stehen wir alle, jeder einzelne von uns, auch ständig auf der göttlichen Abschussliste. Es ist wie im richtigen Leben: Schwupps! Datensatz gelöscht. Game over! Reset? Impossible. Fatal Error 0815 has occurred! R.I.P. Denn siehe, die Wege der göttlichen Algorithmen sind unerforschlich. Was bleibt, ist das unwiderrufliche Datum des individuellen Todestages - Amen.

(wird fortgesetzt)

© Siegfried Galter 28. 01. 2015




Und woran glaubst Du so? (VII)

Dienstag, Januar 27th, 2015

Star WarsEs sind die Sterne. Ich glaube an die Allmacht der Gestirne. An das Universum! Seine unendliche Weisheit und Weite, vor der wir Menschen doch so klein sind. Und so bedeutungslos.
Denn was immer wir auch tun, hier auf unserer kleinen Erde, es ist uns vorherbestimmt seit Jahrmillionen. Vorherbestimmt durch den Lauf der Gestirne und ihre Konstellationen – jetzt und in
alle Ewigkeit! Wir glauben nur zu handeln oder Entscheidungen zu treffen, dabei ist alles längst entschieden. Der Äonenlauf der Dinge ist nicht aufzuhalten. Der Mensch ist viel zu unbedeutend und ohnmächtig im Angesicht dieser Urkräfte.
Aber ist das nicht auch eine schöne Gewissheit? Hat das nicht etwas ungemein Tröstliches? Es gibt keine Schuld. Es gibt auch keine Unschuld. Es gibt nur das Schicksal, das uns allen vorgegeben ist. Jedem Individuum das seine. Vom Tag seiner Geburt an wird es bestimmt und begleitet durch seine ganz persönlichen Sternzeichen und ihre kosmische Prädestination. Von da an nimmt alles seinen Lauf. Wir können selbst gar nichts tun, um unser Schicksal zu verändern. Wir können im besten Falle versuchen, es vorherzusehen, uns darauf einzustellen, und es so anzunehmen, wie es die Sterne uns vorgeben. Ja, wir können den Sternen und ihren Bildern vertrauen, und wir können uns ihnen anvertrauen. Ebenso, wie wir jenen Berufenen glauben schenken und nachfolgen können, nein besser: sollten, die im Kontakt stehen mit dem Überirdischen. Denn sie sind die Pfadfinder, die Auserwählten, die uns den Weg weisen helfen in den unendlichen Weiten des Universums!

Der Mensch wird geformt durch den unwiderstehlichen kosmischen Flow, die Astrologie beweist uns das jeden Tag aufs Neue. Oder warum, glauben Sie, vertrauen auf der Welt Abermillionen Menschen den Weissagungen ihres persönlichen Horoskops? Warum sorgt der Mond hier für Ebbe und Flut und steuert sogar den hormonellen Zyklus alles Weiblichen? Weshalb orientiert sich die Menschheit schon seit frühester Zeit an Himmelsphänomenen und den Bahnen der Gestirne? Alles nur Hokuspokus? Nur für die, welche die ewige Weisheit der kosmischen Wege in Frage stellen! Nein, hier sind Kräfte am Wirken, von deren Ausmaß wir allenfalls eine vage Vorstellung entwickeln können! Wer wollte sich beispielsweise ernsthaft der Erdanziehung entziehen oder gar widersetzen wollen? Wer dem Licht der Sonne widerstehen? Und diese Kräfte lassen nicht mit sich spaßen. Wer ihnen mit Respekt begegnet, Ihre Macht nicht in Frage stellt, und sich ihnen willig anvertraut, kann der kosmischen Energie teilhaftig werden. Wer sich ihnen aber entgegenstellt, wer sie leugnet, verschmäht, oder gar verhöhnt, setzt sich ihrer zerstörerischen Macht aus, und wird womöglich von ihnen zerschmettert.

