Archive for the ‘Politikkrisen’ Category

Und woran glaubst Du so? (IX)

Donnerstag, Januar 29th, 2015

Brave new worldDarauf gibt es nur eine sinnvolle Antwort: Die Vernunft. Ich glaube an die Macht der Vernunft. Der Mensch ist ein vernunftbegabtes Wesen, so viel steht fest. Und es gibt heute schon viele Menschen wie mich, die den anschaulichen Beweis dafür liefern, dass ein vernunftgesteuertes Leben nicht nur möglich, sondern die einzig sinnvolle humane Existenzform ist. Denn was das Beste für alle ist, das ist auch das Beste für das Individuum, so einfach ist das. Das behaupten auch die Religionen, ich weiß. Aber die Religion, jede Art von Religion, basiert auf dem Glauben, also der reinen Unvernunft. Deshalb glaube ich nicht nur an die Vernunft, sondern ich weiß, dass sie der einzige Weg ist.

Denn sie ist die einzige Kraft, die ihre Macht aus der Überlegenheit des Intellekts über den impulsgesteuerten Instinkt, den blinden Reflex, den tumben Trieb schöpft. Diese Reste einer überkommenen archaischen Lebensform müssen wir endgültig überwinden, ja, restlos ausmerzen, damit wir endlich in das segensreiche Zeitalter der ultimativen Vernunft vorstoßen können.
Gefühle sind schädlich, aber eliminierbar. Bedürfnisse sind vorhanden, aber einzuschränken. Fantasien sind gefährlich, aber steuerbar. Ängste sind kontraproduktiv, aber beherrschbar (die Erzeugnisse der modernen Pharmazie bieten hier unendliche Möglichkeiten). Wissen ist essenziell, und daher streng zu überwachen. Information ist kostbar, und daher verantwortungsvoll zu selektieren. Ressourcen sind knapp, und daher streng zu rationieren. Gewalt ist keine Option, ausgenommen natürlich als Erziehungsmittel aus Staatsräson. Freiheit ist eine Bedrohung, und deshalb abzuschaffen. Besitz ist kollektiv, und damit in Treuhand. Das Individuum ist ersetzbar, und somit kollektivierbar. Humanismus ist sentimental, und deshalb überflüssig. Schmerzen jedoch sind notwendig, und deshalb vernünftig. Sie zeigen uns, wo es noch knirscht im Apparat, wo noch Handlungsbedarf besteht, und Erziehungsbedarf: bei allen, die sich der Vernunft widersetzen – sei es aus schierer Dummheit, Böswilligkeit oder aus purer Ignoranz. Wir werden sie mit den Mitteln der Vernunft zur Vernunft zu bringen wissen. Glück ist eine Illusion, aber es wird eine Funktion der Vernunft sein.

Es ist unsere menschliche Pflicht, die unkontrollierten Kräfte des Chaos in eine sinnvolle und geordnete Struktur zu zwingen. Denn alles sonst auf und außerhalb unseres Erdballs ist doch dem Chaos unterworfen: die Natur, die Elemente, der gesamte Kosmos. Nur der Mensch hat die Fähigkeit, dieser verstörenden und verheerenden Unordnung entschlossen entgegen zu treten. Dafür verfügt er über das Geschenk der Erkenntnis. Das ist sein wahres Humankapital. Nicht umsonst steht er an der Spitze der Evolution. Genau daraus erwächst ihm seine Verantwortung für das Große Ganze. Dafür schafft der Mensch Regeln, dafür hat er Instrumente wie die Mathematik, die Physik, die Medizin, die Technologie usw. entwickelt und auf höchstes Niveau gebracht. Alles lässt sich mit Vernunft regeln, mit Vernunft lösen, der Vernunft unterwerfen, daran glaube ich. Wir werden sein ein einig Volk von Brüdern und Schwestern. Vereint unter der alles zwingenden Macht der Vernunft, die wir zum allgemeingültigen, ultimativ einzuhaltenden Gesetz erheben werden. Es wird ein langer schmerzhafter Prozess werden, alle Menschen zu ihrem Glück zu bekehren. Schließlich regiert die Unvernunft schon zu lange ungehemmt auf unserem Planeten - schauen Sie sich nur einmal um! Dennoch wird die Vernunft obsiegen, das ist meine feste Überzeugung. Geschichte ist unumkehrbar, deshalb ist die Perspektive im erleuchteten Zeitalter der Vernunft ausschließlich in die Zukunft gerichtet. Es wird womöglich noch lange dauern, und es wird nicht ohne Opfer abgehen, aber den Gesetzen der Vernunft werden wir uns nicht entziehen können. So viel ist gewiss.

(wird fortgesetzt)

© Siegfried Galter 29. 01. 2015

Und woran glaubst Du so? (VIII)

Mittwoch, Januar 28th, 2015

DatentodWas für eine Frage! In welcher Epoche leben denn Sie! Jeder Mensch, der nur einen Funken Verstand in seinen verkümmerten biologischen Schaltkreisen hat, dem muss doch eigentlich klar sein, dass die Daten unsere Welt bestimmen.
Und das nicht erst seit gestern. Jeder, der das nicht begreift, ist für mich von Vorvorgestern. Ja, ich glaube absolut an die Allmacht der Daten. Sie sind überall und jederzeit. Und sie werden überall und jederzeit erhoben, ausgewertet und optimiert. Über alles und jeden. Wer die Daten hat, hat die Macht! Aber so einfach ist es natürlich nicht. Denn wir alle, jeder von uns, und das betrifft auch die Allermächtigsten - wir sind letztlich nichts anderes als eine Ansammlung verwertbarer Daten, naja, die meisten von uns jedenfalls. So mancher Datensatz ist auch reiner Müll, das stimmt schon. Aber auch deshalb ist der Glaube an Daten für mich nichts anderes als Pantheismus, auf zeitgemäße Art, versteht sich. Sie sind in uns, sie sind um uns, und sie bestimmen unser aller Leben, ob wir das wollen, ob wir daran glauben oder nicht. Insofern ist es natürlich intelligenter, daran zu glauben, denn sonst ergeht es einem wie einst dem ungläubigen Thomas aus der Bibel: Unglaube schützt vor Bekehrung nicht! Und die kann manchmal schmerzhaft sein.

Seien wir doch ‘mal realistisch. Wir sind doch alle längst bekehrt! Ja selbst die wahnsinnigen Fundamentalisten Allahs sind in Wahrheit doch schon längst konvertierte Datenjünger! Die haben’s bloß noch nicht begriffen, aber was will man auch erwarten, nachdem man die sozusagen vom Nomadenzelt in die Neuzeit bombardiert hat. Brave New World war ein lauwarmer Furz dagegen. Und was machen die? Die haben die unwiderstehliche Macht der wahren Daten-Gottheit erkannt, selbst wenn sie sich jetzt noch nicht wirklich zu ihr bekennen können. Die leben ihren neu gewonnenen Glauben hemmungslos aus, indem sie ihren alten als Vehikel und Rechtfertigung benutzen. Sie glauben daran, dass die datengestützte Welt eine Welt nach Allahs Wille ist, sonst würden sie ja nicht das Internet, modernstes Kriegsgerät, westliche Waffentechnik und digitale Kommunikationsmittel für ihren verwerflichen Feldzug benutzen. Und gleichzeitig fürchten sie den Datengott, ja, das tun sie, denn natürlich sind die über Daten auch identifizierbar und können im digital gestützten Drohnenkrieg ruckzuck dingfest und unschädlich gemacht werden. Das hat schon etwas von einem göttlichen Strafgericht, wenn aus heiterem Morgenland-Himmel urplötzlich der tödlich strafende Finger Gottes auftaucht. Game over! Dass es dabei auch eine gewisse Unschärferelation gibt, der immer wieder harmlose Hochzeitsgesellschaften und massenweise unbescholtene Zivilisten zum Opfer fallen, liegt hauptsächlich in deren eigener Schuld. Wenn die sich freiwillig identifizierbar gemacht und brav ihre Lebensdaten abgeliefert hätten, so wie wir alle das längst bei Fakebook, guuckstDu und Konsorten machen, dann wäre denen sicher überhaupt nichts passiert! Denn Gott ist groß, und Zuckerberg, Gates und Jobs sind seine wahren Propheten. Aber der Datengott ist zwar allmächtig, aber er ist, wie alle Götter, auch gnadenlos neutral – und das wird nicht allen und jedem jederzeit gerecht. Und so können zwischen den Myriaden von Einsen und Nullen des Digitalcodes auch ein paar Irrläufer oder Dubletten zu fatalen Fehlschaltungen und Irrtümern im allgewaltigen Big Data-Datengericht führen. Deshalb stehen wir alle, jeder einzelne von uns, auch ständig auf der göttlichen Abschussliste. Es ist wie im richtigen Leben: Schwupps! Datensatz gelöscht. Game over! Reset? Impossible. Fatal Error 0815 has occurred! R.I.P. Denn siehe, die Wege der göttlichen Algorithmen sind unerforschlich. Was bleibt, ist das unwiderrufliche Datum des individuellen Todestages - Amen.