(wird fortgesetzt)

© Siegfried Galter 27. 01. 2015

Und woran glaubst Du so? (VI)

Montag, Januar 26th, 2015

Nur die Liebe lässt uns lebenDie Liebe! Der glühende Glaube an die Macht der reinen Liebe durchströmt mich mit jeder Faser. Die Liebe ist es doch, die unser Dasein mit Sinn und Leben erfüllt! Nur die göttliche, allumfassende Liebe gibt uns die Kraft und die Gewissheit einer erfüllten Existenz! Sie ist die Himmelsmacht, die uns das Paradies auf Erden beschert! Liebe ist alles, und ohne die Liebe ist alles nichts. Sie ist der Gott, dem ich huldige, denn Gott ist Liebe. Und nur dank seiner universellen göttlichen Liebe können wir überhaupt Mensch sein. Liebende Menschen!
Natürlich gibt es jede Menge Menschen, welche der Liebe nicht teilhaftig sind. Sie sind fern von Gott. Gerade sie sind es, die unserer Liebe besonders bedürfen.
Ihnen wollen wir mit liebender Mitmenschlichkeit begegnen. Ihnen wollen wir in ihrem Elend entgegen gehen. Ihnen wollen wir unsere liebende Hand reichen, um sie aus dem Sumpf der Lieblosigkeit zu erretten. Wir werden sie umfangen, wir werden sie umsorgen, wir werden sie erwärmen mit unserer selbstlosen Liebe. Wir werden sie einhegen, wir werden sie überschütten, wir werden sie überwältigen mit dem Überschwang unserer unendlichen Liebe! Ja, wir werden ihren Hass, ihre Missgunst, ihre Verzweiflung, ihren Wahn mit Liebe ersticken. Wir werden ihre Gier, ihre Gewalt, ihre kalte Gleichgültigkeit im warmen Meer unserer Liebe ertränken. Wir werden ihre Zweifel und ihre Ängste hinwegschwemmen mit einem Strom von Liebe. Wir werden ihnen Brücken bauen aus lauterer Liebe, die sie hinausführen aus der Verzweiflung und der Hoffnungslosigkeit. Wir werden sie einschließen in unser Gebet und in unsere Gemeinschaft, auf dass sie die Macht der Liebe erfahren und sich ihr nie wieder entziehen können. Wir werden ihnen die zarte Fessel der Liebe anlegen, derer sie sich nie wieder werden entledigen können. Wir werden sie die Gesetze der Liebe lehren, auf dass sie sich ihnen widerstandslos und willig unterwerfen mögen. Wir werden über sie wachen in liebender Fürsorge. Wir werden ihnen das Brandzeichen der Liebe einbrennen in ihre lieblosen Herzen. Und sie werden uns dafür wiederlieben, weil sie gar nicht anders können. Weil ihnen die allmächtige Liebe keine Wahl lässt, als sich für sie, und damit für uns Liebende zu entscheiden. Uns, die wir alle nur Werkzeuge sind in ihrem allmächtigen göttlichen Auftrag und Willen. Und so sollen, so werden auch sie die überwältigende Macht der Liebe am eigenen Leibe erfahren, sie werden der frohen Botschaft teilhaftig, und so werden sie selbst zu lebensfrohen und lebensbejahenden Botschaftern der Liebe werden. Nur die Liebe lässt uns leben, und wir lassen nur Diejenigen leben, die wir lieben, so einfach ist das Leben. Halleluja!
- Amen.