(wird fortgesetzt)

© Siegfried Galter 28. 01. 2015




Und woran glaubst Du so? (IV)

Donnerstag, Januar 22nd, 2015

Die Fratze hinter PegidaWoran ich glaube? Das geht niemanden etwas an. Mein Glaube ist ganz allein meine Privatsache. Aber woran wir glauben, das kann ich Ihnen sagen. Wir sind schließlich das Volk! Unser Glaube ist fest verankert im Vaterland. Also in Deutschland. Und im Abendland natürlich. Dem Abendland mit seinen einmaligen und überlegenen Werten. Welche Werte das sind? Tja, wenn Sie das nicht wissen! Unsere abendländischen Werte halt! Freiheit, Recht auf Arbeit undsoweiter? Was noch? Naja, da muss ich kurz überlegen, unsere gesamte deutsche Kultur halt, mit Sprache, Religion und so. Sind Sie auch so einer von der Lügenpresse, die alles hinterfragen und schlechtreden, ja? Hau ab, Mann! Frag’ jemand anderes, sonst gibt’s eins auf die Fresse!

Hallo, ich sag’s Ihnen, um welche Werte es uns hier geht! Das können alle hören! Vor allem die, die’s nicht hören wollen, und die lieber wegschauen, wenn es um die Bewahrung unserer deutschen Wertkultur geht. Die wird nämlich gerade unterwandert von diesen ganzen Ausländern, die in ganzen Heerscharen hier bei uns einfallen! Nicht nur in Deutschland! Diese Muslime kommen ja von überall her, und denken, die könnten hier bei uns ihren islamischen Staat errichten! Moscheen bauen! Islam unterrichten! Die haben doch keine Ahnung von unserer Religion und den christlichen Werten! Die haben doch keine Kultur! Die kennen ja noch nicht ‘mal die arabischen Zahlen, und mit lateinischen Schriftzeichen können die rein gar nicht anfangen, diese Kameltreiber mit ihren komischen Hydro…, Hyro…, Hyroglinxbums, na, Sie wissen schon. Hier hört man ja kaum noch ein deutsches Wort, wenn man einkaufen geht. Nur noch Vermummte und verschleierte Muftis. Alles potenzielle Terroristen. Das brauchen wir hier nicht in Deutschland! Und dann gewährt man denen auch noch Asyl und baut ihnen Unterkünfte, damit die da in aller Seeelenruhe ihre Terrorzellen einrichten können! Wir haben ja gesehen wohin das führt in Paris! Dafür sind wir nicht auf die Montagsdemos gegangen, damals in der DDR! Die da oben interessiert es doch einen Dreck, wie es dem deutschen Volk geht!