(wird fortgesetzt)

© Siegfried Galter 26. 01. 2015

Und woran glaubst Du so? (V)

Freitag, Januar 23rd, 2015

Zum Kosmos man mit mussKeine Frage: Ich glaube ganz fest an den Fortschritt. Sicher, die Wissenschaft hat nicht auf alle Fragen eine Antwort. Noch nicht! Aber sie wirft immer neue Fragen auf, die es zu beantworten gilt. Das nenne ich Fortschritt! Stellen Sie sich vor, wir wüssten schon alles oder hätten zu allem eine unumstößliche Gewissheit, wie langweilig wäre das! Nein, nicht langweilig, gefährlich sogar! Schauen Sie sich nur die Weltreligionen an mit ihren Eiferern, Geiferern, ihren Propheten und ihren selbst ernannten heiligen Kriegern! Alles nur, weil sie von festzementierten, ewiggestrigen und vermeintlichen Wahrheiten ausgehen, an sie glauben! Mit welchem Hass sie alle verfolgen, die diese geheiligten Religionswerte in Zweifel zu zu ziehen wagen! Weil Veränderung für diese zurückgebliebenen Kreaturen eine angsteinflößende Vorstellung, ja eine existenzielle Bedrohung ist. Dabei ist genau das Gegenteil richtig: es gibt überhaupt nichts auf diesem Planeten, ja sogar im gesamten Kosmos, was sich nicht permanent verändert. Entwicklung kann keiner aufhalten oder verhindern, so viel steht fest. Der Mensch zuallerletzt. Stillstand bedeutet Rückgang. Das Bessere ist der Feind des Guten, das ist meine felsenfeste Überzeugung. Deshalb glaube ich persönlich an eine Weiterentwicklung im Sinne des Fortschritts. Wenn man sich allein einmal vor Augen führt, dass wir heute eine Weltbevölkerung ernähren, die vor nicht einmal 100 Jahren zur Hälfte glatt verhungert wäre! Wenn das kein Fortschritt ist, was dann? Natürlich hat der Fortschritt, haben auch manche Technologien durchaus ihre Schattenseiten und Gefahren. Aber glauben Sie etwa, die Dampfmaschine hat von Anfang an pannenfrei und gefahrlos funktioniert? Oder die Atomreaktoren der ersten Generation? Sicher nicht. Und was haben wir heute? Hochtechnologie mit allerhöchsten Sicherheitsstandards, und deshalb, jedenfalls nach menschlichem Ermessen, auch todsicher. Bedrohungen durch terroristische Akte von Wahnsinnigen oder Fundamentalisten und höhere Gewalt wie Erdbeben, Tsunamis oder andere Naturkatastrophen natürlich ausgenommen, aber dagegen ist sogar unsere Wissenschaft derzeit noch machtlos. Allerdings sind die Prognosen in den letzten Jahrzehnten viel genauer geworden. Und das beweist es doch einmal mehr: Fortschritt tut mehr als Not, er bewirkt Gutes auf dieser Welt, und wir können uns ihm nicht verschließen oder entziehen. Damit meine ich ebenso den Menschen wie seine gesamten Lebensverhältnisse.

Allerdings: Gewisse Kollateralschäden sind leider immer unvermeidlich, wenn man das große Ganze vorantreiben will. Die Wissenschaft ist da gnadenlos neutral. Gerade das ist ja ihre Stärke. Ihr geht es um Resultate, nicht um kleinliche Verlustbetrachtungen. Ich sage nur Gentechnologie, Energiegewinnung, Weltraumforschung, Nahrungsmittelerzeugung, medizinischer Fortschritt! Von der intelligenten Vernetzung organischer und digitaler Strukturen ganz zu schweigen. Der Mensch ist die eigentliche Schwachstelle im System, das ist unübersehbar. Solange er sich kleinmütig mit eingebildeten Ängsten und vermeintlichen Katastrophen wie dem sogenannten Klimawandel oder dem unsäglichen Artensterben fortgesetzt selbst belügt und behindert, hat er keine Zukunft. Solange er einen Gott braucht, um sich selbst zu definieren, wird er sich nicht von seinen irdischen Fesseln befreien können. Die genetische und digitale Optimierung unserer Spezies ist daher unumgänglich, wenn nicht sogar alternativlos. Der Mensch als offenes Programm, das wir nach unserem Idealbild unendlich formen können und werden. Das Individuum als Informationsträger und Genspeicher für kommende, immer weiter perfektionierte Generationen. Das Zusammenwachsen, die Verschmelzung von künstlicher und menschlicher Intelligenz in immer weiter optimierten Körpern. Menschliche Evolution wird die wichtigste zukunftsweisende Aufgabe von Wissenschaft und Forschung sein. Die Auslese des besten Humanmaterials zur Heranzüchtung einer wahren menschlichen Elite, die diesen Namen wahrhaft verdient. Alles unabdingbar für die Sicherung der menschlichen Zukunft. Ob wir das nun wollen oder nicht. Ebenso wie die weitere Erforschung des Weltalls, um neuen Lebensraum für die Neue Menschheit zu finden oder zu schaffen.
Eine andere Möglichkeit gibt es doch gar nicht, wenn wir als Gattung weiter existieren wollen. Wer das nicht begreifen oder gar verhindern will, kann ja gerne hier bleiben auf unserem bald ausgeglühten, geplünderten, vergifteten und verheerten Planeten, und sich weiter mit der Keule die Schädel einschlagen. Der kleine Rest der menschlichen Elite wird sich beizeiten neue Gefilde suchen, um seine epochale Erfolgsgeschichte fortzuschreiben und den Kosmos zu erobern. Daran glaube ich, und dafür setze ich mich mit allen Kräften ein. So soll es sein, und so wird es, nach dem Willen aller Fortschrittsgläubigen und dem Streben der weltweiten Wissenschaft, auch geschehen. Heureka!

(wird fortgesetzt)

© Siegfried Galter | Bild: fotolia/andreaselze | 23. 01. 2015

Und woran glaubst Du so? (IV)

Donnerstag, Januar 22nd, 2015

Die Fratze hinter PegidaWoran ich glaube? Das geht niemanden etwas an. Mein Glaube ist ganz allein meine Privatsache. Aber woran wir glauben, das kann ich Ihnen sagen. Wir sind schließlich das Volk! Unser Glaube ist fest verankert im Vaterland. Also in Deutschland. Und im Abendland natürlich. Dem Abendland mit seinen einmaligen und überlegenen Werten. Welche Werte das sind? Tja, wenn Sie das nicht wissen! Unsere abendländischen Werte halt! Freiheit, Recht auf Arbeit undsoweiter? Was noch? Naja, da muss ich kurz überlegen, unsere gesamte deutsche Kultur halt, mit Sprache, Religion und so. Sind Sie auch so einer von der Lügenpresse, die alles hinterfragen und schlechtreden, ja? Hau ab, Mann! Frag’ jemand anderes, sonst gibt’s eins auf die Fresse!

Hallo, ich sag’s Ihnen, um welche Werte es uns hier geht! Das können alle hören! Vor allem die, die’s nicht hören wollen, und die lieber wegschauen, wenn es um die Bewahrung unserer deutschen Wertkultur geht. Die wird nämlich gerade unterwandert von diesen ganzen Ausländern, die in ganzen Heerscharen hier bei uns einfallen! Nicht nur in Deutschland! Diese Muslime kommen ja von überall her, und denken, die könnten hier bei uns ihren islamischen Staat errichten! Moscheen bauen! Islam unterrichten! Die haben doch keine Ahnung von unserer Religion und den christlichen Werten! Die haben doch keine Kultur! Die kennen ja noch nicht ‘mal die arabischen Zahlen, und mit lateinischen Schriftzeichen können die rein gar nicht anfangen, diese Kameltreiber mit ihren komischen Hydro…, Hyro…, Hyroglinxbums, na, Sie wissen schon. Hier hört man ja kaum noch ein deutsches Wort, wenn man einkaufen geht. Nur noch Vermummte und verschleierte Muftis. Alles potenzielle Terroristen. Das brauchen wir hier nicht in Deutschland! Und dann gewährt man denen auch noch Asyl und baut ihnen Unterkünfte, damit die da in aller Seeelenruhe ihre Terrorzellen einrichten können! Wir haben ja gesehen wohin das führt in Paris! Dafür sind wir nicht auf die Montagsdemos gegangen, damals in der DDR! Die da oben interessiert es doch einen Dreck, wie es dem deutschen Volk geht!