Pegida, Legida, Bagida, Negida, das ist doch erst der Anfang! Heute marschieren wir in Dresden, morgen in Leipzig, in Hamburg, in Berlin, und wir werden so lange weiter marschieren, bis man uns nicht mehr ignorieren kann. Vielleicht marschieren wir übermorgen auch in Paris, in Warschau, in Rom, von mir aus auch in Moskau, wenn’s nicht anders geht!
Wir werden marschieren für unsere deutsche Freiheit, für unsere völkische Einheit, und für die Freiheit von allen, die sich uns anschließen und nicht einfach stillhalten wollen. Und wir marschieren gegen alle, die sich uns in den Weg stellen, das ist unser demokratisches Recht. Und am Ende des Tages geht im Abendland vielleicht die Sonne unter, aber bestimmt nicht das Abendland! Das ist es, woran ich glaube! Und jetzt marschieren Sie gefälligst mit oder verschwinden Sie! Wir sind das Volk! Wir sind das Volk! Wir sind das Volk!

(wird fortgesetzt)

© Siegfried Galter 22. 01. 2015

Und woran glaubst Du so? (II)

Dienstag, Januar 20th, 2015

Gesichter des TodesIch glaube an die Erleuchtung. An die Macht des Lichts. An die Wärme und die Leuchtkraft der Liebe. Denn Licht ist Liebe und Liebe ist Macht und Macht ist Gott. Also glaube ich an den Gott des Lichts. Gott ist Licht und er ist die Unschuld und die Reinheit und die Klarheit in Ewigkeit, so ist es. Denn das Licht trennt uns von der Finsternis. Und die ist das Böse.
In wem das Licht leuchtet, der ist wahrhaft erleuchtet, und in wem die Finsternis herrscht, der wird beherrscht von dem Bösen. Deshalb sollten wir danach streben, das Licht zu erschauen, die Erleuchtung zu erlangen, und uns von der Finsternis abzugrenzen. Es ist an uns, das Licht hinaus in die Welt zu tragen, auf dass sie erleuchtet werde! Auf dass die Finsternis vergehe und mit ihr das Böse! Deshalb verhüllt nicht Euer Angesicht, sondern bietet es dem Herrscher dar – immerdar!
Wendet Euch zum Licht, das uns leuchtet aus dem Land der aufgehenden Sonne! Wendet Euch zum Licht, das uns leuchtet aus den Worten der Weisheit und der Erkenntnis! Wendet Euch zum Licht, welches uns dargereicht wird durch die Existenz der Erleuchteten! Wendet Euch zum Licht, das uns Erlösung verspricht! Tretet heraus aus dem Schatten des Bösen, der uns umfängt in der Nacht der Finsternis! Tretet hinaus in das Licht! Tretet hinein in den Kreis der Erleuchteten!
Wer aber sich abwendet, wer sein Haupt verhüllt und seine Sinne böswillig abschottet, wer den Mächten der Finsternis Raum gibt, der ist des Teufels! Sondert Euch ab von jenen, die der Macht der Finsternis huldigen, denn sie sollen in ewiger Dunkelheit verenden.
Ihr aber, die ihr Euch dem Leben, dem Licht und der Leuchtkraft der Liebe geöffnet habt, richtet Euren Strahl hinaus in die Welt, auf dass alle gerichtet werden, welche die Augen böswillig verschließen vor dem ewigen Reich des Lichts!
Wir aber sind angetreten, die Mächte der Finsternis zu bekämpfen, und mit ihnen alle, die sich in der Dunkelheit verbergen. Wir werden sie herauszerren aus ihrem finsteren Versteck, um sie dem Licht der Erkenntnis preiszugeben. Wir werden sie entzünden mit dem göttlichen Funken der Macht und der verzehrenden Kraft allumfassender Liebe. Wir werden sie verbrennen mit dem Leuchtfeuer der Wahrheit. Wir werden das Böse aus ihnen herausbrennen und die Wurzel des Übels ausmerzen. Wir werden ihre ruchlosen Augen blenden, denn das ist das Schicksal der Verblendeten: Sie sollen nur mehr angesichtig werden der Finsterins, die sie verherrlichen. Und so werden sie verharren in ewiger Finsternis, und die Finsternis wird geschieden sein vom Licht. Und es wird sein Licht, und die Schatten des Bösen werden gebändigt sein, ein für alle Mal. Und die Welt wird sein ein Ort des Lichts und der Erleuchtung und des Friedens und der Liebe.
Und wenn wir eines Tages hinübergehen, dann treten wir ins Licht. Und es wird uns umfangen, und wir werden es erschauen und wir werden selbst zum Licht werden, in erleuchteter Seligkeit, in Ewigkeit - Amen.