Pegida, Legida, Bagida, Negida, das ist doch erst der Anfang! Heute marschieren wir in Dresden, morgen in Leipzig, in Hamburg, in Berlin, und wir werden so lange weiter marschieren, bis man uns nicht mehr ignorieren kann. Vielleicht marschieren wir übermorgen auch in Paris, in Warschau, in Rom, von mir aus auch in Moskau, wenn’s nicht anders geht!
Wir werden marschieren für unsere deutsche Freiheit, für unsere völkische Einheit, und für die Freiheit von allen, die sich uns anschließen und nicht einfach stillhalten wollen. Und wir marschieren gegen alle, die sich uns in den Weg stellen, das ist unser demokratisches Recht. Und am Ende des Tages geht im Abendland vielleicht die Sonne unter, aber bestimmt nicht das Abendland! Das ist es, woran ich glaube! Und jetzt marschieren Sie gefälligst mit oder verschwinden Sie! Wir sind das Volk! Wir sind das Volk! Wir sind das Volk!

(wird fortgesetzt)

© Siegfried Galter 22. 01. 2015

Und woran glaubst Du so? (III)

Mittwoch, Januar 21st, 2015

Reich werden, ohne rot zu werdenGanz klar: Ich glaube an die Macht des Geldes. Geld ist alles, und ohne Geld ist alles nichts.
Wer das Geld hat, hat die Macht, so ist das nun einmal. Also kann man sich ganz einfach entscheiden: will ich mit den Mächtigen sein oder bei den Ohnmächtigen. Ich habe meine Entscheidung getroffen. Die richtige Entscheidung. Eine gute Entscheidung. Denn um Anderen Gutes zu tun, braucht man schließlich auch Geld, oder. Ohne Geld kann man noch nicht einmal für sich selbst etwas Gutes tun. Das wird oft vergessen – gerade auch von den Gutmenschen, die uns unser Geld so gerne missgönnen oder sogar wegnehmen wollen. Aber den Glauben an das Geld kann man mir nicht so einfach wegnehmen. Dafür ist das Geld viel zu mächtig. Das zeigt sich ja auch, sobald einmal einer zu Geld gekommen ist. Sogar einer von denen, von den vermeintlichen Antikapitalisten. Das sind dann die glühendsten Konvertiten und Verfechter des Reichtums, das sage ich Ihnen! Die verteidigen ihren neu gewonnenen Glauben mit Zähnen und Klauen!
Ist ja auch klar: Alle, die nichts zu verlieren haben, glauben an ‘was Anderes. Weil sie kein Geld gewinnen können, fehlt ihnen auch der Glaube daran. Also müssen die sich natürlich an ‘was anderes anklammern – etwas, das nichts kostet. Selig sind die geistig Armen. Je weniger die haben, desto fanatischer der Glaube. Das ist schonmal der erste Fehler, den die machen. Weil nur etwas, an das ich glaube, mir auch widerfahren kann. Das heißt, das Problem der Armen ist nicht ihre Armut, sondern ihr fehlender oder fehlgeleiteter Glaube. Natürlich gibt es immer auch ein paar Reiche, die nebenbei auch an Gott glauben oder an Allah oder von mir aus auch an die Sterne. Aber wenn Sie mich fragen, sind das nur die Angsthasen, die fürchten, ihr Geld wieder verlieren zu können. Halbgläubige sozusagen. Die brauchen halt ein Sicherheitsnetz.