(wird fortgesetzt)

© Siegfried Galter 20. 01. 2015

Und woran glaubst Du so?

Montag, Januar 19th, 2015

Es lebe der Prophet und seine GüteAlso Ich, Ich glaube ja an das Gute. Also an das Gute im Menschen, und überhaupt – an das Gute in Allem. Das Gute ist ein göttliches Prinzip, das größer und stärker ist als alles andere. Es ist das göttliche Prinzip überhaupt. Deshalb ist alles gut. Auch der Mensch, denn er ist ja Bestandteil, ein ganz besonderer Bestandteil sogar, dieses göttlichen Prinzips. Denn so steht das ja auch schon in der Bibel, im Buch Moses: „ Und Gott sah alles an, was er gemacht hatte; und siehe da, es war sehr gut.“
Das Gute ist in der Welt, es ist in uns, es ist um uns, und es ist an uns, es zu leben und es zu sehen.
Das Gute, es umgibt und umfängt uns allenthalben und auf allen Wegen.
Ja, man muss es nur sehen wollen, dann erkennt man das Gute, und das Böse verschwindet von ganz allein. Und all’ den Böswilligen und Verblendeten, die es nicht sehen wollen oder nicht sehen können, denen müssen wir die Augen öffnen! Wir müssen ihnen zeigen, dass das Gute in allem, in jedem von uns steckt! Diesen Glauben an das Gute müssen wir in die Welt tragen. Das ist unsere Aufgabe und Verantwortung, denn nur so kann die Welt heil werden, nur so kann das Gute schließlich obsiegen. Und das Gute wird obsiegen, ob Ihr es wollt oder nicht! Vor allem wird es obsiegen über alle, die nicht an das Gute glauben, die das Gute verkennen, verleugnen oder gar zu verhindern trachten! Über Diejenigen wird es besonders machtvoll siegen, denn das Gute siegt über das Böse!
Deshalb verschließt Euch nicht, öffnet Eure Herzen, Eure Seelen für das Gute, es ist zu Eurem eigenen Besten! Und natürlich zum Besten der ganzen Welt! Denn wer sich dem Guten verschließt, versündigt sich an ihr, an uns, und an allem, was in der Welt ist, er versündigt sich an Gott selbst!

Und unser Gott ist ein Gott der Güte, deshalb hat ER Erbarmen mit allen, die nicht an ihn glauben können. Und er führt seine verirrten Schäflein hin zum Guten, auf dass alles gut werde auf Erden.
Und wie ein gütiger aber strenger Hirte erbarmt er sich und hält seine schützende Hand über alle, die guten Willens sind. Diejenigen aber, die bösen Willens sind, und den Willen des Herrn böswillig missachten, die müssen sich gewärtig sein seines Zorns. Denn Gott lässt sich den Sieg über das Böse nicht nehmen, und straft alle, die dem Guten widerstreben oder zu widerstehen trachten.

Oh ja, mein Glaube an das Gute ist unerschütterlich, und ich bin bereit, Opfer dafür zu bringen in seinem Namen. Deshalb werde ich das Böse bekämpfen, wo und wann immer es mir begegegnet, und damit das Gute vermehren, auf dass sein Siegeszug währet immerdar. Und der Triumpf wird ein endgültiger sein, wenn das Böse schließlich ausgemerzt ist samt seinen falschen Prophezeiungen und Verfechtern. Denn wo das Böse sein ruchloses Haupt erhebt, werden wir es abschlagen, wo es sich dem Guten entgegen stellt, weden wir es niederrennen, wo der Glaube an das Gute in Frage gestellt wird, werden wir antworten! Und unsere Antwort wird endgültig sein!

Deshalb, Ihr Fehlgeleiteten, Ihr Zweifler, Ihr Fremdgläubigen, Ihr Kleingläubigen, hört unsere Botschaft: Schließt Euch der Sache des Guten an oder rennt in Euer Verderben mit dem Bösen!
Ihr habt die Wahl, Euch zu entscheiden: Für das lebendige Gute oder für das Totenreich des Bösen.
Es liegt allein in Eurer Hand, das Gute zu wählen, oder es zu verschmähen und damit Euer eigenes Urteil zu fällen. Ich selbst bin der lebende Beweis, dass der Glaube an das Gute richtig ist und belohnt wird. Denn ich bin am Leben, und Ihr alle, die Ihr Böse seid, gehört zu den Todgeweihten. So belohnt unser guter Gott alle Gläubigen und straft die Ungläubigen. Amen!
(wird fortgesetzt)





© Siegfried Galter 19. 01. 2015

„Mordsrespekt“ - eine Kardinaltugend im Amt des Verteidigungsministers?

Montag, Dezember 16th, 2013

Lady Riefenstahlhelm
Der neue Kopf des bundesdeutschen Verteidigungsministeriums ist blond, weiblich, und trägt, neben scheinbar unerschütterlichem Selbstbewusstsein, seit je eine beunruhigend stabile Helmfrisur zur Schau.
Ex-Familienministerin #Ursula von-der-Leyen führt als designierte Verteidigungsministerin künftig die Stahlhelm-Fraktion, welche die Verteidigung unserer demokratischen Freiheiten am Hindukusch und darüber hinaus sicherstellen soll und wird. Und zwar bis zum letzten Mann.
Furchtlose Flucht nach vorn war schon seit je die Spezialität der forschen Powerfrau, die ihrem politischen Kriegsnamen „Lady of steel“ schon immer streitbar alle Ehre machte.
Die Vorwärtsverteidigung ist ihr Lieblingsmodus, nachgeben ohnehin nur etwas für Weicheier.
Hatte sich die die siebenfache Mutter schon allein auf Grund ihrer respektablen Reproduktionsrate für ihr früheres Amt als Familienministerin hoch qualifiziert, hat sie spätestens jetzt das deutsche Mutterkreuz verdient: sieben wehrhafte Bundesbürger/ und potenzielle Landesverteidiger/innen hat sie der Nation geschenkt, welche sie nun mit dem Lorbeer des obersten Verteidigungsamts belohnt.

In der gestrigen Talkrunde von Günther Jauch hat von-der-Leyen einen, so wörtlich: „Mordsrespekt“ vor ihrer neuen Aufgabe bekundet. Das spricht für sich. Die Dame hat die Dimension ihrer Mission vollauf erfasst. Damit ist auch klargemacht, dass sich dieser Respekt in erster Linie auf das Amt bezieht, und nicht auf mögliche Kriegsgegner oder Kombattanten im Kampf gegen den allgegenwärtigen Terror. Im anderen Fall hätte sie sich womöglich auf einen „Granatenrespekt“ beschränkt, und damit ihre potenzielle ministeriale wie militärische Schlagkraft unnötig geschwächt. Gut gebrüllt, Löwinnenmähne! Lady Riefenstahlhelm, Deutschland steht angesichts Ihrer Respektsbekundung stramm und geschlossen hinter Ihnen!
Wir wünschten nur, auch andere Minister/innen würden sich ein Beispiel nehmen, und eine ähnlich respektable Führung ihrer Ressorts erwarten lassen:

Im Gesundheitsministerium beispielsweise wäre ein Scheißrespekt hinsichtlich der hygienischen und sanitären Verhältnisse in Bundesdeutschland durchaus angezeigt.
Das Landwirtschaftsministerium erfordert einen Schweinerespekt vor der Kreatur – welcher allerdings leider nicht immer die Erzeuger/ und Verbraucher/innen mit einschließt.
Als Innenminister braucht man einen Höllen-, mindestens aber einen Heidenrespekt für die Anders-, Fremd- und Ungläubigen wie -denkenden.
Das Energie- und Umweltministerium wäre gut beraten mit einem apokalyptischen Respekt vor der Schöpfung, der Natur und den Gefahren der Nuklearenergie…

Wie wär’s zur Abwechslung mit etwas Wähler/innen-Respekt, verehrte Damen und Herren von der Politikerfront? Helm ab zum Gebet!





© Siegfried Galter, 16.12.2013

Hört, hört! Auch Mutti wird schon abgehört?!

Donnerstag, Oktober 24th, 2013

NSA is everywhereVölker, hört die Signale: Sicherheit geht vor! Das weiß auch unsere Bundeskanzlerin, treu verschworene Mitkombattantin im „Krieg gegen den Terror“, welchen die USA weltweit an allen Fronten führen. Insofern nimmt man ein wenig Kollateralschaden auch seitens unserer Bundesregierung widerspruchslos und billigend in Kauf. Was kümmert uns das leere Geschwätz von Grundrechten, Datenschutz und unverletzlicher Privatsphäre im Angesicht des nackten Terrors? Welches Rechtsgut ist höher einzuschätzen – die Sicherheit oder die überwachte Sicherheit?
„Die Renten sind sicher!“ Das hat uns einst Norbert Blüm als unvergängliche Blüte hinterlassen.
Falschgeld wird im Jargon übrigens auch als „Blüten“ bezeichnet, was wir in diesem Zusammenhang durchaus bezeichnend finden dürfen. Ganz unverblümt werden von den USA weltweit Daten abgegriffen und Telefonate abgehört. Wenn die Inhalte nicht gefallen, oder wenn’s nicht anders geht, werden die dazugehörigen Menschen, darunter Staatsbürger sogenannter „befreundeter Nationen“, auch ‘mal diskret zu einem Spontanverhör verschleppt und ein wenig gefoltert, siehe Beispiele Khaled el Masri oder Murat Kurnaz. So viel ist definitiv sicher.
Aber aufgemerkt: Beim Lieblingsspielzeug unserer Kanzlerin hört der Spaß ebenso definitiv auf, Leute! Wo man beim Fußvolk gerne einfach wegsieht und -hört, wenn in allergrößtem Maßstab ausspioniert und abgehört wird, da gibt es ab einer bestimmten Entscheiderebene doch gewisse Grenzen und Tabus. Sollte man jedenfalls meinen. Weit gefehlt. Die Ohren von NSA und Co. reichen bis ins letzte Hinterzimmer vom Kanzleramt und sogar bis in den diskreten Sakko-Saum von Frau Merkel. Skandalös. Vor diesem Hintergrund bekommt die NSA-Abhöraffäre urplötzlich einen ganz neuen Stellenwert. Ist doch klar. Ist ja absolutes „Neuland“ für unsere Staatslenkerin. Ab heute muss die Geschichte neu bewertet werden.
Schließlich sitzt einem das eigene Sakko enger als die sträflichen Versäumnisse saumseliger Staatsschützer, deren vornehmste Aufgabe der Schutz des Staates vor den eigenen Bürgern ist. Aber wir wollen gerecht bleiben: Immerhin haben unsere hochverdienten Dienste es überhaupt gemerkt, Frau Merkel. Das ist doch auch schon ‘was wert, oder? Außerdem, wer weiß? Vielleicht können sich die Amis von der subtilen Regierungskunst unserer Kanzlerin noch etwas Entscheidendes abschauen – nein, -hören. Nämlich, wie man sehenden Auges stocktaub sein kann für die politischen Realitäten und die Rechte der anvertrauten Bevölkerung.