Wirklich schlimm dran sind für mich ja die Spinner, die nichts haben, ohne Chance, jemals zu etwas zu kommen, und die doch ans Geld glauben. Aber ohne die hätten wir wohl alle kein Geld, weil die sich ja besonders hart anstrengen, um noch ein Bröckchen vom fetten Kuchen abzukriegen. Insofern sind die gut fürs System und gut fürs Geschäft – nützliche Idioten halt. Genauso macht es doch die Kirche seit Jahrtausenden: lockt die Gläubigen mit Heilsversprechen auf ein besseres Jenseits, und presst ihnen dabei noch den letzten Tropfen Erspartes aus den Rippen. Ja, ich glaube fest an das Geld und trage seine Heilsbotschaft hinaus in die Welt, indem ich ihr meinen Reichtum zur Schau stelle.
Und all’ die armen Schweine, Gläubige wie Ungläubige, schließe ich ein in mein bescheidenes Tischgebet:

Dollar unser
geheiligt werde Dein Name
Dein Reich komme
Dein Wille geschehe
und beschere uns den Himmel
schon hier auf dieser Erden
und mehre die Zahl unserer Schuldiger
wie auch wir deren Schuld vermehren
und erlöse uns von der Versuchung
indem wir dem Besitz huldigen
denn Dein ist der Reichtum
und die Macht und die Herrlichkeit
in Ewigkeit
- Amen.

(wird fortgesetzt)

© Siegfried Galter 21. 01. 2015

NSA – Nutrition, Sex and Anarchy - die dunklen Seiten von David Beckham

Freitag, September 13th, 2013

/The world of David Beckham
Do it like Beckham: Nicht viele sind talentiert, nur wenige sind berufen, und wenn es wirklich ans Eingemachte geht, trennt sich die Spreu vom Weizen. Das wird jedem klar, der sich auf den teils bizarren und stets von fleischlichem Witz durchdrungenen Kosmos des Comic-Illustrators David Beckham einlässt: Der Mann kennt keine Tabus, bzw. kennt er sie nur zu gut, und serviert sie uns, sauber ausgearbeitet, auf dem Präsentierteller. All you can eat: „Friss auf, was Dich auffrisst“ - and have fun!
Dagegen schaut der gleichnamige englische Mode-Kicker ziemlich blass aus, und die Skandälchen um den abgehalfterten Fußballstar und sein Modepüppchen Victoria sind nur ein lauwarmer Furz gegen den anarchischen Witz der Comics und Figuren seines amerikanischen Namensvetters.
Ein Vorkämpfer im Krieg gegen die krampfhaft übersteigerte Correctness unserer Tage, der subversiv den Radar der allgegenwärtigen Selbstzensur unterfliegt. Beckham, grüß’ mir die Sterne!

Rechte bei: David Beckham, http://www.davidbeckham-comics.com

Vorsorge tut weh!

Freitag, September 6th, 2013

Gut versorgt in RenteMinijobbern droht Altersarmut??
Mitnichten! Lächerlich:
Minijobber können ihre Altersarmut schon jetzt in vollen Zügen genießen, nämlich dann, wenn sie ihre kümmerliche Altersrente schon heute mit noch kümmerlicheren Jobs „aufbessern“ müssen, um überhaupt existieren zu können.
Und diejenigen unter den bedauernswerten Minijobbern, die heute das reguläre Rentenalter noch nicht erreicht haben, und denen zusätzlich noch zwangsweise Rentenbeiträge von ihrem üppigen Minijobber-Lohn abgeknöpft werden, können sich auch nicht beklagen: Denn sie kommen in den Genuss des besonderen, wenn auch beileibe nicht seltenen Privilegs der vorgezogenen Altersarmut! Gut so! Da können sie sich wenigstens schon ‘mal beizeiten ‘dran gewöhnen, wie ihre weitere Zukunft sich so gestaltet. Von der Leyen, wir danken Dir!





© Siegfried Galter, 06.09. 2013, Foto: Fotolia.com, © roman023 #50014391