© Siegfried Galter 24.10. 2013

Vorsorge tut weh!

Freitag, September 6th, 2013

Gut versorgt in RenteMinijobbern droht Altersarmut??
Mitnichten! Lächerlich:
Minijobber können ihre Altersarmut schon jetzt in vollen Zügen genießen, nämlich dann, wenn sie ihre kümmerliche Altersrente schon heute mit noch kümmerlicheren Jobs „aufbessern“ müssen, um überhaupt existieren zu können.
Und diejenigen unter den bedauernswerten Minijobbern, die heute das reguläre Rentenalter noch nicht erreicht haben, und denen zusätzlich noch zwangsweise Rentenbeiträge von ihrem üppigen Minijobber-Lohn abgeknöpft werden, können sich auch nicht beklagen: Denn sie kommen in den Genuss des besonderen, wenn auch beileibe nicht seltenen Privilegs der vorgezogenen Altersarmut! Gut so! Da können sie sich wenigstens schon ‘mal beizeiten ‘dran gewöhnen, wie ihre weitere Zukunft sich so gestaltet. Von der Leyen, wir danken Dir!





© Siegfried Galter, 06.09. 2013, Foto: Fotolia.com, © roman023 #50014391

Sei kein Frosch: Warme Milch ist gut für uns alle!

Dienstag, August 27th, 2013

froschleicheweb„Man gewöhnt sich daran“, sagte der Frosch, sich träge in der körperwarmen Milch räkelnd, nicht gewahr werdend der Tatsache, dass er, Opfer eines ebenso ruchlosen wie erschreckend banalen Experiments, bei lebendigem Leibe gegart wurde, indem man die Temperatur ganz sachte immer weiter erhöhte. Er starb einen stillen, würde- und leider auch nutzlosen Tod.




Ronald Pofalla - Wer kennt diesen Mann?

Montag, Juli 29th, 2013

Germany''s least wanted politician

Dürfen wir vorstellen: Ronald Pofalla, Kanzleramtschef und seines Zeichens
„Bundesminister für besondere Aufgaben“

Diese Aufgaben sind so geheim, dass der Bundesminister sie selbst nicht kennt.
Dass man auch sonst nichts von ihm sieht oder hört, ist nachgerade ein Segen für die Menschheit.
Vor allem in seiner Funktion als Geheimdienstkoordinator macht Pofalla sich unsichtbar.
So unsichtbar, dass sogar das ZDF ihn als „Phantom“ bezeichnete!

Allah ist groß
Allah ist mächtig
Pofalla ist dagegen
eher schmächtig

Allah ist mächtig
Allah ist groß
doch was ist da los,
wie kann es sein,
wie geht das bloß

dass CIA und NSA und BND
mit uns machen, was sie wollen
und unser Ronald , oh, lala!
findet alles prima, gut & richtig
was er unterlässt und auch nicht sagt,
es tut ja keinem wirklich weh?

Die Wahrheit, sie ist längst verschollen
in unserer Bananen-BRD
und das Phantom Pofallas
ist wohl eine Strafe Allahs
dem es in seiner Größe wohl gefiel
uns diesen Ungeist zu bescheren:

Wir sollten uns -
höheren Orts -
massiv beschweren
Ansonsten bleibt uns ohnehin nicht viel
als einen Mords-
spaß uns d’raus
zu machen
und die üblen Clowns
in diesem falschen Spiel
schlicht aus
zu lachen

Und so sprach
der weise
Allah, streng geheim:
lachet eher laut
als leise
über Pofalla
und bedenkt den Reim
auf BallaBalla.

© Siegfried Galter 29.07. 2013